AsKI e.V. - KULTUR lebendig

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Kultur stärkt Demokratie!

Mit der zunehmenden Nutzung von World Wide Web und Social Media war die Hoffnung verbunden, dass öffentliche Debatten nun allen Bevölkerungsgruppen zugänglich und dadurch Partizipation und Demokratie befördert werden. Doch wer beteiligt sich gegenwärtig tatsächlich an Diskussionen im Netz? Wie funktionieren Mechanismen der Meinungsbildung im digitalen Kontext?

Nachschöpfung im Atelier des Pre Bell Man von Anselm Baumann, ©  S Kösling, Museum für Kommunikation Frankfurt

Seit wenigen Wochen steht der Pre Bell Man des koreanischen Medienkünstlers Nam June Paik wieder vor dem Museum für Kommunikation. Der multimediale Reiter wurde 1989 zur Eröffnung des Neubaus von dem Architekten Günther Behnisch in Auftrag gegeben.

Telefonapparate im Depot Heusenstamm des Museums für Kommunikation Frankfurt, © Bert Bostelmann MSPT / Museum für Kommunikation Frankfurt

Als das Museum für Kommunikation Frankfurt im Jahre 1999 sein jetziges zentrales Depot in Heusenstamm (Kreis Offenbach) bezog, geht für viele Mitarbeiter ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Zuvor war die Sammlung auf sieben Standorte in Frankfurt und im Umland verteilt, nun bietet die insgesamt 15.000 m2 große Liegenschaft die großzügigsten Räumlichkeiten: Im Erdgeschoss – mit großen Toren und einer Hebebühne leicht zugänglich – stehen gut 3.500 m2 für die größten Objekte zur Verfügung. 3.000 m2 werden vom Archiv, dem Restaurierungsatelier, Werkstätten, Funktionsräumen und Büros für die zwölf Sammlungsmitarbeiter eingenommen.

Titelbild KULTUR lebendig 2/19: Grünes Licht für Beethoven - Beethovenampel, Foto: Bundesstadt Bonn

Wie kann man die Besucher als aktive Partner des Museums einbeziehen, wie einen Bezug der musealen Inhalte zur aktuellen Lebenswelt herstellen? Zu diesen Fragen, die die derzeitige Debatte in der Museumslandschaft prägen, gibt das vorliegende Heft gleich drei Einblicke...

 

Deutsches Hygiene-Museum in Dresden, Foto: Franz Fechner, Bonn

Schon auf früheren Fachtagungen hat sich der AsKI mit Fragen der Kulturvermittlung beschäftigt, etwa mit der kulturellen Bildung an Ganztagsschulen oder dem Museum und der Kultureinrichtung als „Integrationsort".

 

Cover Kulturinstitute im Horizontwandel, Foto: AsKI e.V.

2017 feierte der AsKI das 50-jährige Jubiläum seiner Gründung – Anlass für zahlreiche seiner Mitgliedsinstitute, im vorliegenden Band ihre eigene, teilweise sehr viel längere Geschichte zu resümieren, die aktuelle Position zu bestimmen und einen Ausblick in die Zukunft zu werfen.

Screenshot Ken-Adam-Archiv: Tempel und Kathedralen,  ken-adam-archiv.de

Digitalisierung geht alle an. Sie ist eine Kernaufgabe aller Einrichtungen, die sich mit dem kulturellen Erbe befassen, dieses erschließen und erforschen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.

14. März 1803, Brief an Ulrike von Kleist [Fragment],  Foto: © KleistMuseum

Am 21. November 2016 erreichte das Kleist-Museum eine Mail des Frankfurter Stadtarchivars: „Liebe Kollegen, beim ZVAB fand ich folgende – aber ziemlich teure – Kleist-Handschrift." Die Nachricht elektrisierte, eine kleine Sensation, dass bei ZVAB ein Kleistautograph angeboten wurde und „sensationell" auch der Preis: 35.000 € für einen Brief-Abschnitt, sieben Zeilen Kleist mit Unterschrift und Datumszeile

Blick in die Ausstellung, Schüler der Klassen 3 und 4 Klassen der GTS Oslebshauser Heerstraße im Atelierhaus Roter Hahn, Foto: © VG Bildkunst, Bonn 2018 / Gerhard-Marcks-Haus, Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus ist ein Museum in der Stadtmitte Bremens. Neben der traditionellen Museumsarbeit hat unser Team in den letzten zehn Jahren viel Erfahrung im Bereich des „outreach" gesammelt, bei dem es darum geht, Bildung - etwa durch Angebote auch außerhalb des Museums - Personen zugänglich zu machen, die bisher aus verschiedenen Gründen nicht erreicht wurden.

Tonbandmitschnitte des 1. Frankfurter Auschwitz Prozesses im Magazin des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden, Foto: Hessisches Landesarchiv – Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Vier Tage lang beriet sich das internationale Komitee im Hauptquartier der UNESCO am Place de Fontenoy in Paris. Dann gab die Generaldirektorin der Sonderorganisation der Vereinten Nationen, Irina Bokova, am 30. Oktober 2017 die Aufnahme der Verfahrensunterlagen und Tonbandmitschnitte des 1. Frankfurter Auschwitz Prozesses in das Weltdokumentenerbe der UNESCO bekannt

Das Deutsche Rundfunkarchiv ‘Standort Potsdam-Babelsberg‘, Foto: © Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)

1952: in diesem Jahr wird Elizabeth II. Königin von Großbritannien, die BILD-Zeitung erscheint das erste Mal, das NWDR-Fernsehen nimmt seinen offiziellen Sendebetrieb auf – und die in der ARD zusammengeschlossenen Rundfunkanstalten NWDR, BR, HR, RB, SDR und SWF gründen als erste Gemeinschaftseinrichtung das Lautarchiv des deutschen Rundfunks, das heutige Deutsche Rundfunkarchiv.

Casa di Goethe: Die Bibliothek des Deutschen Künstlervereins, Foto: Martin Claßen

Seit 2012 verwahrt die Casa di Goethe den Nachlass des Deutschen Künstlervereins, der von 1845 bis zum Eintritt des Königreichs Italien in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1915 die Interessen der deutschsprachigen Künstler in Rom vertrat.

Gordon Parks, Martin Luther King Jr., Washington, D.C., 1963, Schwarz-Weiß-Fotografie, © Courtesy of The Gordon Parks Foundation

Realistische Malerei in Amerika in der Mitte des 20. Jahrhunderts ist mit Namen wie Alice Neel, Andrew Wyeth und natürlich Edward Hopper verbunden. Ihnen folgen die Künstler der Pop Art, wie Andy Warhol und Claes Oldenburg sowie des Fotorealismus, der unter anderem von Künstlern wie Chuck Close, Robert Bechtle und Audrey Flack geprägt wird.

Taten des Lichts: Mack & Goethe, Blick in die Ausstellung, Foto: Barbara SteingießerDie Farben sind „Taten des Lichts", schrieb Goethe in seiner 1400 Seiten umfassenden Farbenlehre, die er als sein wichtigstes Werk überhaupt betrachtete. Das Zitat ist Motto der repräsentativen Sonderausstellung, die vom 4. März bis zum 27. Mai 2018 im Goethe-Museum Düsseldorf gezeigt wird.

Faust-Labor, Biologie, © Goethe-Museum DüsseldorfDie Aktualität der Faust-Dichtung
Im November 2018 geht eine Meldung über einen Tabubruch durch die Presse, die aufschrecken lässt: In China sollen die ersten genmanipulierten Babys der Welt geboren worden sein.

UMBO (vermutl.), Collage zu ‘Berlin. Sinfonie der Großstadt‘, 1927, Foto:  Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin, Fotoarchiv

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen präsentiert gemeinsam mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn eine große Ausstellung zum Kino der Weimarer Republik. Anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der Republik werden die Interferenzen zwischen Kino, Kunst und Alltagskultur, die Innovationen des Filmhandwerks, sowie das Entstehen von Filmkritik und -theorie interdisziplinär betrachtet.

Blick in Saal 1, Foto: Oliver Killig

Über ein Drittel der deutschen Haushalte wird nicht von Menschen allein bewohnt – durch sie streifen Katzen, toben Hunde und flitzen Meerschweinchen. Ihre Anwesenheit ist für ihre zweibeinigen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner oft von einem nicht zu überschätzenden emotionalen Wert.

Ernteroboter, Lehrstuhl für Angewandte Mechanik der TU München im Rahmen des Europäischen Projekts CROPS (Clever Robots for Crops), © Uli Benz / TU München

Essen ist lebensnotwendig und weit mehr als bloße Ernährung. Es führt Menschen zusammen, ist mit Glück und Genuss, Identität und Kultur verbunden. So privat und alltäglich es sein mag: Im Essen steckt eine große politische Sprengkraft.

Maecenas-Ehrung 2017 v.l.n.r.: Florian Illies, Barbara Lambrecht-Schadeberg, Dr. Wolfgang Trautwein und Malte Boecker, Foto: Mani Wollner, Remagen

„Keiner für sich allein!"
(1. Thess. 5,11)

Mehr als 160 Gäste waren am 20. November 2017 der Einladung in den Kammermusiksaal des Bonner Beethoven-Hauses gefolgt, als im Rahmen eines Festaktes die 19. Maecenas-Ehrung des AsKI an Barbara Lambrecht-Schadeberg verliehen wurde.

Monika Schoeller mit der Ehrengabe ‘Nike‘ und der Marmorkopie des Bildniskopfes des Gaius Cilnius Maecenas, Foto: Alexander Paul Englert, Frankfurt a. M.

Die Verlegerin Monika Schoeller erhielt im Arkadensaal des Freien Deutschen Hochstifts – Frankfurter Goethe-Haus am 25. November 2018 die Maecenas-Ehrung. An die 200 Gäste waren der Einladung des AsKI gefolgt.

Das Lyrik-Kabinett in München, Foto: © panobilder.de, Dieter Lukas

„Ein Haus für Gedichte, das scheint eine ebenso schöne wie bei näherer Überlegung schwer zu verwirklichende Idee zu sein." Als Martin Mosebach diese Worte sprach, hatte die Idee bereits Gestalt angenommen.

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