Alle Schlagwörter
INFO
Vater und Sohn Eiselen-Stiftung
Fürsteneckerstr. 17
89077 Ulm
www.eiselen-stiftung.de
Telefon +49 (0)731 - 93 51 50
Fax +49 (0)731 - 93 51 529
E-Mail
Museum der Brotkultur
Salzstadelgasse 10
89073 Ulm
www.museum-brotkultur.de
Vorstand der Eiselen-Stiftung und Leiter des Museums
Dr. Andrea Fadani
Telefon +49 (0)731 - 69 95 5
Fax +49 (0)731 - 60 21 16-1
E-Mail
Öffnungszeiten
täglich 10-17 Uhr
Bibliotheksbesuch nach Voranmeldung
Veröffentlichungen
- Ausstellungskataloge
- Einzelpublikationen
- Faltblätter
- Videofilm „Der lange Weg zum Brot" (in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle BW)
Museum der Brotkultur - Vater und Sohn Eiselen-Stiftung, Ulm

Das Deutsche Brotmuseum in Ulm wurde im Jahr 1955 von dem Unternehmer Dr. h.c. Willy Eiselen gegründet, der zusammen mit seinem Sohn eine führende Firma der Zulieferindustrie des Backgewerbes betrieb. Im Jahr 2002 wurde es in Museum der Brotkultur umbenannt. Seit 1960 verfügt das Museum über eigene Ausstellungsräume, die ständig für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Es ist damit das älteste Museum seiner Art in der Welt. Seither sind in zahlreichen anderen Ländern weitere Museen zum Thema Brot und Bäckerei entstanden. Bis 1991 bestand für das Museum der Brotkultur ein gemeinnütziger Trägerverein, der von der Familie Eiselen alimentiert wurde. Seither ist das Museum Teil der 1978 gegründeten gemeinnützigen Vater und Sohn Eiselen-Stiftung in Ulm. Neben dem Unterhalt des Museums für Brotkultur als dem Hauptzweck der Stiftung widmet sich die Stiftung der Forschungsförderung. Rund ein Drittel der Erträge fließt in wissenschaftliche Projekte, die auf die Bekämpfung des Hungers in der Welt gerichtet sind.
Es handelt sich also seit ihrer Gründung bis heute um eine rein private Institution, die seit dem Tod des Gründers im Jahre 1981 von seinem Sohn Dr. Hermann Eiselen (geb. 1926) geleitet wird.
Während die ursprüngliche Konzeption des Museums überwiegend technikgeschichtlich orientiert war, verlagerte sich der Schwerpunkt der Sammeltätigkeit in Richtung Kultur- und Sozialgeschichte des Brotes unter Einbeziehung einer Dokumentation früherer Hungersnöte (Mangel an Brot, wobei Brot als Synonym für Nahrung schlechthin steht). Die ständige Ausstellung auf ca. 1.300 qm präsentiert sich – für viele ihrer Besucher überraschend – als außerordentlich abwechslungsreich. Die Spannweite der Objekte reicht von einer einfachen Mausefalle bis zur Picasso-Radierung „Le repas frugal“, wobei hochkarätige Exponate den Charakter des Museums prägen. Die Schau ist in logisch aufeinander folgende „Kapitel“ gegliedert, die Vermittlung der Informationen erfolgt nach modernen museumsdidaktischen Gesichtspunkten. Dabei ist der Hinweis auf die gegenwärtige Welternährungslage ein besonderes Anliegen der Trägerstiftung und des Museums.
Die Sammlung umfasst zurzeit rund 16.000 Objekte, darunter 191 Gemälde, 2.800 Blätter Graphik, darunter zahlreiche Originalgraphiken, 250 politische Plakate sowie eine sehr breite Palette dreidimensionaler Objekte bis hin zu historischen Münzen und Briefmarken. Eine aus rund 7.000 Büchern bestehende Bibliothek zum Thema des Museums und ein umfangreiches Archiv runden die Sammlung ab.
Das Museum veranstaltet jedes Jahr einige Sonderausstellungen zu einschlägigen Themen, die die außerordentliche Vielfalt dieses Gegenstandes präsentieren. Gelegentlich erscheinen Begleitpublikationen, so zuletzt zu den gleichnamigen Ausstellungen „Panis angelorum“ (2004) und „Kunst und Brot“ (2005). Die Ausstellungen sind fast immer mit einem Begleitprogramm verbunden, wozu insbesondere wissenschaftliche Vorträge gehören.
Das von Dr. Hermann Eiselen 1995 herausgegebene Buch „Brotkultur“ fasst die Anliegen des Museums der Brotkultur in eindrucksvoller Weise zusammen. In früheren Jahren hat das Museum eine 6.500 Titel umfassende wissenschaftliche Bibliographie zur Geschichte und Bedeutung der Brotnahrung erarbeitet, die sich seither als einziges Nachschlagewerk zum Thema und als ein unentbehrliches Werkzeug der Forschung vielfach bewährt hat.



