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INFO
Stiftung Schleswig-Holsteinische
Landesmuseen Schloß Gottorf
24837 Schleswig
www.schloss-gottorf.de
Stiftungsratsvorsitzender
Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Kiel
Stiftungsvorstand
Leitender Direktor
Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim
komm. Leiter
Dr. Thomas Gädeke
Telefon +49 (0)4621 - 813-0
Fax +49 (0)4621 - 813 555
E-Mail
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frank Zarp
Telefon 04621 - 813 208
Öffnungszeiten der Museen auf der Schlossinsel
November - März
- Di-Fr 10-16 Uhr
- Sa-So und an Feiertagen 10-17 Uhr
- Mo und am 24., 25., 31.12. sowie 1.1. geschlossen
April - Oktober
- täglich 10-18 Uhr
ganzjährig
- Schulklassen unter Führung Einlass ab 9 Uhr
Das Wikingermuseum Haithabu bleibt noch wegen der Modernisierung der Dauerausstellung bis zum 19. Februar 2010 geschlossen, die Wikinger Häuser Haithabu erhalten bis Ende März eine Winterpause.
Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf
Unter dem Dach der Stiftung „Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf“ sind seit 1999 das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte – das frühere Schleswig-Holsteinische Landesmuseum – und das Archäologische Landesmuseum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als weiterhin selbständige Museen zusammengefasst worden.
Das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum ging aus der 1875 der Provinz Schleswig-Holstein geschenkten Sammlung von Schnitzaltären, Möbeln und weiteren kunstgewerblichen Objekten des Kieler Professors Gustav Thaulow hervor. Dem Thaulow-Museum wurde 1878 ein Gebäude in Kiel errichtet. Bereits 1906 konnte ein Erweiterungsbau durchgesetzt werden, der 1911 eingeweiht wurde und die Ausstellungsfläche um das Vierfache erweiterte. Nach der Ausweitung der Sammlungsbereiche in die Kunst und Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins insgesamt war es folgerichtig, dies auch im Namen auszudrücken, so dass das Museum vor dem Zweiten Weltkrieg in „Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum“ umbenannt wurde.
Das Archäologische Landesmuseum führte zunächst den Namen „Schleswig-Holsteinisches Museum vorgeschichtlicher Altertümer" und änderte diesen 1952 in „Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte", bevor ab 1986 der heutige Name eingeführt wurde. In jenem Jahr konnte es auf eine bereits 150-jährige Geschichte zurückblicken, denn 1836 wurde in Kiel für die sogenannte „Sammlung vaterländischer Altertümer“ die erste öffentlich zugängliche Schausammlung von 300 Stücken eingerichtet. Als „Museum vaterländischer Altertümer“ nahm es 1873 die Bestände Flensburger „Altertumssammlung für das Herzogtum Schleswig“ auf und wurde 1878 im alten Kieler Universitätsgebäude neu eingerichtet.
Die Gebäude beider Museen in Kiel waren 1944 zerstört worden. Die ausgelagerten Sammlungen konnten größtenteils gerettet werden und wurden in den Jahren nach dem Krieg im Schleswiger Schloß Gottorf abschnittweise mit der Renovierung der Räume wieder ausgestellt. Darunter befand sich von Anfang an das große Nydamschiff von etwa 320 n.Chr., das noch heute neben den Moorleichen der Eisenzeit ein herausragendes Ausstellungsstück der Archäologie ist. Dort werden die reichen Zeugnisse der vor- und frühgeschichtlichen Kultur Schleswig-Holsteins neben einer Abteilung zu mittelalterlicher Kultur und völkerkundlichen Ausstellungen gezeigt. In der Dependance Wikinger Museum Haithabu wird in Busdorf bei Schleswig die Geschichte dieser frühmittelalterlichen Stadt an ihrem authentischen Standort in Originalen und Rekonstruktionen gezeigt.
Im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sind Schwerpunkte die mittelalterlichen Altäre und eine Cranach-Sammlung, die Gutenbergbibel, Bauernstuben, Volkskunst, Barockgalerie mit niederländischen Gemälden des 17. Jahrhunderts, die große Sammlung von nordeuropäischen Fayencen, eine Kutschensammlung, Jugendstilabteilung mit Kunsthandwerk, Gemälden und Plastiken, dänische und deutsche Freilichtmalerei des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Abteilung mit umfangreichen Beständen zum deutschen Expressionismus und zur Nachkriegskunst sowie modernem Kunsthandwerk und Plastik mit einem Skulpturenpark. Weitere Abteilungen sind das Kupferstichkabinett mit einem Bestand von 85.000 Blatt und das unweit vom Schloß gelegene Volkskunde Museum. Als Dependancen werden das Jüdische Museum im Gebäude einer ehemaligen Synagoge und Talmud-Thoraschule in Rendsburg, das Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf und, für sommerliche Wechselausstellungen, Kloster Cismar bei Grömitz/Ostsee geführt.
Der ehemalige Barockgarten von Schloß Gottorf mit seinem ehemals weltberühmten Riesenglobus in der sogenannten Friedrichsburg wird gegenwärtig wieder hergestellt. So konnte im Mai des Jahres 2005 das Globushaus mit dem neuen Gottorfer Globus und der ersten Ausbaustufe des Gartens unter großer Beteiligung der Bevölkerung und der Presse eröffnet werden. Sie sind seither zu einer international beachteten Attraktion geworden.
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