Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum – Novalis-Stiftung „Wege wagen mit ­Novalis”

Wiederstedt

Schloss Oberwiederstedt

Schloss Oberwiederstedt

Im Landkreis Mansfeld-Südharz, ehemals Zentrum des über mehr als 800 Jahre andauernden Mansfeldischen Kupferschieferbergbaus, findet man das Schloss Oberwiederstedt. Als Geburtshaus des Dichters Novalis – mit bürgerlichem Namen Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (2. Mai 1772 - 25. März 1801) beheimatet es heute ein Literaturmuseum, eine Forschungsstätte für Frühromantik, die "Internationale Novalis-Gesellschaft" (gegründet 1992) und die 2001 errichtete private Stiftung „Wege wagen mit Novalis". In Kooperation mit dem Landkreis unterstützt die Stiftung vor allem die wissenschaftliche und sozialpädagogische Arbeit bei der Entwicklung und Profilierung des Romantik-Standortes in Sachsen-­ Anhalt.

 Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis unsigniert, undatiert, Öl auf Leinwand Foto: Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum, Andreas Seeliger

Nachdem der vollständige Abriss des Schlosses 1988 durch Wiederstedter Bürger verhindert worden war, entstand ab 1992 mit dem Aufbau und im Zusammenwirken von Forschungsstätte und neuem Literaturmuseum sukzessive ein kulturgeschichtliches Zentrum von überregionaler und internationaler Ausstrahlung. Es ist heute ebenso Ort für internationale wissenschaftliche Fachtagungen wie für die neue "MuseumsAkademie Novalis" mit dem Fest der Mathematik – ein Netzwerk für Bildung und Vermittlung, das das an diesem besonderen Lernort versammelte Wissen lebendig in abgestimmten Programmen und Projekten für alle Generationen umsetzt.

Das Novalis-Museum

Der Rückkehr der Familiengalerie in das Schloss im Frühling 2010 folgten bedeutende Schenkungen, durch die wiederum nach 25 Jahren des Aufbaus und der Rekonstruktion am authentischen Ort eine Sammlung von Originalen aus Novalis‘ Lebenszeit und ebenso aus moderner Kunst entsteht. Ein besonderer Sammlungsbestand ist die "imaginäre Novalis-Bibliothek", die nach Bücherlisten des Studenten Friedrich von Hardenberg sowie nach einer umfangreichen Quellenbibliographie zu seiner Materialsammlung für eine Enzyklopädie alle jene Bücher wieder präsentieren soll, die Novalis nachweislich gelesen hat und besaß.

Das Novalis-Museum präsentiert regelmäßig in Kabinettausstellungen zu aktuellen, insbesondere fächerübergreifenden Forschungsergebnissen der Novalis-Forschung und zu kultur- und rezeptionsgeschichtlichen Themen aus dem Kontext der Romantik das neue Wissen über Leben und Werk des vielseitigen frühromantischen Dichters, der Jurist, Philosoph, Bergbauingenieur und Technologe war.

Novalis-Rose, Foto: Franz Fechner, Bonn

Zum historischen Ensemble gehören der wiederhergestellte Klostergarten sowie Klosterschiff und Kirche eines ehemaligen Dominikanerinnenklosters aus dem frühen 13. Jahrhundert. Ebenso rekonstruiert wurde die historische Lindenallee im Schlosspark mit dem Pavillon. Ein blauer Garten mit einer Vielzahl (auch historischer) blau blühender Blumen und Gewächse und ein Märchenrosengarten mit über 400 Rosen, darunter der von Kordes neu gezüchteten Novalis-Rose in Zartblau, laden zum Verweilen in der Natur ein.


Ausstellungseröffnung im Mai 2017 anlässlich des Geburtstages von Novalis im Schloss Oberwiederstedt.

Es sind keine Termine im Kalender eingetragen.

Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum – Novalis-Stiftung „Wege wagen mit ­Novalis”

Schäfergasse 6
06333 Wiederstedt

Telefon: +49 (0)3476 - 85 27 20
E-Mail: schloss-oberwiederstedt@t-online.de
Fax: +49 (0)3476 - 85 27 27
www.novalis-museum.de
Schäfergasse 6 06333

Zusätzliche Informationen

Direktorin Forschungsstätte und Museum
Dr. phil. habil. Gabriele Rommel
(Sekretärin der Internationalen Novalis-Gesellschaft, Vorstandsmitglied der Stiftung)

Öffnungszeiten
Di-So | 10-16 Uhr

 

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