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Kulturberichte 2/99: Kleine Nachrichten - Deutsche Stiftung Denkmalschutz verleiht den Sieghardt v. Köckritz-Preis an Prof. Dr.h.c. Dieter Stolte

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In Würdigung des Lebenswerkes von Sieghardt v. Köckritz - lange Jahre Ministerialdirektor und Leiter der Kulturabteilung des Bundesministeriums des Innern, Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie von 1993-96 Vorsitzender des AsKI - hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Sieghardt v. Köckritz-Preis gestiftet. Mit ihm werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise um die Bewahrung von Kulturdenkmalen in Deutschland verdient gemacht haben. Der alle zwei Jahre verliehene Preis ist mit einer Dotation in Höhe von 50.000 DM verbunden. Diese soll zur Rettung eines Baudenkmals verwendet werden, das der Preisträger selber bestimmen kann.

Das Lübecker Silberschmiedeatelier Margarete und Werner Oehlschlaeger schuf den Sieghardt v.Köckritz-Preis. Die in mehreren Metallen gestaltete Oberfläche des Silberzylinders verbindet Motive der Sakral- und Profanarchitektur der verschiedenen Jahrhunderte. Durch ein filigranes Maßwerk öffnet sich ein Blick auf eine Reihe von Giebelhäusern, die die unterschiedlichen Epochen repräsentieren.

Bei einem Festakt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Wismar am „Tag des offenen Denkmals" wurde der Sieghardt v. Köckritz-Preis im September 1999 erstmals verliehen. Im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff, erhielt der Intendant des ZDF, Prof. Dr. h.c. Dieter Stolte, diese Auszeichnung. In seiner Laudatio führte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Gottfried Kiesow, aus, dass Stolte mit der Auszeichnung für sein Engagement um die Bewahrung des baulichen Erbes und damit um die Kulturlandschaft in Deutschland geehrt würde. Es sei insbesondere Prof. Stolte zu verdanken, dass sich in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern zu einer der größten Gemeinschaftsinitiativen zur Rettung bedrohter Kulturdenkmale zusammengefunden hätten.

Prof. Stolte kündigte an, die Dotation dem Schlossverein der ehemaligen Residenzstadt Altenburg in Thüringen zur Restaurierung ihrer Burg zur Verfügung zu stellen.

 

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