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INFO
Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
www.dhmd.de
Telefon +49 (0)351 - 48 46-0
Vorsitzender des Vorstands und
Direktor des Museums
Prof. Klaus Vogel
Besucherservice
Telefon +49 (0)351 - 48 46 400
Fax +49 (0)351 - 48 46 402
E-Mail service@dhmd.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0)351 - 48 46 120
E-Mail info@dhmd.de
Öffnungszeiten Ausstellungen
Di-So, Feiertage 10-18 Uhr
Mo geschlossen
Schließtage: 1. Januar, 24. und 25. Dez.
Öffentliche Führungen
Sa, So und Feiertag 14 Uhr
Familienführung
So und Feiertag 15 Uhr
Stiftung Deutsches Hygiene-Museum

Das Deutsche Hygiene-Museum: Ein Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft
Das Deutsche Hygiene-Museum versteht sich seit seiner Neukonzeption nach der Wiedervereinigung Deutschlands als ein öffentliches Forum für aktuelle Fragen, die sich aus den kulturellen, politischen und wissenschaftlichen Umwälzungen unserer Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts ergeben. Neben den Ausstellungen finden zahlreiche prominent besetzte Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionen oder Tagungen, aber auch Kulturprogramme mit Lesungen und Konzerte statt.
Das Ausstellungsprogramm
In der Dauerausstellung Abenteuer Mensch werden auf rund 2.500 Quadratmetern neben wertvollen Exponaten aus der Sammlung des Museums (Gläserne Figuren, Wachsmoulagen, anatomische Modelle, etc.) zahlreiche Mitmachelemente und Medieninstallationen präsentiert. Unter dem Motto Staunen - Lernen - Ausprobieren bietet diese populärwissenschaftliche Schau Jung und Alt vielfältige Gelegenheiten zur aktiven und selbständigen Beschäftigung mit den Ausstellungsinhalten, die das Themenfeld Körper, Gesundheit und Gesellschaft umkreisen. Ergänzend zur Dauerausstellung bietet der Erlebnisbereich des Kinder-Museums Unsere fünf Sinne auf rund 500 Quadratmetern die Möglichkeit zur aktiven Erkundung und Betätigung. Das Kinder-Museum richtet sich an Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren und ihre Eltern und Begleiter.

Rund 2.500 Quadratmeter Fläche stehen für aktuelle Sonderausstellungen zur Verfügung, die in den vergangenen Jahren wesentlich zur überregionalen und internationalen Beachtung des Museums beigetragen haben. Beispielhaft für die inhaltliche und szenografische Bandbreite seien hier einige der wichtigsten genannt: Darwin und Darwinismus (1994), Alt & Jung. Das Abenteuer der Generationen (1997), Gen-Welten. Werkstatt Mensch? (1998), Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhunderts (1999), Kosmos im Kopf. Gehirn und Denken (2000), Der (im-)perfekte Mensch. Vom Recht auf Unvollkommenheit (2000), Die Zehn Gebote. Politik - Moral - Gesellschaft (2004/2005), Schlaf & Traum (2007), Glück - welches Glück (2008), 2° - Das Wetter, der Mensch und sein Klima (2008/2009), Arbeit. Sinn und Sorge (2009/2010) Was ist schön ? (2010/2011) oder Kraftwerk Religion. Über Gott und die Menschen (2010/2011)
Kulturelle Bildung
Begleitend zu den Ausstellungen entwickelt das Museum ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot, das Führungen und Aktionen für alle Besuchergruppen umfasst. Parallel dazu organisiert das Museum ein breites Programm von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen, in denen die Inhalte der Ausstellungen vertieft und innovative Formate erprobt werden.

Als außerschulischer Lernort bietet das Haus darüber hinaus lehrplanorientierte Bildungsangebote für Schüler-, Kindergarten- und Hortgruppen sowie Fortbildungen für Lehrer und Erzieher.
Architektur und Tagungszentrum
Das in den Jahren 1927 bis 1930 von Wilhelm Kreis errichtete Museumsgebäude wurde in den Jahren 2002 bis 2010 einer umfassenden Generalsanierung und Modernisierung durch den Architekten Professor Peter Kulka unterzogen. Unter Hinzufügung moderner Elemente, vor allem im Erschließungsbereich, wurde es dabei weitestgehend in den Originalzustand zurück versetzt. Entstanden ist so ein spannungsvoller, ästhetisch überzeugender Dialog des historischen Gebäudes der Klassischen Moderne mit einer sehr individuellen, zeitgenössischen Architektursprache. Das Museum verfügt über vier unterschiedlich große Säle mit insgesamt rund 1.000 Sitzplätzen, acht Seminarräume mit einer Kapazität von 20 bis 80 Sitzplätzen sowie zahlreiche andere Flächen, die für Veranstaltungen aller Art (Kongresse, Konferenzen, Tagungen, Präsentationen, Gala-Diners, etc.) angemietet werden können.
Zur Geschichte des Museums
Die Gründung des Deutschen Hygiene-Museums (1912) geht zurück auf eine Initiative des Dresdner Industriellen und Odol-Fabrikanten Karl August Lingner (1861-1916). Lingner hatte 1911 zu den Protagonisten der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung gehört, zu der über fünf Millionen Besucher nach Dresden gekommen waren. Diese wegweisende Ausstellung hatte mit modernsten Techniken und in einer bis dahin unbekannten Anschaulichkeit Kenntnisse zur Anatomie des Menschen vermittelt, aber darüber hinaus auch Fragen der Gesundheitsvorsorge oder der Ernährung behandelt. Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft trug das Museum während der Weimarer Republik mit seinen allgemeinverständlichen Präsentationsformen maßgeblich zu einer Demokratisierung des Gesundheitswesens bei. Diese Rolle verkehrte sich in ihr Gegenteil, als das Museum sich während des Nationalsozialismus aktiv als Propagandainstrument bei der Durchsetzung der sogenannten Rassenhygiene betätigte. In der DDR entwickelte sich das Museum dann zur zentralen nationalen Gesundheitserziehungseinrichtung.



