Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung: Die bauhaus_werkstatt – ein neues Format der kulturellen Bildung

Dank der Unterstützung des AsKI und in Kooperation mit Jugend im Museum e.V. konnte dieses Angebot im ersten Halbjahr 2016 kostenfrei sowie ohne Anmeldung besucht werden; durch die Förderung durch die Ikea-Stiftung im 2. Halbjahr gelang es zudem, die bauhaus_werkstatt für das gesamte Jahr zu verstetigen. Gezielt richtet sich das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung mit der bauhaus_werkstatt an Familien sowie an einzelne Kinder und Jugendliche aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Museums, um diese künftig stärker an Ausstellungen und Veranstaltungen des Museums zu binden. Selbstverständlich sind auch zufällig vorbeikommende nationale und internationale Besucher des Museums immer willkommen.

Praktisches Arbeiten in der bauhaus_werkstatt, Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin, Foto: Piotr Bialoglowicz, Jugend im Museum e.V. Zum Auftakt der bauhaus_werkstatt stimmen von Museumspädagogen begleitete Museumsrundgänge in kleineren Gruppen die Besucher auf das jeweilige Thema aus den Bereichen Architektur, Design und Kunst am Bauhaus ein und liefern die ersten Impulse für die eigene kreative Arbeit. Im Pavillon erwarten die Teilnehmer dann auf Tischen ausgebreitete Materialien und kleine Karten mit Gestaltungsvorschlägen in drei Schwierigkeitsstufen, die entweder direkt übernommen werden können oder als Anregung für eigene Ideen dienen mögen. Jeweils zwei Museumspädagogen stehen mit praktischen Hilfestellungen bei der Handhabe der Werkzeuge zur Seite (besonders Laubsäge und Heißklebepistole fanden hier großen Anklang), unterstützen aber auch bei den Umsetzungen von ambitionierten Vorhaben – etwa dem Nachbau der markanten Silhouette des Museumsgebäudes. Thematisch standen im ersten Halbjahr die Architektur des Bauhaus-Archivs, Proportionen und Maßeinheiten, Holzdrucke sowie Papierarbeiten im Fokus. Bei der Arbeit mit Papier bot die aktuelle Sonderausstellung „Textildesign heute – vom Experiment zu Serie" Anlass, sich mit der Technik des Webens zu beschäftigen: Aus Papierstreifen entstanden nicht nur Untersetzer und Buchumschläge, sondern auch dreidimensionale Kuben und Körbe, die die Teilnehmer begeistert mit nach Hause trugen.

Es ist ein großer Erfolg, dass schon gleich zu Beginn der bauhaus_werkstatt jeden Samstag durchschnittlich 20 Teilnehmer – meist Kinder mit einem begleitenden Elternteil – in die bauhaus_werkstatt kamen, ein Viertel von ihnen nutzte das Angebot der offenen Werkstatt sogar mehrmals. Für die Zukunft wünschen wir uns, diesen anregenden Austausch in der Werkstatt fortzusetzen sowie vermehrt Kinder aus der Nachbarschaft sowie Jugendliche einzubeziehen.

Dr. Astrid Bähr

wissenschaftliche Referentin am Bauhaus-Archiv

AsKI KULTUR lebendig 2/2016

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