Abb:: Das Literaturmuseum der Moderne in Marbach, Foto: Valentin Wormbs, Stuttgart
Das Schiller-Nationalmuseum
wurde 1903 unter dem Namen „Schillermuseum und -archiv" in Marbach am Neckar eröffnet – als Gedenk- und Forschungsstätte, als Sammelort für all jene Lebenszeugnisse und Erinnerungsstücke, die seit Friedrich Schillers Tod nach Marbach gelangt waren, als Archiv für andere berühmte Dichter und Schriftsteller aus Schwaben. Getragen wurde das Haus vom 1895 gegründeten Schwäbischen Schillerverein. Bereits 1859 war Schillers Geburtshaus vom Marbacher Schillerverein als eine der ersten literarischen Gedenkstätten in Deutschland eingerichtet worden. Das 1952 übergebene Cotta-Archiv (Stiftung der Stuttgarter Zeitung) erweiterte den ursprünglichen Sammlungsrahmen der schwäbischen Literatur- und Geistesgeschichte beträchtlich: 1955 gründete die Deutsche Schillergesellschaft e.V., wie sich der Trägerverein seit 1947 nennt, das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA).
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach
Das DLA vereinigt und bewahrt in seinen Sammlungen Quellen der Literatur- und Geistesgeschichte von 1750 bis zur Gegenwart: Mit rund 1.400 Vor- und Nachlässen, Sammlungen von Schriftstellern und Gelehrten, Archiven literarischer Verlage und über 425.000 Bildern und Objekten gehört das Archiv zu den führenden seiner Art. Die Bibliothek ist eine Spezial- und Forschungsbibliothek für neuere deutsche Literatur und umfasst über 1,4 Millionen Einheiten, darunter über 180 Autorenbibliotheken. Gemeinsam mit anderen Institutionen und Universitäten führt das DLA internationale Forschungsprojekte durch. Das Collegienhaus mit 30 Appartements für forschende Gäste dient als Wohn- und Begegnungsstätte.
Das Literaturmuseum der Moderne
Die Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne (LiMo) hat es auf nichts weniger als die Seele der deutschen Literatur abgesehen. Was ist Literatur? Was bleibt von ihr, wenn man von 1899 bis 2001 im Archiv nach ihr sucht? Ergänzt wird sie von einem virtuellen Museum des 21. Jahrhunderts und einer von externen Kuratoren gestalteten Reihe: fluxus. Im LiMo finden die großen Wechselausstellungen statt und der Poesieautomat von Hans Magnus Enzensberger (eine Leihgabe der Sammlung Würth) dichtet auf Knopfdruck. Das von David Chipperfield Architects entworfene LiMo wurde 2006 eröffnet und 2007 mit dem Stirling Prize ausgezeichnet.
Im Schiller-Nationalmuseum werden literarische Verfahren, Veränderungen von Zeichensystemen und Ausdruckswelten des 18. und 19. Jahrhunderts gezeigt. Friedrich Schiller und seinen verschiedenen »Archivkörpern« gelten fünf Räume: Bild – Horizont – Leben – Werk – Hülle. Vier weitere Räume gelten übergreifenden Themen: Energie und Schrift – Ursprung – Liebe und Wahnsinn – Kleine Formen. Das Schiller-Nationalmuseum wurde 2011 beim European Museum Award für seine »poetische und ästhetische Qualität und die mutige Konsequenz seiner Dauerausstellung« ausgezeichnet. Im Museumsshop sind alle Publikationen der Deutschen Schillergesellschaft erhältlich.
Die Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne führt anhand von 280 Exponaten in »die Seele« des Deutschen Literaturarchivs.
Von 1899 bis 2001 reicht die Auswahl an Originalmanuskripten, Druckfahnen, Büchern, persönlichen Gegenständen und Erinnerungsstücken die auf der Marbacher Schillerhöhe zu sehen ist. Mit dabei sind Objekte von so verschiedenen Autoren wie Friedrich Nietzsche, Franz Kafka, Hermann Hesse, Alfred Döblin, Bertolt Brecht, Stefan Zweig, Martin Heidegger, Thomas Mann, Jean-Paul Sartre, Hans Magnus Enzensberger, Peter Handke, Thomas Strittmatter, Friedrich Kittler, Siegfried Lenz, W.G. Sebald und Robert Gernhardt.
Museumsleiterin und Kuratorin der Ausstellung, Heike Gfrereis, spricht über Konzept und Anliegen der »Seele«, über Literatur im Archiv und die Poesie der Handschrift.
Deutsches Literaturarchiv Marbach – Deutsche Schillergesellschaft e. V.
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Schillerhöhe 8-1071672 Marbach am Neckar
Telefon: +49 (0)71 - 44 848-0
E-Mail: info@dla-marbach.de
Fax: +49 (0)71 - 44 848 299
www.dla-marbach.de
Zusätzliche Informationen
Geschäftsführerin der Deutschen Schillergesellschaft und Direktorin des DLA
Prof. Dr. Sandra Richter
Öffnungszeiten
Museen
Di-So | 10-18 Uhr
Mo | geschlossen, außer an Feiertagen
sowie 24., 25. und 31.12.
Lesesäle Bibliothek
Mo-Fr | 8.30-20 Uhr
Sa | 10-17 Uhr
Lesesäle Handschriften
Mo-Fr | 8.30-18 Uhr