Akademie der Künste hat das literarische Archiv von Christa Wolf erworben

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Die Stiftung Archiv der Akademie der Künste hat das literarische Archiv der Schriftstellerin Christa Wolf erworben, das für die Geschichte der deutschen Literatur seit 1945, insbesondere auch für die Literatur- und

Kulturgeschichte der DDR, von zentraler Bedeutung ist und durch seine Dichte und Vollständigkeit besticht.

 

Christa Wolf, Vorstudien zu <Kassandra>, Manuskriptseite, ©   Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Berlin Es umfasst 20.000 Blatt Werkmanuskripte mit vielen Entstehungsvarianten, darunter auch der bekanntesten Werke Christa Wolfs wie "Der geteilte Himmel", "Nachdenken über Christa T.", "Kindheitsmuster", "Kein Ort. Nirgends" und "Kassandra".

 

Hinzu kommen 6.500 Blatt Tagebücher aus der Zeit zwischen 1946 und 1999 sowie 10.000 Blatt persönliche Korrespondenz, u. a. mit Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher, Heinrich Böll, Volker Braun, Günter de Bruyn, Hilde Domin, Erich Fried, Max Frisch, Franz Fühmann, Louis Fürnberg, Ralph Giordano, Günter Grass, Peter Härtling, Christoph Hein, Stephan Hermlin, Ernst Jandl, Walter Jens, Uwe Johnson, Paul Parin, Brigitte Reimann, Luise Rinser, Anna Seghers, Erwin Strittmatter, Peter Weiss, Charlotte Wolff.

 

Nicht nur mit Autorenkolleginnen und -kollegen, sondern auch mit ihren Lesern pflegt Christa Wolf intensive Briefwechsel, wobei diese zugleich eine zeitgeschichtlich herausragende Quelle für die Lebenssituation in der DDR und der Zeit nach der Vereinigung darstellen. Die Leserpost und die Korrespondenz mit Institutionen umfasst im Christa Wolf-Archiv weitere 25.000 Blatt.

 

Die Akademie der Künste plant, das Christa Wolf-Archiv im Frühjahr 2004 mit einer Ausstellung vorzustellen.

 

AsKI KULTURBERICHTE 2/2002

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