EDITORIAL

Titelbild kultur leben 1/22: Richard Mosse, Madonna and Child, 2012, aus der Serie Infra, Digitaler C-Print; © Courtesy of the artist, Jack Shainman Gallery, New York and carlier | gebauer

Es gibt Ereignisse von einer so ungeheuren Tragweite außerhalb unserer Tätigkeit, dass es kaum möglich ist, sie nicht zu erwähnen, zumal wenn sie die Debatten, die in der Kultur der Bundesrepublik Deutschland geführt wurden – und sicher auch weiter werden – auf einmal in den Hintergrund treten lassen. Wir erleben in diesem Frühjahr einen verbrecherischen Angriffskrieg, den zum zweiten Mal binnen eines Zeitraums von 80 Jahren die Ukraine als Opfer erleiden muss.

Kunsthalle Bremen: Richard Mosse

 Richard Mosse, Lost Fun Zone, 2012, aus der Serie Infra, Digitaler C-Print; Foto: Courtesy of the artist, Jack Shainman Gallery, New York and carlier | gebauerWie können die komplexen, oft undurchsichtigen und unfassbaren Krisen und Tragödien unserer Welt in Bildern eingefangen werden? Diese Frage treibt den 1980 in Irland geborenen Konzeptfotografen und Videokünstler Richard Mosse um. Seit Jahrzehnten hält er Kriege und Krisen weltweit fotografisch fest: vom Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo, der aktuellen europäischen Flüchtlings- und Migrationspolitik bis hin zur Zerstörung der tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet.

Neues Mitglied im AsKI: Jüdisches Museum Franken in Fürth, Schnaittach und Schwabach

Das Jüdische Museum Franken in Fürth:Torakrone, © JMF, Foto: Richard Kraus, Nürnberg;

Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens
Franken war eine bedeutende Wiege jüdischer Geschichte und Kultur in Süddeutschland. Heute blicken wir auf eine fast tausendjährige jüdische Geschichte zurück, in der sich vielfältige und bedeutende kulturelle Traditionen entwickelten, mit großen Gelehrten, eigenen religiösen Riten, fränkisch-jüdischen Dialekten, besonderen kulinarischen Gebräuchen, erstaunlich vielen Synagogenbauten und über hundert jüdischen Friedhöfen.

AsKI e.V.: Neues von TSURIKRUFN!

TSURIKRUFN! Aus dem Beitrag des Schalke 04: Paul Eichengrün 1932 mit den Spielern, Foto: FC Schalke 04Seit der letzten Ausgabe von „kultur leben" hat sich rund um unser Projekt TSURIKRUFN! viel getan. Die Website www.tsurikrufn.de ist weiter gewachsen, auch 2022 kommen neue Erinnerungen hinzu.

Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung, Ulm : Essen als Bekenntnis

Egidius Mengelberg, Das letzte Abendmahl, 1834, Kopie nach Leonardo da Vinci, Öl auf Leinwand, Museum Brot und Kunst, Foto: Micha Wolfson, UlmEssen ist mehr ist als bloße Nahrungsaufnahme. Es ist familiäre Tradition, kulturelle Heimat, Repräsentation und manchmal auch ein Experiment. Essensrituale, -vorschriften und -einschränkungen können ganz bewusste religiöse, politische oder weltanschauliche Bekenntnisse sein.

AsKI e.V.: Botschafterin deutscher Kultur in Italien

Maria Gazzetti, Foto: Kerstin Schomburg

Zum Abschied von Maria Gazzetti
Mit großem Dank verabschieden wir uns nach fast 10 Jahren erfolgreicher Arbeit von der Direktorin des Museums Casa di Goethe Maria Gazzetti. Die gebürtige Italienerin mit kulturellen Wurzeln in Deutschland blickt auf eine höchst erfolgreiche Dekade des römischen Museums zurück.

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) : Bühnenwelten

Karl Poppitz, Die Hermannsschlacht (Detail), Harzer Bergtheater Thale, 1957, Foto: Tobias TanzynaEintauchen in Theatergeschichte – analog, virtuell, immersiv!
Das Kleist-Museum lädt ein zu einer Sammlungspräsentation, die kaum spannender sein könnte, denn die Ausstellung wird experimentell durch eine virtuelle Präsentation erweitert.

Stiftung Lyrik Kabinett, München : Ein Readymade für das Lyrik Kabinett

‘Die Außenseite des Elements‘: Übergabe an das Lyrik Kabinett, Foto © Volker DerlathThomas Girsts und Jan Wagners Loseblattsammlung „Die Außenseite des Elementes" (1992–2001)

Deutsches Literaturarchiv Marbach : Über das Zubereiten von Archivalien

Das Archiv des Suhrkamp Verlags nach seiner Ankunft in den unterirdischen Marbacher Magazinen, Foto: Korner/DLAArchive präsentieren der Öffentlichkeit ihre Schätze in Lesesälen, mittels Datenbanken und Homepages. Man kann sie mit Restaurants vergleichen. Der Lesesaal funktioniert wie ein Speisesaal, in dem eine geschulte Bedienung Bestellungen entgegennimmt, berät, aufträgt und dafür sorgt, dass die Gäste möglichst viel konsumieren, lange bleiben und sich wohl fühlen.

Stiftung Schloss Friedenstein Gotha: Lotte Reimers - Ein Leben für die Keramik

Lotte Reimers, Foto: Ralf Ziegler

Im Oktober 2021 schreibt die Deidesheimer Keramikkünstlerin Lotte Reimers (geb. 1932) im Vorwort ihres „Bilderbogen 2020", der – wie seit 2009 in jährlicher Folge – eine Auswahl ihrer neuen Keramiken vorstellt: „...vielleicht eine Art Abschiedsgruß. Obgleich ich immer wieder ‚keramische Gelüste' habe und die Hoffnung auf ein paar neue ‚Töpfe' nicht aufgebe."

AsKI e.V.: Engagement echter Mäzene - Maecenas-Ehrung 2021 an Anita und Günter Lichtenstein

Professor G. Ulrich Großmann übergibt die Maecenas-Urkunde an Günter und Anita Lichtenstein, Foto: Candy Welz, Weimar

Aufgrund der Pandemie musste im letzten November der Festakt im Bauhaus Museum Weimar für Anita und Günter Lichtenstein kurzfristig abgesagt werden. Am 19. März konnte jetzt das Thüringer Unternehmerpaar die Maecenas-Ehrung des AsKI am gleichen Ort in Empfang nehmen – vor geladenem Publikum, darunter die ehemaligen Preisträger Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach und Sabine Schubert.

Museum für Sepulkralkultur: Rauchen kann tödlich sein!

Tabakspfeife, Zedernholz, Horn, Elfenbein, Porzellan, Silber, Textil, um 1800, Foto: Museum für Sepulkralkultur, Kassel

Mein Lieblingsobjekt: Eine Tabakspfeife als Vanitasobjekt
Die Kenntnis von der gesundheitsschädlichen Wirkung des Rauchens hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Vielzahl teils gesetzlich verankerter Maßnahmen geführt, um den Einstieg in die Tabaksucht zu erschweren bzw. die Abhängigkeit vom Rauchen zu minimieren.

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