Themenjahr 2003: "ALTERnativen. Auf dem Wege zu einer Alterskultur"

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Bereits die vorhergehenden halleschen Themenjahre "Kind und Kindheit" (2000), "Religion" (2001) und "Wissenschaft in Verbindung mit dem 500-jährigen Jubiläum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" (2002) stießen auf großes Interesse und positive Resonanz weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.


Das Jahr 2003 widmet sich nun unter dem Titel "ALTERnativen. Auf dem Wege zu einer Alterskultur" dem Thema Alter. Dieses Themenjahr möchte den öffentlichen Diskurs über den Umgang mit dem Alter und dem Alten in unserer Gesellschaft anregen und zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen.

 

Berenice Abbott (1898-1991), Die Hände von Jean Cocteau, um 1925/30, Fotografie, Fotomuseum im Münchener Stadtmuseum, © Foto: Katalog

Unter der Federführung der Franckeschen Stiftungen beteiligen sich am Themenjahr über 100 kulturelle, wissenschaftliche, kirchliche, soziale und pädagogische Einrichtungen der Stadt Halle. In einem reichhaltigen und vielfältigen Programm mit über 500 Veranstaltungen werden u. a. Modelle des Alterns und des Lebens im Alter aus Vergangenheit und Gegenwart vorgestellt. Der demographische Wandel und die Lebensphase "Alter" sollen hier nicht ausschließlich als Problem, sondern in erster Linie als Gewinn wahrgenommen werden. Aber nicht nur das Alter als Lebensphase steht im Mittelpunkt des Interesses. So beschäftigt sich eine Vielzahl von Veranstaltungen in engerem Sinne mit dem Alter(n) und dem Wert des Alten in der Sachkultur. In Ausstellungen, Vorträgen, Tagungen, Seminaren, Theater, Film, Lesungen, Gesprächen, Führungen u. a. nähern sie sich dem Themenspektrum aus kunst-, kultur- und sozialhistorischer wie auch gesellschaftspolitischer Perspektive.

Das Themenjahr wurde am 22. März 2003 offiziell eröffnet. Christel Riemann-Hahnewinkel, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass diese Initiative zum Thema "Alter" deutschlandweit einzigartig ist. Auch der Festredner Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Ministerpräsident a. D., würdigte vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung die "Antworten aus der Provinz" als wichtigen Impuls für einen zukunftsfähigen, gesellschaftlichen Diskurs.

Zwei symbolische, weithin sichtbare Bauwerke dienen als Erkennungszeichen für das Themenjahr: Eine begeh- und bespielbare "Brücke der Generationen" begleitet vor dem Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen das Themenjahr. Diese Brücke sowie eine auf dem Kopf stehende, an einem zentralen Ort in der Stadt aufgestellte "Alterspyramide" regen auch abseits der zahlreichen Veranstaltungen zum Nachdenken und Nachfragen an.

Anke Michler

Leiterin der Abt. Öffentlichkeitsarbeit der Franckeschen Stiftungen zu Halle an der Saale

 

 

AsKI KULTURBERICHTE 2/2003

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