AsKI e.V. - kultur leben

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Verschiedene Bände des „Journals des Luxus und der Moden“. Aufgeschlagen: der orangefarbene Umschlag der Einzelhefte sowie Abbildungen einer Dame mit Samt-Tunika und eines Pariser Bibliothekssekretärs aus Mahagoni mit Verzierungen aus Bronze, Februar 1809;  Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung, Foto: Barbara Steingießer

Dass Weimar nicht nur eine Stadt der Klassik, sondern auch eine Bauhaus-Stadt ist, weiß man spätestens seit den großen Feiern zum 100-jährigen Bestehen der Kunstschule. Aber was hat Goethes Weimar mit der internationalen Modewelt zu tun?

Jakob Philipp Hackert, Die Cascata del Valcatoio in Isola di Sora, Öl auf Leinwand, 1794, Museum Casa di Goethe, Rom

Jakob Philipp Hackerts Gemälde zeigt die „Cascata del Valcatoio" und, oben rechts, das Castello Boncompagni. Dahinter ist der zweite Wasserfall vorzustellen. An das Kastell schließt rechts die Kapelle S. Maria delle Grazie an, wiederum rechts davon ragen aus den Dächern des Städtchens die beiden Kirchtürme von S. Lorenzo Martire empor. Im Vordergrund sind zwei Fischer mit ihrer Arbeit beschäftigt, ohne sich weiter um das Naturspektakel des Wasserfalls in ihrem Rücken zu kümmern; am linken Bildrand zieht ein Wanderer mit Esel seines Wegs. Sämtliche Details sind realistisch wiedergegeben – ein „Landschafts-Porträt", das dem Betrachter eine Fülle von Informationen vermittelt.

Sabine Schubert und Wolfgang Trautwein, Foto: Pawel Sosnowski

"Ich würde es als Schubertsches Gesetz jedem Kulturmanager empfehlen: Erst die Ressourcen und das Umfeld verstehen und sie dann nutzen, vielleicht auch größer denken, nicht umgekehrt."
Arie Hartog

Sabine Schubert, Foto: Peter Badel

In diesem Jahr hat die Jury zur Verleihung der Maecenas Ehrung eine besondere Entscheidung getroffen. Erstmals ehrt sie in der Person von Sabine Schubert herausragendes kulturelles Engagement, das ohne großes Vermögen Einzigartiges leistet und bewirkt.

Hanns Ludwig Katz (1892 Karlsruhe – 1940 Johannesburg), Selbstbildnis, um 1918, Öl auf Sperrholz, Kunsthalle Emden

Die historischen Knotenpunkte, an denen sich die Künstlerleben von Josef Scharl (1896–1954), Hanns Ludwig Katz (1892–1940) und Franz Radziwill (1895–1983) entfalten, sind für viele Kunstschaffende ihrer Generation einschneidende und lebensverändernde Ereignisse.

Wir trauern mit allen Kolleginnen und Kollegen um Dorothee Hock, die uns am 10. August 2021 zu früh verlassen hat. Wir gedenken ihrer mit großer Zuneigung und Wertschätzung.

Dorothee Hock am AsKI Messestand, Leipziger Buchmesse 2017, Foto: Franz Fechner

 

#mehr_tsurikrufnAus Anlass des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" stellen wir die Bereicherung heraus, die die deutsche Gesellschaft durch ihre jüdischen Bürgerinnen und Bürger erfahren hat.

TSURIKRUFN!Für die Gestaltung seines großen Online­projekts TSURIKRUFN! konnte der AsKI die Wiesbadener Designagentur Lekkerwerken gewinnen, die bereits die Museums-Websites des Hamburger Ernst Barlach Hauses und des Arp Museums Bahnhof Rolandseck in Remagen gestaltet hat.

Blick auf das Frankfurter Goethe-Haus und das Deutsche Romantik-Museum, © Freies Deutsches Hochstift, Foto: Alexander Paul Englert

Vor zehn Jahren fasste das Freie Deutsche Hochstift den Plan für die Errichtung eines Deutschen Romantik-Museums. Im September wurde das neue Ausstellungshaus in direkter Nachbarschaft zum Frankfurter Goethe-Haus eröffnet.

Titelbild kultur leben 2/21: Deutsches Romantik-Museum: Die Wendeltreppe, © Freies Deutsches Hochstift, Foto: Alexander Paul Englert

Im nächsten Heft begrüßt Sie auf dieser Seite ein neues Gesicht. Allen, die den Vorstand und mich zwei Amtszeiten hindurch begleitet und mir viele Einsichten und eindrucksvolle Begegnungen verschafft haben, herzlichen Dank.

Friedrich Noack, Altes Portal in der Villa Borghese, 1892, Aquarell; Museum Casa di Goethe (Privatbesitz, aus dem Nachlass von Friedrich Noack)

Auf der Fährte eines Mannes, der selbst ein unermüdlicher Spurensucher war: Das nächste Ausstellungsprojekt der Casa di Goethe (Herbst 2021) beleuchtet die bisher unerforschte Persönlichkeit des von 1891 bis 1915 in Rom lebenden Italienkorrespondenten, Kulturhistorikers und Hobbykünstlers Friedrich Noack.

Blick in das Textilarchiv der Deutschen Kinemathek Berlin

Nach dem Tod Marlene Dietrichs am 6. Mai 1992 gelang es der Stadt Berlin mit Unterstützung der Lotto-Stiftung, den Nachlass zu erwerben, der in die Obhut der Deutschen Kinemathek übergeben wurde.

Mauritius-Tableau mit Rahmen, © MSPT, Foto: Jürgen LiepeEines meiner Lieblingsobjekte aus den Sammlungen der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation ist auch gleichzeitig eines der kleinsten und unscheinbarsten: Die Briefmarke Rote Mauritius.

Guajave mit Vogelspinne. In: Maria Sibylla Merian: Metamorphosis insectorum Surinamensium, 1705, Taf. 18, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Illustrierte Pflanzenbücher der Frühen Neuzeit

'Wenn am Tag Zenith und Ferne/Blauin’s Ungemessene fließt', eigenhändige Reinschrift des Gedichts Goethes, 28. August 1827, Freies Deutsches Hochstift

Amanda Kress ist eine dem Freien Deutschen Hochstift seit vielen Jahrzehnten besonders eng verbundene Freundin. Ihr 1993 verstorbener Mann, Oberstudienrat Erich Kress, wurde wenige Monate nach der Zerstörung des Goethe-Hauses im August 1944 Mitglied des Freien Deutschen Hochstifts.

Katalog der Galerie Nierendorf vom Sommer 1979, Foto: Bauhaus-Archiv BerlinEin Bericht aus der Provenienzforschung: Das Bauhaus-Archiv wurde 1960 gegründet und konnte folglich zwischen 1933 und 1945 keine Erwerbungen tätigen. Die Zeit des „Dritten Reichs", die Kernzeit, auf die sich Provenienzforschung derzeit zumeist konzentriert, kann an diesem Haus also gar nicht untersucht werden. Wozu also Provenienzforschung am Bauhaus-Archiv?

Eintrag in den Museums­unterlagen: Cranium Homo Sapiens: Dayak, Auszug Journal Säugetiersammlung SSFG, Foto: © Claudia KleinDie Stiftung Schloss Friedenstein Gotha zählt mit ihren vier Museen und ihren reichen kunstgeschichtlichen, historischen und naturkundlichen Sammlungen zu den Universalmuseen. Die riesigen Sammlungsbestände halten jedoch auch Unerwartetes bereit: In einem Schrank im Depotgebäude der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha liegen Menschen­schädel, so genannte Human Remains: menschliche Überreste, die während der Kolonialzeit nach Europa gelangten.

Ausstellungsansicht mit Werken von Hans Haacke und Marta Minujín, documenta 14, 2017, © documenta archiv / Foto: Monika Nikolic

Die Idee zur Archivgründung hatte der Designer, Professor für Malerei, Initiator und langjährige Chef der Kasseler Weltkunstschau Arnold Bode (1900–1977) selbst. Hartnäckig verfolgte er sein Projekt, das Jahrhundertunternehmen documenta nicht bloß zu „dokumentieren", sondern den Kuratorenteams eine wissenschaftliche und archivarische Institution an die Seite zu stellen.

Teofila und Marcel Reich-Ranicki, Fotografie, 1994, Germanisches  Nationalmuseum, Nürnberg, © archivstefanmoses

Im November 2011 übergab der Fotograf Stefan Moses (1928–2018) den ersten Teil seines schriftlichen Nachlasses dem Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum als Schenkung. Drei Jahre zuvor hatte die damalige Archivleiterin Birgit Jooss den Gesprächsfaden aufgenommen.

Die Almanach-Kartothek von Arthur Goldschmid, © Klassik Stiftung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Der Name Arthur Goldschmidt ist mit einem der größten Restitutionsfälle im deutschen Bibliothekswesen verbunden. Unter dem Verfolgungsdruck im Nationalsozialismus sah sich der Leipziger Unternehmer und Sammler 1936 gezwungen, seine 2 000 Bände umfassende Almanachsammlung an das Goethe- und Schiller-Archiv zu verkaufen, weit unter Wert, zu einem Schleuderpreis.

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