EDITORIAL

Titelbild kultur leben 1/21: TSURIKRUFN! Onlineprojekt des AsKI e. V. zum Festjahr ‘1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘, Motiv: Paul Falkenberg beim Filmschnitt, 1930er-Jahre, © Deutsche Kinemathek

Schon ehe die Corona-Maßnahmen die Kultur stark einschränkten (was sie immer noch tun) hatte der AsKI in seinem ersten Online-Gemeinschaftsprojekt „Alle Wege führen nach Rom" im Jahr 2019 gezeigt, wie gut sich dieses Medium eignet, um im Rahmen unserer vielgestaltigen Mitgliedsinstitute Themen aus unterschiedlichsten Perspektiven zu beleuchten.

AsKI e.V.: TSURIKRUFN! heißt erinnern

TSURIKRUFN!"So manche Bürger, auch ich, tun ihr Bestes
daß die Deutschen jüdischen Glaubens, die der Stadt soviel in
Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft gegeben haben, nicht in Vergessenheit geraten."
LEO BODENSTEIN

 

Beethoven-Haus Bonn: Eine Spurensuche - Joseph Joachim (1831–1907) Ehrenpräsident des Beethoven-Hauses

Joseph Joachim, Radierung von Gustav Eilers nach einer eigenen Zeichnung, Foto: Beethoven-Haus Bonn

Im Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" widmet sich das Beethoven-Haus Bonn seinem ersten und Ehrenpräsidenten, dem Geiger, Komponisten und Hochschullehrer Joseph Joachim.

Klassik Stiftung Weimar: Goethe im Almanach 2.0 - Eine Bibliographie im digitalen Zeitalter

Die Almanach-Kartothek von Arthur Goldschmid, © Klassik Stiftung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Der Name Arthur Goldschmidt ist mit einem der größten Restitutionsfälle im deutschen Bibliothekswesen verbunden. Unter dem Verfolgungsdruck im Nationalsozialismus sah sich der Leipziger Unternehmer und Sammler 1936 gezwungen, seine 2 000 Bände umfassende Almanachsammlung an das Goethe- und Schiller-Archiv zu verkaufen, weit unter Wert, zu einem Schleuderpreis.

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg: Deutschlands Emigranten. Fotografien von Stefan Moses

Teofila und Marcel Reich-Ranicki, Fotografie, 1994, Germanisches  Nationalmuseum, Nürnberg, © archivstefanmoses

Im November 2011 übergab der Fotograf Stefan Moses (1928–2018) den ersten Teil seines schriftlichen Nachlasses dem Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum als Schenkung. Drei Jahre zuvor hatte die damalige Archivleiterin Birgit Jooss den Gesprächsfaden aufgenommen.

Neues Mitglied im AsKI: Das documenta archiv stellt sich vor

Ausstellungsansicht mit Werken von Hans Haacke und Marta Minujín, documenta 14, 2017, © documenta archiv / Foto: Monika Nikolic

Die Idee zur Archivgründung hatte der Designer, Professor für Malerei, Initiator und langjährige Chef der Kasseler Weltkunstschau Arnold Bode (1900–1977) selbst. Hartnäckig verfolgte er sein Projekt, das Jahrhundertunternehmen documenta nicht bloß zu „dokumentieren", sondern den Kuratorenteams eine wissenschaftliche und archivarische Institution an die Seite zu stellen.

Schwieriges Erbe. Die Schädelsammlung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Eintrag in den Museums­unterlagen: Cranium Homo Sapiens: Dayak, Auszug Journal Säugetiersammlung SSFG, Foto: © Claudia KleinDie Stiftung Schloss Friedenstein Gotha zählt mit ihren vier Museen und ihren reichen kunstgeschichtlichen, historischen und naturkundlichen Sammlungen zu den Universalmuseen. Die riesigen Sammlungsbestände halten jedoch auch Unerwartetes bereit: In einem Schrank im Depotgebäude der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha liegen Menschen­schädel, so genannte Human Remains: menschliche Überreste, die während der Kolonialzeit nach Europa gelangten.

Bauhaus-Archiv, Berlin: Von jüdischen Bauhäuslern und ‘entarteter Kunst‘

Katalog der Galerie Nierendorf vom Sommer 1979, Foto: Bauhaus-Archiv BerlinEin Bericht aus der Provenienzforschung: Das Bauhaus-Archiv wurde 1960 gegründet und konnte folglich zwischen 1933 und 1945 keine Erwerbungen tätigen. Die Zeit des „Dritten Reichs", die Kernzeit, auf die sich Provenienzforschung derzeit zumeist konzentriert, kann an diesem Haus also gar nicht untersucht werden. Wozu also Provenienzforschung am Bauhaus-Archiv?

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf: This is me. Queer und religiös?

queer

Das Jüdische Museum in Rendsburg zeigt vom 17. August 2021 bis zum 17. April 2022 die Fotoausstellung: „This is me. Queer und religiös?" Mit dieser Sonderausstellung möchten wir im Jubiläumsjahr 2021 nicht nur die Vielfalt jüdischen Lebens darstellen, sondern auch mehr Sichtbarkeit für andere marginalisierte Gruppen schaffen.

Museum Casa di Goethe: Berichten, Zeichnen, Forschen. Gefunden: Friedrich Noack (1858–1930)

Friedrich Noack, Altes Portal in der Villa Borghese, 1892, Aquarell; Museum Casa di Goethe (Privatbesitz, aus dem Nachlass von Friedrich Noack)

Auf der Fährte eines Mannes, der selbst ein unermüdlicher Spurensucher war: Das nächste Ausstellungsprojekt der Casa di Goethe (Herbst 2021) beleuchtet die bisher unerforschte Persönlichkeit des von 1891 bis 1915 in Rom lebenden Italienkorrespondenten, Kulturhistorikers und Hobbykünstlers Friedrich Noack.

Smell it! Geruch in der Kunst

Richard Earlom, Fischmarkt, undatiert, Mezzotinto, Foto: Kunsthalle BremenZehn Ausstellungen im Bundesland Bremen

Deutsche Kinemathek, Berlin: Das Textilarchiv der Deutschen Kinemathek

Blick in das Textilarchiv der Deutschen Kinemathek Berlin

Nach dem Tod Marlene Dietrichs am 6. Mai 1992 gelang es der Stadt Berlin mit Unterstützung der Lotto-Stiftung, den Nachlass zu erwerben, der in die Obhut der Deutschen Kinemathek übergeben wurde.

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg: Papierne Gärten

Guajave mit Vogelspinne. In: Maria Sibylla Merian: Metamorphosis insectorum Surinamensium, 1705, Taf. 18, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Illustrierte Pflanzenbücher der Frühen Neuzeit

Goethes gute Freundin. Amanda Kress und das Freie Deutsche Hochstift in Frankfurt am Main

'Wenn am Tag Zenith und Ferne/Blauin’s Ungemessene fließt', eigenhändige Reinschrift des Gedichts Goethes, 28. August 1827, Freies Deutsches Hochstift

Amanda Kress ist eine dem Freien Deutschen Hochstift seit vielen Jahrzehnten besonders eng verbundene Freundin. Ihr 1993 verstorbener Mann, Oberstudienrat Erich Kress, wurde wenige Monate nach der Zerstörung des Goethe-Hauses im August 1944 Mitglied des Freien Deutschen Hochstifts.

Museum für Komunikation Berlin: Mein Lieblingsobjekt - Die rote Mauritius

Mauritius-Tableau mit Rahmen, © MSPT, Foto: Jürgen LiepeEines meiner Lieblingsobjekte aus den Sammlungen der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation ist auch gleichzeitig eines der kleinsten und unscheinbarsten: Die Briefmarke Rote Mauritius.

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