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INFO

Gedenkstätte Buchenwald
99427 Weimar
www.buchenwald.de
Vorsitzender des Stiftungsrats
Bernward Müller, Kultusminister des Freistaates Thüringen
Stiftungsdirektor
Prof. Dr. Volkhard Knigge
Telefon + 49 (0)3643 - 43 00
Fax + 49 (0)3643 - 43 01 00
E-Mail
buchenwald@buchenwald.de
Alle Außenanlagen - das ehemalige Lagergelände, der ehemalige SS-Bereich, die Gräberfelder des Internierungslagers sowie das Mahnmal - können täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit besichtigt werden.
Öffnungszeiten der Museen
- April - Oktober: 10.00 - 18.00 Uhr (letzter Einlaß 17.30 Uhr)
- November - März: 10.00 - 16.00 Uhr (letzter Einlaß 15.30 Uhr)
- 24. bis 26. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar geschlossen
- montags geschlossen
- (Ehemaliges Torgebäude und ehemaliges Krematorium sind zwischen 10 und 15 Uhr zugänglich)
Öffnungszeiten der Besucherinformation (am Parkplatz)
- April - Oktober: 9.00 - 18.20 Uhr (Dienstag bis Sonntag, Feiertags)
- November - März: 9.00 - 16.20 Uhr (Dienstag bis Sonntag, Feiertags)
- 24. bis 26. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar geschlossen
- montags geschlossen (Audiobegleiter können von 10 - 15 Uhr ausgeliehen werden)
Der Besuch der Gedenkstätte und der Ausstellungen ist kostenlos. Mit einer Spende können Sie die Arbeit der Gedenkstätte unterstützen (Sparkasse Mittelthüringen BLZ 820 510 00, Konto-Nr. 301009171).
Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Kohnsteinweg 20
99734 Nordhausen
www.dora.de
Telefon + 49 (0)3631 - 49 58-0
Fax + 49 (0)3631 - 49 58 13
E-Mail
info@dora.de
Öffnungszeiten
- 1. Oktober - 31. März 10.00 - 16.00 Uhr
- 1. April - 30. September 10.00 - 18.00 Uhr
- Die Ausstellungen sind montags geschlossen.
Der Besuch des Stollens ist nur im Rahmen von Führungen möglich. Für Einzelbesucher (ab 10 Personen bis max. 40 Personen) finden Führungen dienstags bis freitags jeweils um 11.00 und um 14.00 Uhr sowie am Samstag/Sonntag um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr (1. April bis 30. September zusätzlich 16.00 Uhr) statt. Treffpunkt: Museum; Dauer: ca. 90 Minuten.
Haben Sie bitte Verständnis, dass im Interesse der Besucher (Schutz vor Blitzlicht in einem historisch sensiblen Raum) Fotografieren im Stollen nicht gestattet ist. Die Außenanlagen können täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit besichtigt werden.
Die Besucherinformation ist unter der Telefonnummer 03631/4958-20 zu erreichen.
Veröffentlichungen
- Informationsbroschüren in 10 Sprachen
- Begleithefte zu Ausstellungen
- Rundgang durch die Gedenkstätte
- Ausstellungskataloge
- Publikationen zur Geschichte der Konzentrationslager, des sowjetischen Speziallagers und zur Geschichte der Gedenkstätte
- Dokumentationen
- Jahresinformationen
Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Der Thüringer Minister für Wissenschaft und Kunst errichtete 2003 die selbständige Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mit dem Zweck, die Gedenkstätten als Orte der Trauer und der Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen zu bewahren, sie wissenschaftlich begründet zu gestalten und in geeigneter Weise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ferner ist es Aufgabe der Stiftung, die Erforschung und Vermittlung der damit verbundenen historischen Vorgänge zu fördern.
In der Gedenkstätte Buchenwald finden Besucher außer den Außenanlagen mit historischen Gebäuden, Relikten des Lagers und Denkmalen vier Dauerausstellungen vor, die die verschiedenen Zeitabschnitte seit der Einrichtung des Konzentrationslagers auf dem Ettersberg bei Weimar dokumentieren.
Die Ausstellung „Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald 1937- 1945“ in zwei Etagen der ehemaligen Effektenkammer ist mit 1600 qm die größte auf dem Gedenkstättengelände und wurde 1995 eröffnet. Ihre Gestaltung ist von der ursprünglichen Funktion des Gebäudes als Magazin bestimmt. Schrankartige Stahlregale öffnen sich zu Vitrinen, in denen die Zeugnisse der NS-Verbrechen ausgestellt sind und Einblick in die Welt eines Lagers geben, das unter den Augen der deutschen Bevölkerung bestehen konnte. Sie wird ergänzt durch eine Kunstausstellung im benachbarten Desinfektionsgebäude. Dort sind Arbeiten aus dem Konzentrationslager Buchenwald und solche, die von Überlebenden oder Nachgeborenen zu dem Thema geschaffen wurden, ausgestellt (Überlebensmittel-Zeugnis-Kunstwerk-Bildgedächtnis, eröffnet 1998).
In einem neuen, gegenüber dem Friedhof des sowjetischen Internierungslagers errichteten Gebäude wurde 1997 die Dauerausstellung zur Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 1945- 1950 eingerichtet. Sie zeigt Dokumente, Bilder und Erinnerungsberichte aus der Zeit des sowjetischen Lagers und seines politischen Umfelds.
1999 kam die vierte große Dauerausstellung „Geschichte der Gedenkstätte Buchenwald“ hinzu. Anhand von Dokumenten und Bildern – vor allem aus Archiven der ehemaligen DDR –, Gegenständen und Modellen ist hier dargestellt, wie die Erinnerungsbildung an das nationalsozialistische Konzentrationslager Buchenwald seit 1945 erfolgte.
Auch auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora sind Relikte des ehemaligen Häftlingslagers erhalten und zugänglich. Zu besichtigen ist auch ein Teilabschnitt der unterirdischen Anlagen, die KZ-Häftlinge für die Produktion von V-Waffen im Kohnstein bei Nordhausen ausbauen mussten.
Mit der Aufnahme in die Gedenkstättenförderung des Bundes wurde die Voraussetzung geschaffen, nach Jahrzehnten der Vernachlässigung die nach 1990 begonnene Neukonzeption der Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu Ende zu führen: 2006 wurde im neu errichteten Museum die ständige Ausstellung „Konzentrationslager Mittelbau-Dora“ eröffnet. Anhand zahlreicher neu recherchierter Dokumente und Exponate gibt sie auf 425 qm einen umfassenden Überblick über die Geschichte des KZ Mittelbau-Dora. Die rücksichtlose Ausbeutung der KZ-Häftlinge im Lagerkomplex wird ebenso thematisiert wie die Seite der Täter, Profiteure und Mitwisser. Sie ist damit die erste umfassende Ausstellung zur KZ-Zwangsarbeit.
Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora verfügt über eine umfangreiche archivische und museale Sammlung zum Konzentrationslager, zum Speziallager und zur Geschichte der Gedenkstätte. Das Archiv erteilt Auskunft über das Schicksal ehemaliger Häftlinge, betreut Forschungsprojekte und unterstützt mit der Bibliothek die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte. Die Bibliothek besitzt über 25 000 Veröffentlichungen zur Geschichte des KZ- Systems, zum Nationalsozialismus und zur Geschichte der Internierungslager. Archiv und Bibliothek sind der Forschung und der Öffentlichkeit nach Absprache zugänglich.
In beiden Gedenkstätten werden Führungen, Einführungsfilme und Vorträge zur Geschichte der ehemaligen Lager vor allem für Jugendgruppen angeboten. Neben den Überblicksführungen, die nur einen kleinen Einblick in die Geschichte des Ortes geben können, entwickelte die pädagogische Abteilung Tagesprojekte, die eine intensivere Beschäftigung ermöglichen. Darüber hinaus finden Seminare, Workshops und Ausstellungen statt. Der Gedenkstätte Buchenwald ist eine Jugendbegegnungsstätte angegliedert. Hier können Gruppen auch an mehrtägigen Veranstaltungen und Workshops teilnehmen. Sie steht für Seminare und Projektarbeit, Tagungen und Konferenzen zur Verfügung.

