AsKI e.V. - KULTUR lebendig

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Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei ihrer Rede zum 50-jährigen Jubiläum des AsKI am 30. Mai 2017 in der Akademie der Künste Berlin, Foto: Ekko von Schichow, Berlin

Nicht jeder Liebhaber ist ein Sammler, aber in jedem Sammler steckt ein Liebhaber – und einem solchen Liebhaber hat der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk in seinem wunderbaren Roman „Das Museum der Unschuld" das schönste Denkmal gesetzt, das wohl je einem Sammler zuteil wurde.

Festveranstaltung des AsKI in der Akademie der Künste am 30.5.2017,  v.l.n.r. Staatsministerin Prof. Monika Grütters,  Kathrin Röggla, Dr. Wolfgang Trautwein, Foto: Ekko von Schwichow, Berlin

Sieben selbständige, vom Bund unterstützte Kultureinrichtungen gründeten 1967 einen Zusammenschluss, um ihre Interessen gemeinsam gegenüber dem Bund zu vertreten. Dieser Zusammenschluss, im Lauf der Jahre auf 36 angewachsen, repräsentiert eindrucksvoll die kulturelle Vielfalt in Deutschland und die Bedeutung des Sammelns für das kulturelle Gedächtnis.

Titelbild KULTUR lebendig 2/17: , 50 Jahre AsKI - 20 Jahre Casa di Goethe

In den 50 Jahren seines Bestehens sei es dem AsKI „gelungen, dem kulturellen Gedächtnis eine klar und kraftvoll vernehmbare Stimme zu geben und die Bedeutung des Sammelns und der privaten Kulturförderung für unsere Gesellschaft ins öffentliche Bewusstsein zu rücken: durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen, in denen sich unterschiedliche Kompetenzen und Blickwinkel seiner Mitglieder auf inspirierende Weise verbinden, aber auch als Träger der Casa di Goethe in Rom".

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Anne Bohnenkamp-Renken, geboren 1960, ist seit 2003 Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethehaus, seit 2012 zudem Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Publizistik in Göttingen und Florenz und promovierte 1992 über Goethes „Faust".

Das mehrsprachige Wörterbuch Englisch-Telugu -Tamil-Latein von Benjamin Schultze (1689-1760), ursprünglich zur Übersetzung des Alten und Neuen Testaments und zur Vorbereitung von Predigten in den Jahren 1728 bis 1732 angelegt, bildet ein hervorragendes Beispiel für die Herausbildung der vergleichenden Sprachwissenschaft, als einer deren Pioniere Schultze heute gilt, Franckesche Stiftungen zu Halle an der Saale

Mit dem Projekt „Restaurierung früher religions-, sprach- und naturwissenschaftlicher Studien von Missionaren in Südindien" bewarb sich das Studienzentrum August Hermann Francke um eine Förderung durch die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK).

Im Containerhafen, Foto: © Michael Lindner und FEZ-Berlin

Die Franckeschen Stiftungen haben es sich mit ihrer Neugründung 1991 zur Aufgabe gemacht, nicht nur das materielle Erbe ihres Gründers August Hermann Francke (1663–1727) zu bewahren, sondern auch mit ihren Aktivitäten an die Intentionen des Pietisten anzuknüpfen.

Heinrich Zille, ‘Zille-Hofballett‘, 1929, Linolschnitt, Foto: © Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch

100 Jahre liegt der Beginn der ersten deutschen Demokratie nun zurück. Die Menschen dieser Zeit erlebten große politische und gesellschaftliche Umwälzungen, das Trauma des Ersten Weltkrieges, soziales Elend, aber auch eine besondere Blüte der Kunst und Kultur.

Schloss Gottorf, Südfassade, © Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf

Mit der Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, für die Erweiterung und Modernisierung der Landesmuseen auf Schloss Gottorf Fördermittel in Höhe von 15,6 Millionen Euro bereitzustellen, steht fest: Mit der Umsetzung des Masterplans für ein neues Schloss Gottorf kann bereits 2017 begonnen werden.

Heinrich Zille, ‘Zille-Hofballett‘, 1929, Linolschnitt, Foto: © Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch

100 Jahre liegt der Beginn der ersten deutschen Demokratie nun zurück. Die Menschen dieser Zeit erlebten große politische und gesellschaftliche Umwälzungen, das Trauma des Ersten Weltkrieges, soziales Elend, aber auch eine besondere Blüte der Kunst und Kultur. Die Ausstellung „Spannungsfeld Weimar. Kunst und Gesellschaft 1919 – 1933" nimmt das Jubiläum der Weimarer Republik, verknüpft mit kulturellen und gesellschaftlichen Errungenschaften wie dem Bauhaus oder dem Frauenwahlrecht, zum Anlass, den Besuchern diese ereignisreichen, von starken Gegensätzen gekennzeichneten Jahre im Kreuzstall auf der Gottorfer Schlossinsel nahe zu bringen.

Quelle: edition text + kritik, München

„Peter Beauvais. Vielfalt als Konzept" – damit startet eine Schriftenreihe, die sich vollständig dem Fernsehen in Deutschland widmet. Gemeinsam herausgegeben von der Deutschen Kinemathek und dem Archiv der Akademie der Künste, Berlin, sollen auf diese Weise Mannigfaltigkeit und Reichtum der entsprechenden Archivbestände beider Institutionen in Monografien dokumentiert werden.

Hannah Höch, 1974, Foto: Dietmar Bührer (wikipedia)

Hannah Höch zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt machten sie vor allem ihre Papiercollagen, mit denen sie sich bissig-pointiert zur politischen und sozialen Situation ihrer Zeit äußerte.

  Leonid Pasternak,  Skizze für Ölgemälde Rainer Maria Rilkes  (aus dem Besitz der Familie Rilke-Beyer), © Familie Rilke-Beyer

"Daß Russland meine Heimat ist, gehört zu den jenen großen und geheimnisvollen Sicherheiten, aus denen ich lebe."
Rainer Maria Rilke

Auguste Rodin, Johannes der Täufer, 1878-80  Bronze, grün und schwarz patiniert, © Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Fotos: Lars Lohrisch

Der französische Bildhauer Auguste Rodin (1840–1917) gilt als bedeutender Wegbereiter der Moderne. Mit seinen für die Zeitgenossen irritierend realistischen und oftmals fragmentarischen Skulpturen revolutionierte er die Bildhauerkunst der Jahrhundertwende.

Johann Heinrich Füssli (1741–1825), Der Nachtmahr, 1790/91, Öl auf Leinwand, Freies Deutsches Hochstift – Frankfurter Goethte.-Museum, Foto: David Hall

„Zu den am wenigsten erforschten Bereichen der Kunst zählen die Träume."

Füssli, Aphorismus 231

Heinrich Detering, Präsident der DASD, Foto: © Ohlbaum

„Am Anfang war das Wort" – dieser Beginn des Johannesevangeliums setzt das Leitmotiv für das Jubiläumsprogramm „Luther 2017" und bekräftigt damit noch einmal Luthers Devise, Gott wolle nicht, „dass du überall nach ihm tappest, sondern wo das Wort ist, da tappe nach, so ergreifest du ihn recht." (Wider die Schwarmgeister 1526, WA 19, 492, 19).

Johann Wolfgang von Goethe, Luther / Wer redlich ficht /  wird gekrönt. Weimar d. 5. Jan. 1814 Goethe, © Goethe Museum Düsseldorf / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

„Und so sind denn die Deutschen erst ein Volk
durch Luthern geworden."

Goethe an A.O. Blumenthal, Weimar den 28. Mai 1819.

Indianer mit Papagei  aus: Trachtenbuch des Christoph Weiditz, 1530/40, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Welche Folgen hatte die Reformation für das Europa des 16. Jahrhunderts? Was machte dieser Glaubenskonflikt mit der Gesellschaft? In einer großen Sonderausstellung (13. Juli – 12. November 2017) anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 stellt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg erstmals die Auswirkungen der religiösen Auseinandersetzung in einen breiten mentalitäts- und kulturgeschichtlichen Kontext.

Veit Stoß, Der Heilige Veit im Ölkessel, 1520, Lindenholz, Foto: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Helden, Märtyrer, Heilige – Menschen sind fasziniert von mutigen Heroen, willensstarken Visionären und entschiedenen Kämpfern für die (vermeintlich) richtige Sache. Geschichten über sie begeistern, zugleich motivieren sie, es den Protagonisten nachzutun.

Franz Marc, ‘Möwenschwarm über dem Meer‘, 1906, Foto: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Sie zählen zu den kostbarsten Schätzen der Graphischen Sammlung: die Skizzenbücher von Franz Marc. Die Empfindlichkeit dieser exquisiten Zeichnungen bringt es mit sich, dass sie nur für zeitlich begrenzte Zeit aus dem Depot der Graphischen Sammlung ans Licht der Öffentlichkeit kommen dürfen.

Dehmelhaus in Hamburg-Blankenese, Foto: Franz Fechner, Bonn

Karl Schmidt-Rottluff und Max Liebermann, Alma Mahler und Richard Strauss, Thomas Mann, Paul Claudel, Gerhart Hauptmann, dazu Walther Rathenau und natürlich Harry Graf Kessler – die Liste derer, die Richard Dehmel (1863-1920) einen Besuch abstatteten, ist lang.

Hermann-Hinrich Reemtsma (links) erhält die Maecenas-Urkunde aus den Händen von Dr. Wolfgang Trautwein, Foto: Andreas Weiss, Hamburg

Am 7. November 2016 verlieh der AsKI im Rahmen einer Festveranstaltung im Ernst Barlach Haus in Hamburg seine Maecenas-Ehrung an den Hamburger Mäzen Hermann-Hinrich Reemtsma für dessen „beispielgebendes vielseitiges Engagement, mit dem er das kulturelle und soziale Leben in Deutschland bereichert“.

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