Filmmuseum Berlin - Sonderausstellung Götterdämmerung: Luchino Viscontis deutsche Trilogie

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Bis zum 16. November 2003 zeigt das Filmmuseum Berlin in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen, Ausstellungsmacher und Autoren Wolfgang Storch eine Sonderausstellung zur "deutschen Trilogie" des Filmregisseurs Luchino Visconti (1906-1976).

 

Mit seinen Filmen "La caduta degli dei"(Götterdämmerung/Die Verdammten, 1969), "Morte a Venezia" (Tod in Venedig, 1971) und "Ludwig" (Ludwig II.,1973) reagierte der Regisseur Visconti auf die politische Lage in Europa um 1970 und erwies sich zugleich als genauer Beobachter der deutschen Kultur und Geschichte.

Luchino Visconti, La caduta degli dei (Götterdämmerung/Die Verdammten, 1969), © Foto: Filmmuseum Berlin

Der Kurator Wolfgang Storch stellt die Tafel, an der sich die Familie Essenbeck alias Krupp in Viscontis "La caduta degli dei" in der Nacht des Reichstagsbrandes versammelt, in den Mittelpunkt seiner Ausstellungsinszenierung: Hier stoßen die unterschiedlichen Machtinteressen aufeinander, hier nehmen die Intrigen des SS-Hauptsturmführers Aschenbach ihren Anfang. Der Tisch ist zugleich Ausgangspunkt für eine künstlerische Installation des Berliner Dokumentarfilmers und Regisseurs Thomas Heise, der Viscontis Filmbilder neu erfahrbar macht. Ein großer Arbeitstisch prägt auch den "Werkstatt-Raum", in dem Exponate aus dem Nachlass von Luchino Visconti sowie Kostümentwürfe und Werkaufnahmen Einblicke in die Arbeit an der "deutschen Trilogie" ermöglichen.

 

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog (ca. 80 Seiten) mit Texten von Visconti sowie Zeitzeugnissen, Interviews mit den beteiligten Künstlern und einem Essay zu Viscontis deutscher Trilogie.
Die Sonderausstellung wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

 

 

AsKI KULTURBERICHTE 2/2003

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