Fritz Bauer Institut – Geschichte und Wirkung des Holocaust - Stiftung des bürgerlichen Rechts

Frankfurt am Main

Das IG Farben-Haus in Frankfurt am Main

Das Fritz Bauer Institut

wurde 1995 als erstes interdisziplinäres Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Deutschland eingerichtet. Es ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts und wurde vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e. V. gegründet.

Seit 2000 ist das Institut ein An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die Zusammenarbeit ist in einer Kooperationsvereinbarung festgehalten. Darüber hinaus ist das Fritz Bauer Institut seit 2008 per Kooperationsvertrag mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und seit 2015 mit dem Simon-Dubnow-Institut Leipzig verbunden. Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Frankfurt betreibt das Fritz Bauer Institut das Pädagogische Zentrum Frankfurt am Main (www.pz-ffm.de).

 Frankfurter Auschwitz-Prozess, Foto: privat

Das Fritz Bauer Institut fördert die Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. In wissenschaftlicher, pädagogischer und künstlerischer Arbeit, in Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen regt es mit seinen Projekten zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Gegenwart an.

Inhaltlich hat das Fritz Bauer Institut seine Schwerpunkte im Bereich der „Zeitgeschichte" und der „Erinnerung und moralischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust". Es entwickelt Forschungsprojekte und pädagogische Konzepte für Schulen und die Erwachsenenbildung. Es verfügt über eine öffentlich nutzbare Fachbibliothek und ein Archiv.

Das Fritz Bauer Institut gibt das „Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust" heraus, zweimal jährlich erscheint das Bulletin des Fritz Bauer Instituts „Einsicht". In unregelmäßigen Abständen werden wissenschaftliche Publikationen in der Wissenschaftlichen Reihe und in der Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts veröffentlicht.

Fritz Bauer

Fritz Bauer (1903–1968) Foto: Stefan MosesDas Institut trägt den Namen Fritz Bauers (1903–1968) und ist seinem Andenken verpflichtet. Bauer widmete sich als jüdischer Remigrant und radikaler Demokrat dem Aufbau des Rechtssystems in der BRD nach 1945. Als hessischer Generalstaatsanwalt hat er den Frankfurter Auschwitz-Prozess angestoßen.

Förderverein

Die Arbeit des Instituts wird von einem bundesweit organisierten Förderverein mit ca. 1.200 Mitgliedern unterstützt, der als einer der drei Stifter die Unabhängigkeit des Fritz Bauer Instituts garantiert.


Fritz Bauer, bekannt als Initiator der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, betrachtete den Gerichtssaal als einen öffentlichen Ort der historischen und demokratischen Bewusstwerdung. Weniger bekannt ist, dass er als Interviewpartner, Diskutant oder Redner auch vor den Fernsehkameras Stellung bezog. Er äußerte sich zu den NS-Prozessen, zur politischen Verantwortung der Justiz, zu Geschichtsleugnung und Rechtsradikalismus, aber auch zu Fragen der Wirtschaftskriminalität, dem Sexualstrafrecht oder der Humanisierung des Strafvollzugs. Nicht zuletzt sprach er über seine Biografie als politisch und antisemitisch Verfolgter und als jüdischer Remigrant. Auch fünfzig Jahre später haben die politischen Debatten nichts von ihrer Brisanz verloren.

 

Es sind keine Termine im Kalender eingetragen.

Fritz Bauer Institut – Geschichte und Wirkung des Holocaust - Stiftung des bürgerlichen Rechts

Norbert-Wollheim-Platz 1
60323

Telefon: +49 (0)69 - 79 83 22 40
E-Mail: info@fritz-bauer-institut.de
Fax: +49 (0)69 - 79 83 22 41
www.fritz-bauer-institut.de
Norbert-Wollheim-Platz 1 60323

Zusätzliche Informationen

Direktorin
Prof. Dr. Sybille Steinbacher

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