Kleine Nachrichten: Fritz Lang - Sonderausstellung des Filmmuseums Berlin - Deutsche Kinemathek

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Dem Regisseur Fritz Lang (1890-1976) war die erste vom Filmmuseum Berlin konzipierte Sonderausstellung gewidmet (Januar bis April 2001).

250 Exponate stellten Leben und Werk des in Wien geborenen und in Beverly Hills gestorbenen Regisseurs in einen zeitgeschichtlichen Zusammenhang. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hatte Volker Schlöndorff übernommen. Fritz Lang war auch das Thema der Retrospektive der Internationalen Filmfestspiele Berlin im Februar dieses Jahres.

Kostümzeichnung ‘Maschinen-Maria‘, Entwurf: Änne Willkomm, Metropolis Regie: Fritz Lang, Deutschland 1927, Foto: Filmmuseum Berlin - Deutsche KinemathekMit klassischen Werken wie "Der müde Tod", "Dr. Mabuse, der Spieler", "Die Nibelungen", "Metropolis", "Frau im Mond" und "M" hat Fritz Lang zusammen mit seiner Drehbuchautorin Thea von Harbou (von 1922 bis 1933 auch seine Frau) den deutschen Film der Weimarer Republik geprägt. Über Paris nach Amerika emigriert, wurde Lang zu einem vielseitigen Hollywood-Regissseur ("Fury", "Hangmen Also Die", The Big Heat"). In den fünfziger Jahren kehrte er kurzzeitig nach Deutschland zurück ("Der Tiger von Eschnapur", "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse"). Am Ende seiner Karriere spielte Fritz Lang in Jean-Luc Godards Film "Le mépris" (1963) sich selbst.

Die Ausstellung präsentierte in zwölf Stationen Dokumente, Fotos, Requisiten, Architekturentwürfe, Drehbücher und Filmausschnitte. Erstmals waren auch Dokumente aus dem 1998 vom Filmmuseum Berlin erworbenen Teilnachlass des Regisseurs zu sehen, ergänzt um bisher nie gezeigte Exponate aus den Sammlungen des Filmmuseums Berlin, der Bibliothèque du film (Paris), des American Film Institute (Los Angeles) und von privaten Leihgebern. Filmausschnitte und Hörstationen mit Statements von Kollegen zur Arbeit von und mit Fritz Lang ergänzten die Präsentation.

51. Internationale Filmfestspiele Berlin, Foto: Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek

AsKI KULTURBERICHTE 1/2001

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