EDITORIAL

Wie sehr Kunst und Kultur das Publikum brauchen, wird mit der Corona-Krise deutlicher als je zuvor. Folgerichtig setzen die Kultureinrichtungen, nachdem der Zugang zu öffentlichen Präsentationen und Veranstaltungen versperrt ist, verstärkt auf digitale Vermittlungswege. Auf den ersten Seiten dieser Ausgabe finden Sie neue (und auch ältere) digitale Angebote unserer Mitgliedsinstitute.

AsKI e.V.: #closedbutopen – Kultur in Zeiten von Corona

Titelbild KULTUR lebendig 1/20: © Izumi Miyazaki

Liebe Leserinnen und Leser, am Erscheinungstermin dieser Zeitschrift sind alle Kultureinrichtungen, deren Ausstellungen, Depots, Forschungs-, Restaurierungs- und Vermittlungsprojekte wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschlossen.

Museum für Kommunikation Frankfurt: „Wir müssen reden" Debatten-Dienstage zur digitalen Diskussionskultur

Kultur stärkt Demokratie!

Mit der zunehmenden Nutzung von World Wide Web und Social Media war die Hoffnung verbunden, dass öffentliche Debatten nun allen Bevölkerungsgruppen zugänglich und dadurch Partizipation und Demokratie befördert werden. Doch wer beteiligt sich gegenwärtig tatsächlich an Diskussionen im Netz? Wie funktionieren Mechanismen der Meinungsbildung im digitalen Kontext?

Stiftung Schloss Friedenstein Gotha: Die Rückkehr der verlorenen Meisterwerke

unbekannter Künstler nach Anthonis van Dyck, Selbstbildnis mit Sonnenblume, nach 1633, Öl auf Holz, Foto: MDR ; Rathgen Forschungslabor der Staatlichen Museen zu BerlinNach über 40 Jahren sind die fünf Gemälde aus dem „Gothaer Kunstraub" von 1979 wieder zurück in Gotha.

AsKI e.V.: Maecenas-Ehrung 2019 - Festakt für Christoph Müller

Christoph Müller bei seiner Dankesrede, © Wolfgang Trautwein

Im Rahmen eines Festaktes verlieh der AsKI am 18. November 2019 die Maecenas-Ehrung in der Akademie der Künste in Berlin an Christoph Müller.

Museum für Kommunikation Frankfurt: Das Museumsdepot der Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Heusenstamm

Telefonapparate im Depot Heusenstamm des Museums für Kommunikation Frankfurt, © Bert Bostelmann MSPT / Museum für Kommunikation Frankfurt

Als das Museum für Kommunikation Frankfurt im Jahre 1999 sein jetziges zentrales Depot in Heusenstamm (Kreis Offenbach) bezog, geht für viele Mitarbeiter ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Zuvor war die Sammlung auf sieben Standorte in Frankfurt und im Umland verteilt, nun bietet die insgesamt 15.000 m2 große Liegenschaft die großzügigsten Räumlichkeiten: Im Erdgeschoss – mit großen Toren und einer Hebebühne leicht zugänglich – stehen gut 3.500 m2 für die größten Objekte zur Verfügung. 3.000 m2 werden vom Archiv, dem Restaurierungsatelier, Werkstätten, Funktionsräumen und Büros für die zwölf Sammlungsmitarbeiter eingenommen.

Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift: Sieben Gesichter für das Deutsche Romantik-Museum

Diplom-Restauratorin Maike Behrends bei der Arbeit an Luise Seidlers Porträt der Ottilie Arnoldi, im Hintergrund J.F.A. Tischbeins Porträt Hufelands, © Maike BehrensGesichter faszinieren uns. Gemalt, gezeichnet oder fotografiert stehen sie zu unserer freien Verfügung, sie halten still und lassen sich ungeniert betrachten. Die Kunstgeschichte erzählt uns über die Jahrhunderte hinweg unzählige Geschichten über diese Stellvertreter-Gesichter.

Kunsthalle Bremen: Zu Gast im Guggenheim Museum Bilbao

Vincent van Gogh, Mohnfeld, 1889, Öl auf Leinwand, © Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Die Einladung, die eigene Sammlung in einem anderen Museum zu präsentieren, ist zugleich reizvoll wie herausfordernd. Der Möglichkeit, die vertrauten Werke in anderen inhaltlichen und räumlichen Konstellationen zu zeigen (aus denen sich eine neue Sichtweise auf die Werke ergeben kann), steht die Aufgabe gegenüber, aus der Breite der Sammlung eine Auswahl zu treffen, die Schwerpunkte und Stärken ebenso wie ihre Vielfalt wiedergibt.

Deutsches Hygiene-Museum, Dresden: Future Food – Essen für die Welt von morgen

Ernteroboter, Lehrstuhl für Angewandte Mechanik der TU München im Rahmen des Europäischen Projekts CROPS (Clever Robots for Crops), © Uli Benz / TU München

Essen ist lebensnotwendig und weit mehr als bloße Ernährung. Es führt Menschen zusammen, ist mit Glück und Genuss, Identität und Kultur verbunden. So privat und alltäglich es sein mag: Im Essen steckt eine große politische Sprengkraft.

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg: Macht, Fiktion und Raub. „Das Linzer Museum soll nur das beste enthalten"

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Arbeit am Original; DKA, NL Posse, Hans, I,B-2: Hans Posse, 1. Reisetagebuch, Seiten 0014 und 0015, Einträge vom 23. Juli 1939 in München, © Annette Kradisch

Das Deutsche Kunstarchiv (DKA) im Germanischen Nationalmuseum verwahrt im Teilnachlass von Hans Posse (1879–1942) fünf Reisetagebücher (1939–1942), die dieser als Sonderbeauftragter Adolf Hitlers anlegte. Ein von 2017 bis 2020 durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Projekt hat zum Ziel diese Quellen in Form einer digitalen Edition der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen.

Deutsches Literaturarchiv Marbach: „Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie" im Literaturmuseum der Moderne

Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie

„Hölderlin ist eine dem Deutschen verwandte Sprache"

(Oskar Pastior, 1995)

 

Museum Casa di Goethe, Rom: Quellen der Inspiration. Deutsche Künstlerbibliotheken in Rom 1795–1915

Arnold Böcklin, Petrarca an der Quelle von Vaucluse, 1863/64, Öl auf Leinwand, © Leipzig, Museum der bildenden Künste

Seit 2012 beheimatet die Casa di Goethe sowohl das Archiv als auch die Bibliothek des von 1845 bis 1915 in Rom aktiven Deutschen Künstlervereins. Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten und in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Michael Thimann durchgeführten Projekts „Künstlerwissen und Künstlerlektüre im Rom des 19. Jahrhunderts.

Mein Lieblingsobjekt: Stiefel Kurfürst Johann Friedrichs I. von Sachsen, genannt der Großmütige

LieblingsobjektEines meiner Lieblingsobjekte aus den kunterbunten Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ist ein altes Stück Leder: der Stiefel des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I., genannt der Großmütige.

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