Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum: Christoph Perels scheidet als Direktor aus

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Mit seinem 65. Geburtstag, am 12. Mai 2003, endet für Prof. Dr. Christoph Perels die langjährige Amtszeit als Direktor des Freien Deutschen Hochstifts, das, ebenso wie das Bauhaus-Archiv, zu den Gründungsmitgliedern des AsKI gehört.

Mit der Ernennung zum Hochstiftsdirektor 1983 tauschte der Literaturwissenschaftler die 1971 begonnene Hochschullaufbahn gegen das Amt eines Hüters bedeutender literarischer und kunsthistorischer Schätze am Großen Hirschgraben ein.

Prof. Dr. Christoph Perels, © Foto: privatVon nun an galt es, die hier verwahrten Autographen, Dichter-Nachlässe, Dokumente, Bücher und Bilder zu betreuen und zu mehren. Unter den zahlreichen Neuerwerbungen seien die Briefe des jungen Goethe an Auguste Gräfin zu Stolberg, eine erhebliche Anzahl Eichendorffscher Werkhandschriften und große Bestände an Hofmannsthal-Autographen genannt. Als Repräsentant der Institution vertrat er das Freie Deutsche Hochstift in zahlreichen Gremien, darunter im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks. In seine Amtszeit fiel auch der schwierige Umbau des Institutsgebäudes. Dass das Haus am Großen Hirschgraben die seit 1997 bestehenden, verbesserten räumlichen Gegebenheiten nicht ungenutzt ließ, ist nicht zuletzt seinem Engagement für eine zwar in der Tradition stehende, aber sie auch verändernde Erweiterung der Institutsaktivitäten zu verdanken. Das seit nunmehr fünf Jahren etablierte Kulturprogramm - mit mehreren Ausstellungen im Jahr (darunter die wichtige Ausstellung "'Ein Dichter hatte uns alle geweckt'. Goethe und die literarische Romantik", 1999), mit Lesungen, Rezitationen, Vorträgen, Musikabenden - sollte nach seinem Willen eine stärkere Öffnung nach außen, auch in Richtung auf ein neues und jüngeres Publikum, bewirken und zur Kulturvermittlung beitragen. Dies ist ihm gelungen. Ebenso wie Peter Hahn gehörte Christoph Perels von 1999-2003 dem Aufnahmeausschuss des AsKI an.

 

AsKI KULTURBERICHTE 1/2003

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