EDITORIAL

Titelbild KULTUR lebendig 2/19: Grünes Licht für Beethoven - Beethovenampel, Foto: Bundesstadt Bonn

Wie kann man die Besucher als aktive Partner des Museums einbeziehen, wie einen Bezug der musealen Inhalte zur aktuellen Lebenswelt herstellen? Zu diesen Fragen, die die derzeitige Debatte in der Museumslandschaft prägen, gibt das vorliegende Heft gleich drei Einblicke...

Beethoven-Haus Bonn – BTHVN 2020 : Grünes Licht für Beethoven!

Ansicht aus der neuen Dauerausstellung,© Beethoven-Haus Bonn, Foto: David Ertl

Fulminanter Auftakt des Beethovenjahres 2020

Kurz vor Weihnachten beginnen in Bonn die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens gleich mit einem fulminanten Auftakt: Mit einem Festakt im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses am 16. Dezember wird das neugestaltete Museum im Geburtshaus des Komponisten mit seinen räumlichen Erweiterungen eröffnet und gleichzeitig offiziell das Beethoven-Jubiläumsjahr eingeläutet.

Italien, Blicke. 1780 –1850 - „Mahlerische Ansichten" aus der Sammlung

Louis Jules Arnout nach Alfred Guesdon, Blick auf die Piazza del Popolo und ihre Umgebung in Rom aus der Mongolfiere, um 1850, Kolorierte Lithografie, Foto: Museum Casa di Goethe, Rom

Verschiedene Aspekte des Künstlerlebens in Rom beleuchten im Museum Casa di Goethe gleich zwei Ausstellungen in Folge. „Italien, Blicke. 1780 –1850" präsentiert aktuell die Sicht europäischer Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts auf das Italien ihrer Zeit.

Christoph Müller erhält die Maecenas-Ehrung 2019

Christoph Müller, Foto: privat

Der Verleger und Kunstsammler Christoph Müller wird am 18. November 2019 im Rahmen eines Festakts in der Akademie der Künste in Berlin mit der Maecenas-Ehrung des AsKI für die großzügige Schenkung seiner bedeutenden Kunstsammlungen an Museen unter anderem in Berlin, Köln, Schwerin und Güstrow ausgezeichnet.

Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung, Ulm : Neu und Offen

Aufbau der neuen Dauerausstellung im Ulmer Salzstadel, Museum Brot und Kunst, © Bernhard Friese, Pforzheim

Neu und offen – so präsentiert sich das am 4. Juli 2019 nach einer rund neunmonatigen Umbauphase wiedereröffnete Ulmer Haus, mit neuem Namen und einer völlig neu gestalteten Dauerausstellung.

Museum für Kommunikation Frankfurt am Main: Der Pre Bell Man von Nam June Paik. Eine Ikone der Mediengeschichte kehrt zurück

Nachschöpfung im Atelier des Pre Bell Man von Anselm Baumann, ©  S Kösling, Museum für Kommunikation Frankfurt

Seit wenigen Wochen steht der Pre Bell Man des koreanischen Medienkünstlers Nam June Paik wieder vor dem Museum für Kommunikation. Der multimediale Reiter wurde 1989 zur Eröffnung des Neubaus von dem Architekten Günther Behnisch in Auftrag gegeben.

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder): Mit Heinrich von Kleists Handschrift am Computer schreiben

Logo Kleist-Museum

Kontextbasierte Regeln in der Zauberformel „abrakadabra“: Der Wortanfang zeigt das a ohne Aufstrich, das zweite a wird oben angeschlossen an das vorstehende r, das dritte a unten an k, das vierte a wieder oben an d, während das letzte a oben angeschlossen wird an r und, da es am Wortende steht, nur einen kurzen Abstrich hat, Foto: kleist-digital.de

In der gut besuchten Ausstellung „Ach! Echt? Kleist", die als Neuerwerb einen verloren geglaubten Briefschluss Heinrich von Kleists präsentierte, kam auch der sogenannte „Kleist-Handschriftengenerator" zum Einsatz.

Kunsthalle Bremen : Ikonen. Was wir Menschen anbeten

Ikonen, Logo der Ausstellung, Foto: Kunsthalle Bremen

Mit dieser Ausstellung feiert die Kunsthalle Bremen eine Premiere: Erstmals werden alle Räume des Hauses mit einer einzigen Ausstellung bespielt. Jeder der 60 Räume präsentiert dabei nur ein Meisterwerk – von der russischen Ikone bis Jeff Koons.

Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Wiesbaden: Bedroht das Netz die deutsche Sprache?

Harm Bergen, Kinder im Internet, 2015  Foto: Harm Bengen/toonpool.com

Nicht wenigen gelten das Internet und die Digitalisierung als Einfallstor für negative Sprachentwicklungen.

Max-Reger-Institut, Karlsruhe: Frühes Dokument lebenslanger Bach-Verehrung. Neuerwerb eines Reger-Autographs

Stammbucheintrag Max Regers vom 31. Mai 1906, nach einer Postkarte aus Elsa Regers Besitz, Foto: Max-Reger-Institut, Karlsruhe

Max Reger (1873–1916), einer der vielseitigsten Vertreter der musikalischen Moderne um 1900, war davon überzeugt, „daß ein wahrer Fortschritt nur kommen und erwartet werden darf auf Grund der genauesten und liebevollsten Kenntnis" der Werke der Tradition (in seinem Aufsatz „Musik und Fortschritt").

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst, Hannover: Art Déco – Grafikdesign aus Paris

René Vincent, Plakat für Peugeot, 1928, Lithografie, Foto: © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Die als „Art Déco" bezeichnete Stilepoche begann etwa 1910 in Paris und reichte bis in die 1930er-Jahre. Neben einem prägenden Architektur- und Möbelstil brachte sie Innovationen und spektakuläre Bildfindungen im Grafikdesign hervor.

Goethe-Museum Düsseldorf: Faust-Labor. Goethes Forschung und sein ‘Faust‘

Faust-Labor, Biologie, © Goethe-Museum DüsseldorfDie Aktualität der Faust-Dichtung
Im November 2018 geht eine Meldung über einen Tabubruch durch die Presse, die aufschrecken lässt: In China sollen die ersten genmanipulierten Babys der Welt geboren worden sein.

Günter Grass-Haus, Lübeck : Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks

Ori Gersht, Time After Time, Untitled 22, Fotografie, 2006, © Ori Gersht

„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben."
(Günter Grass)

„Der Krieg war bisher nicht zu uns gekommen."
(Daniel Kehlmann)

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