Umstrukturierung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation

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Das Kuratorium der Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Bonn hat auf einer Sitzung Anfang Januar 2004 weitreichende Beschlüsse zur Zukunft der Stiftung getroffen, die seit 2001 auch Mitglied im AsKI ist.

 

Die vier "Museen für Kommunikation" in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg und Nürnberg bleiben auch künftig erhalten. Ebenfalls bleibt das "Archiv für Philatelie" am Sitz der Stiftung in Bonn bestehen. Gleichzeitig wurde festgelegt, die in Bonn vorhandene Hauptverwaltung der Stiftung aufzulösen und die Steuerung der Museumsarbeit künftig unmittelbar von einem der Museen aus vorzunehmen. Damit einher geht eine Reduzierung der Personalressourcen und eine Reduzierung des jährlichen Budgets von bislang rund 15 Mio. EUR auf künftig maximal 12 Mio. EUR.

Vorangegangen war im Verlaufe des Jahres 2003 eine z. T. kontrovers geführte Debatte zwischen den Unternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom, die das Budget der Stiftung bereitstellen, und dem Bundesministerium der Finanzen, das die Rechtsaufsicht über diese öffentlich-rechtliche Stiftung wahrnimmt. Landespolitiker in Hamburg und in Bayern hatten sich engagiert für einen Erhalt auch der beiden kleineren Museen in Hamburg und Bayern eingesetzt.

Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation wurde 1995 als öffentlich-rechtliche Stiftung mit Sitz in Bonn gegründet. Im Zuge der Postreform übernahm diese Stiftung die Trägerschaft für die ehemaligen Postmuseen in Deutschland. Insgesamt gab es bei Stiftungsgründung rund zehn verschiedene Museen und Sammlungen, die in einer ersten Konsolidierungsphase auf die heute vorhandenen vier Standorte konzentriert wurden. Historisch gesehen gehen die Wurzeln dieser Museumsgruppe auf das 1872 gegründete "Reichspostmuseum" in Berlin zurück.

Hinsichtlich der Finanzierung der Stiftung wurde im Zuge der Postreform festgelegt, dass die beiden Unternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom je zur Hälfte die erforderlichen Zuschüsse für die Museumsarbeit bereitstellen. Es liegt in dieser Stiftungskonstruktion ein in Deutschland bislang einzigartiges Beispiel für eine Public-Private-Partnership vor. Besonders vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass es der Vorsitzenden des Kuratoriums, der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Barbara Hendricks, gelungen ist, diesen Beschluss herbeizuführen.

 

AsKI KULTURBERICHTE 1/2004

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