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Wir über uns

Privates Engagement für Kunst und Kultur leistet seit jeher – neben der Förderung durch die öffentliche Hand – einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Unterstützung von Künstlern, der Erhalt und die Erweiterung von Sammlungen, die Dokumentation kultureller und kulturhistorischer Vorgänge sowie die Präsentation umfangreicher Ausstellungen sind ohne die fördernde Initiative Einzelner, privater Einrichtungen oder Unternehmen nicht denkbar.

 

Herausragende und traditionsreiche Sammlungen, Archive, Bibliotheken und Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland führen ihre Gründung auf einen solchen privaten Impuls zurück: Im 19. Jahrhundert als Ausdruck bürgerlichen Selbstbewusstseins und Wissensdrangs entstanden, sind sie mittlerweile zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens geworden und auch heute noch Vorbild für eine Reihe von mäzenatischen Stiftungen.

 

35 aus solchen Impulsen entstandene private, rechtlich selbständige und gemeinnützige Stiftungen und Vereine haben sich mit den von ihnen getragenen Museen, Kunsthallen, Archiven, Bibliotheken, Forschungs- und Dokumentationseinrichtungen im 1967 gegründeten Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI - zusammengeschlossen.

 

Sie widmen sich mit unterschiedlicher Aufgabenstellung dem Erwerb, dem Erhalt und der Präsentation von Kulturgut sowie der Erforschung und Vermittlung kulturhistorischer Fakten und Zusammenhänge. Sie tragen dazu bei, die Vergangenheit der Nation und Europas als „organisiertes“ Gedächtnis zu bewahren und für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Das fachwissenschaftliche Spektrum der Mitgliedsinstitute umfasst die Bereiche: Architektur, bildende und angewandte Kunst, Buchkunst, Denkmal- und Sepulkralkultur, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, Kommunikation und Medien, Literatur, Sprache und Dichtung, Musik, Pädagogik und Theologie, Rechts- und Filmgeschichte, Rundfunk und historische Dokumentation. Diese Vielfalt, ja Bündelung kultureller Kompetenz für interdisziplinäre Aufgaben – z.B. gemeinsame Ausstellungen – nutzen zu können, ist für alle Beteiligten von großem Vorteil.

 

Das Ziel der Institute, Neigung und Engagement der Bürger für die Kultur zu stärken, die Aufmerksamkeit und das Verständnis der Öffentlichkeit für Kunst und Kultur zu fördern und die gesellschaftspolitische Bedeutung kultureller Aufgaben in das Blickfeld der kulturpolitisch Verantwortlichen zu heben, unterstützt der AsKI durch besondere Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen, die er mit einzelnen oder mehreren Mitgliedsinstituten realisiert. Neben der Dokumentation der fachwissenschaftlichen Leistungen soll auf kulturpolitischer Ebene das Bewusstsein dafür gestärkt werden, welch hohen Rang die Kulturförderung, speziell in ihrer privaten Ausformung, für unsere Gesellschaft und ihre Bürger hat. Auf diese Weise vertritt der AsKI den Anspruch seiner Mitglieder auf Autonomie als einen wirksamen Garanten der Kunst- und Kulturfreiheit.

 

Der AsKI vertritt diese Ziele auch gegenüber dem Parlament und der Regierung des Bundes, die sich, vertreten durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, aus gesamtstaatlicher Verantwortung an der Förderung des AsKI und, im Verbund mit den Ländern, an der Förderung einer Reihe von Mitgliedsinstituten des AsKI beteiligen. Jeder Einzelne kann durch eigenes Engagement – eine Mitgliedschaft oder eine Spende – eines der hier vorgestellten Institute unterstützen und so die Entwicklung des kulturellen Lebens in Deutschland mitbestimmen.

 

Im Jahr 2007 konnte der AsKI e.V. auf sein vierzigjähriges Bestehen zurückblicken und das von ihm getragene einzige deutsche Museum im Ausland, die Casa di Goethe in Rom, feierte zugleich den zehnten Geburtstag. Dem Bund sei an dieser Stelle ausdrücklich für die langjährige und intensive Unterstützung gedankt.



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