INFO

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Casa di Goethe

Via del Corso, 18 (Piazza del Popolo)

00186 Roma

Italien

www.casadigoethe.it

 

Träger der Casa di Goethe AsKI e.V.

Vorsitzender des AsKI e.V.
Dr. Wolfgang Trautwein

Leiterin der Casa di Goethe
Dr. Maria Gazzetti

 

Telefon
(0039) 06 32 65 04 12

Fax
(0039) 06 32 65 04 49

E-Mail:
info@casadigoethe.it

 

Öffnungszeiten

10-18 Uhr, Mo geschlossen
Benutzung der Bibliothek und Führungen nach Voranmeldung
So 11 Uhr: Führungen in italienischer Sprache

 

Veröffentlichungen

  • Ausstellungskataloge
  • Faltblätter
  • Videofilm
  • DVD / CD

»Goethe am Fenster seiner Wohnung in Rom«. Aquarellierte Tuschzeichnung von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, 1787

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"den ganzen Tag gezeichnet." - Die italienischen Zeichnungen Goethes

Eine Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar in Zusammenarbeit mit der Casa di Goethe

Casa di Goethe, Rom 21.9. - 9.12.2012

 

J.W. Goethe : Felsentor und Parkweg 1787, GGz 1959 - Foto: Klassik Stiftung Weimar Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe ist ein fleißiger Zeichner gewesen: 2600 Blätter stammen von seiner Hand, Hunderte davon zeigen italienische Motive. Anlässlich der Erweiterung der Casa di Goethe wird nun in Rom vom 21. September bis 9. Dezember 2012 eine Auswahl von 51 bisher noch nie gezeigten und frisch restaurierten italienischen Originalzeichnungen Goethes aus dem Besitz der Klassik Stiftung Weimar präsentiert.


Erst seine Italienreise von 1786-88 und das Leben in der Künstler-WG am Corso, wo sich heute die Casa di Goethe befindet, bringen Goethe als Zeichner wirklich voran. Denn der Privatunterricht, den der vielseitige junge Dichter und Weimarer Minister bisher bei bekannten Künstlern genossen hatte, war weder systematisch noch akademisch ausgerichtet. In seinem Sehnsuchtsland Italien gibt Goethe sich bezeichnenderweise als „Maler Philip Möller" aus, will hier seine Talente entdecken und austesten. Dafür nimmt er sich alle Zeit, die er braucht. Auch hier bekommt er keine akademische Unterweisung im klassischen Sinn, sondern anregende Privatstunden bei deutschen Künstlern wie Johann H.W. Tischbein, Friedich Bury, Christian G. Schütz, Albert C. Dies oder Jacob Philipp Hackert. Vor allem Hackert übt mit dem „Zeichnen nach der Natur" großen Einfluss auf Goethe aus. Viele der italienischen Bildmotive wird er in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgreifen.


Mt Unterstützung des Beauftragten für Kultur und Medien wurde der Weimarer Gesamtbestand der Goethezeichnungen vor kurzem restauriert. So konnten viele verborgene Perlen ans Licht geholt werden: von den rund 900 Zeichnungen mit italienischen Motiven sind bisher nur relativ wenige ausgestellt und publiziert worden. Mit der Präsentation in der Casa di Goethe wird der Blick jetzt auf weniger bekanntes Italien-Material gerichtet.


Zeitlebens zweifelt Goethe an der Qualität seiner Arbeiten. An Frau von Stein schreibt er 1776: „Ich habe viel gezeichnet sehe nur aber zu wohl dass ich nie Künstler werde", und streng urteilt er noch 1829, dass „ich in Italien in meinem vierzigsten Jahre klug genug war, um mich selber insoweit zu kennen, dass ich kein Talent zur bildenden Kunst habe."

 

Die Ausstellung in der Casa di Goethe korrigiert diese Selbsteinschätzung: Landschaften, Tempel, Architektur- und Anatomiestudien lassen den Besucher das zeichnerische Talent eines Dichterfürsten entdecken, der bis zu seinem Lebensende gerne zum Bleistift greift. Und seine Begeisterung spüren: „Ich bin hier sehr glücklich, es wird den ganzen Tag bis in die Nacht gezeichnet, gemalt, getuscht, geklebt, Handwerk und Kunst recht ex professo getrieben." (28.9.1787)

 

Dorothee Hock

 

„den ganzen Tag gezeichnet." Die italienischen Zeichnungen Goethes
Eine Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar
in Zusammenarbeit mit der Casa di Goethe
Casa di Goethe, 21.9. - 9.12.2011
Kuratoren: Hermann Mildenberger und Margarete Oppel

Katalog IItalienisch/Deutsch:
„den ganzen Tag gezeichnet". Die italienischen Zeichnungen Goethes
Hg. von Ursula Bongaerts. Mit einem Beitrag von Hermann Mildenberger und einem Katalogteil von Margarete Oppe
184 Seiten, zahlr. S/w. u. farb. Abbildungen
ISBN 978-3-930370-29-0, Preis 22,00 €
Hier erhältlich im AsKI-Shop

 



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