Info

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Max-Reger-Institut

Elsa-Reger-Stiftung

Alte Karlsburg Durlach

Pfinztalstraße 7

76227 Karlsruhe

www.max-reger-institut.de

 

Vorsitzender des Kuratoriums

Professor Dr. Thomas Seedorf

Institutsleiterin

Prof. Dr. Susanne Popp

 

Telefon +49 (0)721 - 85 45 01

Fax +49 (0)721 - 85 45 02

E-Mail
mri@uni-karlsruhe.de

 

Öffnungszeiten

Mo-Do 8.30-16.30 Uhr;

Fr 8.30-16 Uhr

 

Veröffentlichungen

  • Reger-Werk-Verzeichnis & Reger-Briefe-Verzeichnis (in Vorbereitung)
  • Schriftenreihe des MRI
  • Veröffentlichungen des MRI
  • Mitteilungen des Max-Reger-Instituts
  • Notenveröffentlichungen


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Max-Reger-Institut - Elsa-Reger-Stiftung, Karlsruhe

Franz Nölken, Max Reger bei der Arbeit, 1913 Max Reger (1873-1916), zu Lebzeiten neben Richard Strauss bedeutendster Repräsentant des deutschen Musiklebens und von den Komponisten der Nachfolge-Generation als Wegbereiter hoch geschätzt, geriet durch die radikalen Umbrüche der Neuen Musik in unverdiente Vergessenheit. 1947 entschloss sich daher seine Witwe Elsa Reger, in Bonn eine Stiftung zu errichten, die der Intensivierung und Stimulierung der Regerforschung und -interpretation dienen sollte. Das zur Erfüllung dieses Stiftungsauftrags gegründete Max-Reger- Institut (MRI) wurde weder mit einem Nachlass noch mit Geldmitteln ausgestattet; eine als Stiftungsvermögen eingesetzte Summe erwies sich als fiktiv. Dennoch konnte dank der ideellen Gesinnung aller Beteiligten mit der wichtigsten Aufgabe - der Ermittlung der in zwei Weltkriegen verstreuten Autographen und dem Aufbau eines Archivs - begonnen und nach Elsa Regers Tod (1951), als dem MRI als Erben des Urheberrechts ein Teil der Tantiemen zufiel, die Forschungs- und Herausgebertätigkeit in bescheidenem Rahmen, doch kontinuierlich wachsend aufgenommen werden.

 

Als die Schutzfrist 1986 ablief und Einnahmen aus Aufführungen entfielen, sicherten die Stadt Bonn und das Land Nordrhein-Westfalen den Fortbestand; doch erst mit der Verlegung des Stiftungssitzes nach Karlsruhe im Jahr 1996 gelang die endgültige Etablierung, da hier die Förderung durch das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe durch Kooperationen mit der Hochschule für Musik Karlsruhe, der Badischen Landesbibliothek und anderen Partnern bereichert wird.

 

Alte Karlsburg Durlach, © Max-Reger-Instiut, Karlsruhe

Seit 1999 ist das Institut in Durlach im historischen Gebäude der Alten Karlsburg, deren Kern auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, stilvoll untergebracht und zugleich mit moderner Technik ausgestattet, so dass es eine ebenso funktionelle wie repräsentative Arbeitsstätte für die Wissenschaftler des Instituts und Besucher aus aller Welt bietet.

 

Das musikalische und dokumentarische Stiftungsgut umfasst Musikautographen (Entwürfe, Reinschriften, Korrekturabzüge) aus allen Schaffensabschnitten und Werkgattungen; eine Vielzahl von handschriftlichen Briefen und Postkarten Regers an Freunde, Verleger, Interpreten und bedeutende Zeitgenossen; die umfangreiche Korrespondenz der Witwe nach Regers Tod; Dokumente, Fotografien, Bilder, Karikaturen, Konzertprogramme und Erinnerungsgegenstände.

 

Die Bibliothek mit Notendrucken Regers in Erst- und späteren Ausgaben, mit der internationalen Literatur zu Reger und seinem Umfeld und einem umfangreichen Klangarchiv wird ergänzt durch Kopien jener Manuskripte und Dokumente, die nicht im Besitz der Stiftung sind, wodurch ein Überblick über das gesamte Œuvre angestrebt wird.

 

Max Reger, Karikatur von Wilhelm Thielmann (1913)

Eine große Bereicherung des Stiftungsguts bedeutete 1999 die Übergabe des Brüder-Busch-Archivs mit einer Vielfalt von Dokumenten zu Leben und Wirken der bedeutenden Interpreten Fritz, Adolf und Hermann Busch und des Schauspielers Willi Busch; die Erschließung der Briefe, Programme, Fotografien und des Aufführungsmaterials erweitert den Aufgabenbereich zeitlich und inhaltlich um Aspekte der Interpreta- tion, der Rezeption sowie, bedingt durch das Schicksal der 1933 bzw. 1939 emigrierten Brüder Fritz und Adolf Busch, der wechselvollen Zeitgeschichte. 2003 wurde das Brüder-Busch-Archiv, bis dahin nur Dauerleihgabe, dem MRI zugestiftet. 2007 wurde die dem Brüder- Busch-Archiv zugehörende Brüder-Busch-Gedenkstätte im Krönchen-Center Siegen neu eröffnet.

 

Als Zentrum der Regerforschung bearbeitet und erschließt das MRI das Archiv- und Forschungsmaterial und gibt die Resultate in einer eigenen Schriftenreihe heraus, in die auch vom MRI wissenschaftlich begleitete Dissertationen Aufnahme finden; es organisiert Kongresse und pflegt Kontakte zu Universitäten und verwandten freien Forschungsinstituten. Zentrales Projekt am MRI ist zurzeit die Erarbeitung eines neuen, erstmals umfassenden Reger- Werk-Verzeichnisses.

 

Von Anfang an war die Arbeit des MRI von dem Gedanken geprägt, das gesammelte Material Forschern, Musikern und Musikliebhabern zugänglich und verfügbar zu machen. Durch diese unterstützende Funktion sowie durch die regelmäßige Organisation und Durchführung von Ausstellungen, Gesprächskonzerten und Konzertreihen in internationaler Zusammenarbeit mit Musikhochschulen und wechselnden Veranstaltern ist das MRI heute mehr als eine Forschungs- und Editionsstätte, es ist ein kommunikatives Zentrum, das für die Verbreitung und das Verständnis Max Regers, seines historischen Umfelds und der Wurzeln der Musik der Gegenwart wirbt.

 

 

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