Klartext: Wirksame Öffentlichkeitsarbeit in Kultureinrichtungen

Fachtagung des AsKI e.V. am 14. Mai 2004 in Düsseldorf

in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Museum Düsseldorf

In Zeiten knapper Kassen haben nur noch wenige Museen die Möglichkeit, ihre Ausstellungen und Veranstaltungen von einer PR-Agentur betreuen zu lassen. Mit dieser Fachtagung wandte sich der AsKI an Mitarbeiter aus Kultureinrichtungen, die im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig sind. Ziel dieser Tagung war die Vermittlung von Kommunikationsstrukturen und -strategien, die für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit unerlässlich sind. Angestrebt wurde außerdem ein Erfahrungsaustausch zwischen Redakteuren aus den Feuilletons von Rundfunk/Fernsehen/Zeitungen und den für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Museumsmitarbeitern über die häufig problematische, d.h. ineffektive Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen mit dem Ziel, diese nachhaltig zu verbessern.

Dabei sollte es u.a. um folgende Fragen gehen:

  • Wie muss eine Ausstellung/Veranstaltung aufbereitet werden, damit sich die Medien dafür interessieren?
  • Worin unterscheidet sich die Informationsaufbereitung für die verschiedenen Medien?
  • Auf welche Weise kann man die Medienanstalten einbinden?
  • Gibt es eine Berichtspflicht der Medien?
  • Was sind die häufigsten/schwerwiegendsten Fehler in der PR-Arbeit -- Museumszusendungen aus der Sicht eines Redakteurs.
  • Wie findet Informationsgewinnung in den Redaktionen statt?
  • Was versteht man unter sog. Medienpartnerschaften?

Auch Fragen kommerzieller Werbung sollten erörtert werden:

  • Ist es ratsam, Agenturen einzuschalten, und was kostet das?
  • Was kosten Werbeschaltungen in den Medien?

Vorträge und Referenten

  • Grundsatzreferat: Möglichkeiten und Grenzen strategischer Kommunikationspolitik in Kultureinrichtungen unter besonderer Berücksichtigung der Öffentlichkeitsarbeit
    Prof. Peter W. Hübner, Hübner & Partner Kommunikationsberatung, Frankfurt a.M., geboren 1954, Inhaber der Hübner & Partner Kommunikationsberatung sowie der KULTUR.AG - Arbeitsgemeinschaft für Kulturmanagementberatung - beide Frankfurt/M.; Jurist mit Marketing-Zusatzausbildung; Kulturmanager; Tätigkeiten u.a.: Kulturreferat der Uni Tübingen, Bachakademie Stuttgart (Manager der zentralen Veranstaltung im Bachjahr 1985 für Deutschland), Schleswig-Holstein Musik Festival 1986-90 Gründungsgeschäftsführer und zugleich Leiter Kommunikation und Pressesprecher (dort brachte er erstmals komplexe Marketingstrategien in eine Kulturorganisation ein, dafür erhielt das Festival 1987 den Deutschen Marketing Preis); 1989 Mitbegründer des Diplomstudienganges Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (Fächer: Marketing, Sponsoring, Kommunikation, Presse, Organisationslehre); 1990 bis 1994 Partner in der Societät für Unternehmensplanung (SUP) Frankfurt / Basel (Wirtschafts- und insbesondere Personalberatung); 1993 und 2000 Gründung der eigenen Beratungsunternehmen, die gerade in der KULTUR.AG den Spezialmarkt der Kulturbetriebe in allen Managementfunktionen in ganzheitlichem und praxisorientiertem Ansatz betreuen; Beratungsprojekte und Lehrverpflichtungen im In- und Ausland, zuletzt u.a. Justus Liebig Universität Gießen; Mitglied als Juror und Berater in verschiedenen Gremien; im Nebenengagement privater Betreiber der Historischen Nikolauskapelle, Frankfurt mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen etc.
  • Medienkooperationen: sinnvolle Partnerschaften oder käufliche Berichterstattung?
    Hans Sarkowicz, hr, Frankfurt a.M., geboren 1955, ist im Hessischen Rundfunk für Kultur, Bildung und künstlerisches Wort zuständig, daneben arbeitet er als verlegerischer Geschäftsführer der hr media und ist im Vorstand der Stiftung Zuhören. Neben seiner rundfunkjournalistischen Tätigkeit schreibt er Bücher über kulturhistorische und politische Themen, z.B. über den Rechtsradikalismus in Deutschland, und Biografien über Erich Kästner und Heinz Rühmann.
  • Partnerschaft für mehr Kultur! Das Modell der WDR 3 Kulturpartnerschaften
    Prof. Karl Karst, WDR Köln, geboren 1956, Programmchef WDR 3, leitet seit 1999 das Kulturradio des WDR; Studium der Pädagogik, Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Köln; journalistische Tätigkeiten für die FAZ, den Kölner Stadt-Anzeiger und epd-medien; Redaktionserfahrungen beim Bayerischen und beim Süddeutschen Rundfunk; Buchveröffentlichungen im Suhrkamp- und Inselverlag (Herausgabe der Hörspielwerke von Günter Eich); Lehraufträge an den Universitäten Köln, Essen, Leipzig und Siegen (dort seit 2001 Honorarprofessor für Medienwissenschaft); Initiator des gemeinnützigen Projekts SCHULE DES HÖRENS und Vorstand der bundesweiten INITIATIVE HÖREN. Das von ihm initiierte "WDR 3 Kulturpartnerschaftsmodell", an dem sich mittlerweile 80 Kultureinrichtungen beteiligen, hat deutlich zu einer stärkeren Vernetzung und zur gegenseitigen Imagestärkung der Kulturträger in NRW beigetragen.
  • Kultur aus Deutschland weltweit - Voraussetzungen für die internationale Vermittlung von Kultur- und Kunstereignissen am Beispiel Deutsche Welle
    Dr. Gero Schließ, DW, Bonn, geboren 1963, seit 2003 Leiter der Stabsstelle beim Programmdirektor DW-Radio/DW-World, u.a. Entwicklung neuer Programmformate, zukünftige Programm- und Ausstrahlungsstrategie von DW-Radio, verantwortlich für Kulturbeteiligungen der DW; Lehramtsstudium in den Fächern Schulmusik, Geschichte und Erziehungswissenschaft, Instrumentalpädagogik und Hochschulklasse Querflöte; Stipendium der Paul Sacher-Stiftung Basel, Promotion über Igor Strawinskys frühe Lieder; freie Mitarbeit u.a. für ARD-Anstalten, regionale und überregionale Tageszeitungen, Fono Forum; 1989 Volontariat bei der Deutschen Welle; 1990 Kurt Magnus-Preis der ARD; von 1997 bis 2003 Leiter der Musikredaktion der Deutschen Welle.
  • Ruf doch mal an! Anmerkungen zu Formen des Gesprächs in der Vermittlung von Ausstellungen
    Prof. Thomas Wagner, FAZ, Frankfurt a.M., geboren 1955, seit 1991 Redakteur für Bildende Kunst im Feuilleton der FAZ; Studium der Germanistik und Philosophie in Heidelberg und Brighton (Sussex); seit 1979 als freier Journalist tätig; ab 1985 freier Mitarbeiter der Zeitschrift "das kunstwerk" und ab 1986 des Feuilletons der FAZ mit Schwerpunkt Literatur- und Kunstkritik, seit 1999 auch zuständig für Design; von 1995 bis 1997 Gastprofessor für Kunstwissenschaft an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg; im Sommersemester 1998 Vertretung einer Professur für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in München; seit 1999 Honorarprofessor für Kunstkritik und Kunstwissenschaft an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg; seit 2000 Teilnehmer am "St. Moritz Design-Summit" und Mitglied des Vorstandes der im November 2002 gegründeten "Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung".
  • Neue Wege der medialen Umsetzung von Museumsereignissen
    Frank Norden, Köln, geboren 1958, freier Journalist, Komponist und Produzent im Bereich des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks, Trainer für Journalisten im In- und Ausland (Volontäre und Fortbildung fester und freier Mitarbeiter); Ton- und Bildingenieur; medienpolitische Entwicklungshilfe für das BMZ in Nairobi, New Delhi, Colombo, Johannesburg, Kapstadt, Dhaka und Kaliningrad; Komposition und Produktion von Sendekennmusiken; internationale Koproduktionen; Videomusiken für die Industrie; Kulturberichterstattung als Videoclip; Lehrbeauftragter am Lehrstuhl Medienwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität, Themen: "Rund um Heinrich Heine", "Goethe zum 250. Geburtstag im Schloss Jägerhof", "Auf den Spuren von Giacomo Casanova", Collage mit dem Computer etc.; Übertragung der "Langen Nacht der Museen" in Düsseldorf und Köln sowie des Museumsmeilenfestes in Bonn; Deutscher Schallplattenpreis mit "Jazz meets Flamenco"; Internationaler Hörspielpreis des ORF für die Produktion der "Apokalypsaia".
  • Modernes Museumsmarketing
    Manfred Auer, Arrangement Group GmbH, Alfter/Bonn, geboren 1959, Geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Arrangement Group Gesellschaft für Marketing mbH in Alfter bei Bonn (Filmmarketing und Product Placement); Studium der Wirtschaftswissenschaften und Mathematik an der Universität Konstanz; Sponsoringberater bei der Agentur Topcom in Frankfurt a.M. und Geschäftsführer Sponsoring bei der Werbegruppe Dynewsky in Bonn; seit 1992 Dozent an der Bayerischen Akademie für Werbung BAW in München für die Fachbereiche Marketing, Medienmarketing und Public Relations; Publikationen: "Product Placement" (ECON Verlag Düsseldorf, 1988), "Marketing für neue Zielgruppen" (1989), "Social Marketing" (1991), "Werbung below the line"(1993), (verlag moderne industrie Landsberg), "Marketing für Film und Fernsehen" (Bleicher Verlag Gerlingen, 2000).
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