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INFO
Kunsthalle Bremen
Der Kunstverein in Bremen
Am Wall 207
28195 Bremen
www.kunsthalle-bremen.de
Vorsitzer des Vorstandes
Georg Abegg
Direktor der Kunsthalle
Dr. Christoph Grunenberg
Telefon +49 (0)421 - 3 29 08 0
Fax +49 (0)421 - 3 29 08 470
E-Mail
office@kunsthalle-bremen.de
Veröffentlichungen
- Zahlreiche Sammlungs-, Erwerbungs- und Ausstellungskataloge
Mitgliedsbeiträge, jährlich
Einzelpersonen 50 €
Ehepaare 70 €
Schüler bis zum 20. Lebensjahr,
Studenten und Auszubildende bis zum 27. Lebensjahr 20 €
Mitgliedschaft auf Lebenszeit
Einzelpersonen: einmalig 1.000 €
Ehepaare: einmalig 1.500 €
Kunsthalle Bremen - Der Kunstverein in Bremen

Träger der Kunsthalle ist der 1823 von bremischen Bürgern gegründete Kunstverein in Bremen. Mit seinen über 6.600 Mitgliedern zählt er heute zu den mitgliederstärksten Kunstvereinen in Deutschland und erfüllt als bedeutende Kunst- und Kulturinstitution Bremens auch überregional wichtige Aufgaben. Neben der ständigen Sammlungspräsentation führt die Kunsthalle Bremen mit regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen, die bedeutenden Künstlern und dem gegenwärtigen Kunstschaffen gewidmet sind, die Ausstellungstradition des Kunstvereins seit dessen Gründung fort. Dabei leisten der „Förderkreis für Gegenwartskunst" und der „Stifterkreis für den Kunstpreis der Böttcherstraße" wertvolle Unterstützung. Die Kunsthalle Bremen bietet großen und kleinen Besuchern darüber hinaus ein abwechslungsreiches museumspädagogisches Programm mit Führungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, Kunstgeschichte- und Atelierkursen, Krea- tivwerkstätten und vielfältigen Sonderveranstaltungen für jede Altersgruppe.
Über seine Grenzen hinaus erlangte der Kunstverein Berühmtheit, als ihm im Jahre 1851 Senator und Vereins-Gründungsmitglied Dr. Hieronymus Klugkist seine kostbare Sammlung altdeutscher Kunst vermachte, darunter zahlreiche Werke Dürers. Unter dem von 1899 bis 1914 amtierenden ersten wissenschaftlichen Direktor der Kunsthalle, Gustav Pauli, wurde nicht nur im Jahre 1902 das Museumsgebäude von 1849 wesentlich vergrößert; Pauli erweiterte vielmehr auch das Sammlungsspektrum um Beispiele der europäischen Avantgarde. Wichtige Schwerpunkte sind seitdem die französische und die deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts. Mit bedeutenden Werken sind etwa Eugène Delacroix, die Schulen von Barbizon und Pont-Aven sowie die französischen und die deutschen Maler des Impressionismus vertreten. Eine eigene Abteilung bilden die Maler der bei Bremen gelegenen Künstlerkolonie Worpswede (Otto Modersohn, Heinrich Vogeler, Carl Vinnen, Friedrich Overbeck, Fritz Mackensen); hinzu kommt eine große Werkgruppe von Paula Modersohn-Becker.
Nach Kriegszerstörung und -verlusten erbrachten Schenkungen und Ankäufe zur Kunst der klassischen Moderne in der Wiederaufbauphase eine neuerliche Schwerpunktsetzung durch Werke von Beckmann, Macke, Marc, Munch, Picasso sowie der „Brücke"-Maler. Die französische Abteilung konnte durch hervorragende Beispiele der Revolutionsmalerei, ferner durch Gemälde der Nabis-Künstler erweitert werden. Gleichzeitig entstand eine Sammlung von Werken des italienischen und deutschen Barock. Mit beispielhaften Werken u.a. von Brüning, Hartung, Manessier, Richter, Schumacher und Tàpies ist im Bereich der gegenstandsfreien Malerei auch die Tradition des Malerischen nach 1945 angemessen vertreten.
Das Kupferstichkabinett der Kunsthalle gehört mit seinen über 200.000 Blatt Handzeichnungen und druckgraphischen Blättern aus sechs Jahrhunderten, seiner Plakatsammlung, dem Bestand an Skizzenbüchern, japanischen Farbholzschnitten, etwa 1.700 illustrier ten Büchern sowie früher Computerkunst zu den renommiertesten Sammlungen in der Welt. Trotz schwerer Verluste während des Zweiten Weltkrieges bietet das Kabinett einen facettenreichen Überblick über die Geschichte der Zeichnung und Graphik vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Mit Unterstützung vieler Bremer Bürger konnte der Kunstverein die Kunsthalle 1996 bis 1998 sanieren und das Obergeschoss erweitern. Die Ausstellungsfläche für die eigene Sammlung wurde in den letzten 100 Jahren jedoch nicht vergrößert. Um die zahlreichen Schätze aus dem Depot zu zeigen und um weiterhin große Sonderausstellungen zu präsentieren, wird die Kunsthalle Bremen zur Zeit erweitert und zugleich modernisiert.


