Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Regensburg

Fassade mit Säuleninstallation von Magdalena Jetelová, Venceremos/Sale, 2006

Museum mit einzigartigem Auftrag

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie ist ein Museum mit einem bundesweit einzigartigen Auftrag: Seit seiner Gründung im Jahr 1966 bewahrt, vermittelt und erforscht es das Kunsterbe der ehemals deutsch geprägten Gebiete in Mittel-, Ostund Südosteuropa. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Sammlung umfasst rund 2.000 Gemälde, 500 plastische Werke und 30.000 grafische Arbeiten von Künstlern wie Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller, Ludwig Meidner oder Oskar Kokoschka. Die Kunst nach 1945 repräsentieren u. a. Bernard Schultze, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Markus Lüpertz und Katharina Sieverding.

Lovis Corinth, Am Strand von Forte dei Marmi, 1914 Öl auf Leinwand, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland, Foto: KOG Regensburg

Die museumseigenen Bestände werden in der Dauerausstellung präsentiert, sind aber häufig auch Ausgangspunkt für die jährlich mehrfach wechselnden Sonderausstellungen. Diese spannen den Bogen zwischen dem Erinnerungsauftrag des Kunstforums und der Erkundung der Gegenwartskunst. Immer wieder thematisieren zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler den kreativen Austausch zwischen Deutschland und dem östlichen Europa, der vom Geist eines vereinigten Europas beflügelt ist. Das Interesse richtet sich dabei nicht nur auf die kunsthistorische Perspektive, sondern auch auf den politisch-gesellschaftlichen Kontext.

Lovis-Corinth-Preis

Eine besondere Würdigung zeitgenössischer Künstler wird im Lovis-Corinth-Preis sichtbar: Die im Zweijahresrhythmus erfolgende Preisvergabe richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die ein international bedeutendes Gesamtwerk geschaffen haben, das mit dem Auftrag des Museums korrespondiert.

Kunstvermittlung

Als Ort des Austauschs legt das Kunstforum großen Wert auf die Kunstvermittlung: Zum Programm gehören Führungen, museumspädagogische Workshops, Vorträge oder Lesungen. Das Angebot richtet sich an verschiedene Zielgruppen und hat auch Familien, Kinder und Jugendliche sowie gesellschaftlich wichtige Themen wie Inklusion und Integration im Fokus.

Trägerin des Museum ist die „Stiftung Kunstforum Ostdeutsche Galerie". Sie wurde 1966 auf Grundlage des Kulturparagraphen (§96) des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) ins Leben gerufen. Das Museum selbst wurde im Jahr 1970 eröffnet. Als Träger der Stiftung fungieren heute die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern und die Stadt Regensburg.

Das heutige Museumsgebäude wurde 1871 als Turnhalle erbaut und wird seit 1910 als Kunsthalle genutzt. Seither haben mehrere Anbauten die im Jugendstil gestaltete Halle ergänzt, die Ausstellungsfläche hat sich auf 2.000 Quadratmeter vergrößert. Äußerliches Markenzeichen des Kunstforums sind die vier roten Säulen am Portikus, eine Installation der tschechischen Künstlerin Magdalena Jetelová aus dem Jahr 2006.

Das Kunstforum fördert mit seinen Projekten das kulturelle Verständnis im heutigen Europa und erfüllt damit eine wichtige Brückenfunktion.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Venceremos Sale - Jetelová, © Wolfram Schmidt Fotografie


04.02.2014: Filmische Installation zu einem Theaterstück von Jiří Kolář, Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg. Realisiert von Therese Ulrich.

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Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Dr.-Johann-Maier-Straße 5
93049

Telefon: +49 (0)941 - 29 71 40
E-Mail: info@kog-regensburg.de
Fax: +49 (0)941 - 29 71 433
www.kunstforum.net
Dr.-Johann-Maier-Straße 5 93049

Zusätzliche Informationen

Direktorin
Dr. Agnes Tieze

Öffnungszeiten:

Ausstellungen
Di-So | 10-17 Uhr
Do | 10-20 Uhr
1.1., Karfreitag, 1.5.,
1.11., 24./25. und 31.12. | geschlossen

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