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Medieninformation 5.11.1997

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Invisible Maecenas-Ehrung 1997 des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e. V. - AsKI - für Dr. h.c. mult. Paul Sacher

Rolf Hochhuth hält die Laudatio beim Festakt in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am 13. November 1997.

Bonn, 5.11.1997. - Als Würdigung seiner beispielgebenden Förderung der zeitgenössischen Musik erhält der Schweizer Dr. h.c. mult. Paul Sacher (91) die Maecenas-Ehrung 1997 des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI.

Paul Sacher nimmt die Auszeichnung im Rahmen eines öffentlichen Festaktes in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main am Donnerstag, den 13. November 1997 persönlich entgegen. Der Schriftsteller Rolf Hochhuth hält die Laudatio auf den Preisträger. Beginn der Veranstaltung ist 18 Uhr.

Dreiundzwanzig herausragende unabhängige kulturelle Institutionen in Deutschland haben sich im AsKI zusammengeschlossen. Sie verdanken ihre Entstehung privater Initiative und mäzenatischer Förderung. Aus dieser Tradition heraus verleiht der AsKI alle zwei Jahre seine Maecenas-Ehrung an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Förderung des Kulturlebens in Deutschland verdient gemacht haben. Die Auswahl der Preisträger trifft eine unabhängige Jury. Bisherige Preisträger waren: Dr. Arend Oetker (1989), Dr. Alfred C. Toepfer (1991), Marion Ermer (1993) und Henri Nannen (1995).

Paul Sacher betätigt sich in einer einzigartigen Weise als Mäzen. Er verbindet seine eigene Künstlerschaft als einer der profiliertesten Dirigenten unserer Zeit gerade im Hinblick auf die Interpretation von Musik unseres Jahrhunderts mit der intensiven und initiativen Förderung des zeitgenössischen Musikschaffens. Er hat zahlreiche, heute herausragende Komponisten bereits früh gefördert, sei es durch Aufführung ihrer Werke, durch Vergabe von Kompositionsaufträgen, durch Stipendien und nicht zuletzt durch die musikwissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Werke. Die 1986 gegründete Paul Sacher Stiftung gehört weltweit zu den bedeutendsten Sammlungen der Musik unseres Jahrhunderts. Paul Sacher hat Musikleben unserer Zeit wie kaum ein anderer gefördert, ja Weichen gestellt und mitgestaltet. Er hat dabei die Grenzen der Schweiz geradezu selbstverständlich überschritten und auch deutsche Komponisten wesentlich gefördert. Dies kommt in vielen Uraufführungen zum Ausdruck, die ihm von zwei Komponistengenerationen zwischen Richard Strauss, Paul Hindemith und Wolfgang Rihm anvertraut wurden.

Zu den Sammlungen der Paul Sacher Stiftung gehören etwa umfangreiche Bestände von heute so renommierten deutschen Komponisten wie Hans Werner Henze, Helmut Lachenmann, Aribert Reimann und Wolfgang Rihm.

Anläßlich des Festaktes für Paul Sacher in Frankfurt am Main werden sprechen:

Rolf Hochhuth, Schriftsteller
Prof. Klaus-Dieter Lehmann, Generaldirektor der Deutschen Bibliothek Frankfurt und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Buchkunst
Linda Reisch, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main
Dr. Waldemar Ritter, Ministerialdirigent im Bundesministerium des Innern, Bonn
Dr. h.c. mult. Paul Sacher, Basel

Als sichtbares Zeichen der Maecenas-Ehrung überreicht der Vorsitzende des AsKI, Dr. Barthold C. Witte, Paul Sacher ein Typoskript von Richard Strauss. Den musikalischen Rahmen der Maecenas-Ehrung 1997 gestaltet das Ensemble der Schola Cantorum Basiliensis "Les haulz et les bas" mit Bläsermusik des Mittelalters. Im Anschluß an die Ehrung findet ein Empfang statt.

 

 

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