Symposion zur deutschen Sprache am 9. Dezember
in Bonn
Bonn, 3.12.1997. - Die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.
(GfdS) und der Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. (AsKI) veranstalten am 9.
Dezember 1997 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Adenauerallee 250,
53113 Bonn) ein Symposion zum Thema Sprachkultur oder Sprachverfall? Die deutsche
Sprache vor der Jahrtausendwende. Im Anschluß an das Symposion findet eine
Podiumsdiskussion zur Debatte um die Rechtschreibreform statt.
Anlaß für die Veranstaltung ist das 50jährige Bestehen der
Gesellschaft für deutsche Sprache und das 30jährige Bestehen des Arbeitskreises
selbständiger Kultur-Institute.
Die Vorträge beginnen um 9.00 Uhr und beschäftigen sich
vor allem mit dem Wandel, den die deutsche Sprache in den letzten 50 Jahren erlebt hat.
Themen sind unter anderem Wandel im öffentlichen Sprachgebrauch seit 1945, Mediensprache
zwischen Neugier und Moral sowieJugendsprache - Bedrohung oder Bereicherung der
Standardsprache?
Die Podiumsdiskussion, die um 18.00 Uhr beginnt,
thematisiert die Debatte um die Rechtschreibreform. Unter dem Motto Wege aus der
Kontroverse diskutieren Prof. Dr. Gerhard Augst, Vorsitzender der Kommission für
Rechtschreibfragen; Dr. Friedrich Besch, Staatssekretär im Ministerium für Schule und
Weiterbildung des Landes NRW, Horst Eylmann, MdB; Dr. Helmut Herles, General-Anzeiger,
Bonn; Otto Schily, MdB, sowie Erika Steinbach, MdB.
Die Gesellschaft für deutsche Sprache ist eine politisch
unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Sie wurde 1947
gegründet und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Die GfdS hat 2500 Mitglieder und 45
Zweigvereine in aller Welt. Ziel der Gesellschaft ist die Sprachpflege, gegründet auf
wissenschaftliche Beobachtung und sprachwissenschaftliche Forschung. Sie ist bemüht, in
der Öffentlichkeit das Bewußtsein für Bedeutung, Leistung und Möglichkeiten unserer
Sprache zu vertiefen.
Der Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute ist eine
Vereinigung von 23 deutschen rechtlich selbständigen und gemeinnützigen Gesellschaften,
Vereinen und Stiftungen. Das Ziel des Arbeitskreises ist es, die Aufmerksamkeit und das
Verständnis der Öffentlichkeit für Kunst und Kultur zu fördern und die
gesellschaftspolitische Bedeutung kultureller Aufgaben in das Blickfeld der
kulturpolitisch Verantwortlichen zu rücken.
