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INFO
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Deutsche Schillergesellschaft e.V.
Schillerhöhe 8-10
71672 Marbach
Geschäftsführer der Deutschen Schillergesellschaft und Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach
Prof. Dr. Ulrich Raulff
Telefon +49 (0)71 - 44 848-0
Fax +49 (0)71 - 44 848 690
E-Mail
museum@dla-marbach.de
Öffnungszeiten
Museen
Di-So 10-18 Uhr
geschlossen 24., 25., 26. u. 31.12.
Handschriftenlesesaal
Mo-Fr 8.30-18 Uhr
Lesesaal der Bibliothek
Mo-Fr 8.30-20 Uhr
(zwischen 17.30 und 20 Uhr sowie Sa von 10-17 Uhr nur für angemeldete Benutzer).
Veröffentlichungen
- Jahrbuch der DeutschenSchillergesellschaft
- Veröffentlichungen der Deutschen Schillergesellschaft
- Marbacher Bibliothek
- Deutsches Literaturarchiv. Verzeichnisse - Berichte - Informationen
- Marbacher Kataloge
- Marbacher Magazine u.a.
Mitgliedsbeiträge
- Einzelpersonen 25 €
(inkl. Jahrbuch 50 € ) - ermäßigt 12,50 €
(inkl. Jahrbuch 25 € ) - Firmen und Körperschaften
mindestens 125 €
Deutsches Literaturarchiv Marbach - Deutsche Schillergesellschaft e.V., Marbach am Neckar
Das Schiller-Nationalmuseum wurde 1903 als »Schillermuseum und -archiv« in Marbach am Neckar eröffnet. Es sollte zum einen als Gedenk- und Forschungsstätte für all jene Lebenszeugnisse und Erinnerungsstücke dienen, die seit Friedrich Schillers Tod in Marbach zusammengetragen worden waren, zum anderen aber auch als Archiv für andere berühmte Dichter und Schriftsteller aus Schwaben. Getragen wurde das Haus vom 1895 gegründeten Schwäbischen Schillerverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Literatur- und Geistesgeschichte Schwabens in einem Spezialarchiv zu sammeln und in einer Ausstellung zu zeigen. Im Mittelpunkt der Sammlungen standen seit je Werk und Wirkung Friedrich Schillers, dessen Geburtshaus in Marbach 1859 vom Marbacher Schillerverein als eine der ersten literarischen Gedenkstätten in Deutschland eingerichtet worden war.
1955 gründete die Deutsche Schillergesellschaft, wie sich der Trägerverein seit 1947 nannte, das Deutsche Literaturarchiv. Damit trug er der Tatsache Rechnung, dass sich nach dem Zweiten Weltkrieg das Marbacher Sammel- und Forschungsgebiet von der Klassik mehr und mehr auf die neuere deutsche Literatur ausgeweitet hatte. Aufgabe des Deutschen Literaturarchivs ist es, die handschriftlichen Quellen vor Zerstreuung zu bewahren, sie zu erhalten und der wissenschaftlichen Auswertung zugänglich zu machen. Die umfangreichen Bestände der Handschriftenabteilung (etwa 1200 Schriftsteller- und Gelehrtennachlässe, Teilnachlässe und Sammlungen, Verlags- und Redaktionsarchive sowie Tausende von Einzelautografen), die große Spezialbibliothek mit ihren mehr als 750 000 Bänden und 1100 aktuellen, literarischen und literaturwissenschaftlichen Zeitschriften, die Sammlungen des Cotta-Archivs (Stiftung der Stuttgarter Zeitung) sowie jene der Kunstsammlungen mit über 200 000 Objekten stehen der Forschung in Marbach direkt zur Verfügung. Da eine Benutzung nur an Ort und Stelle möglich ist, wurde 1993 ein Collegienhaus mit 30 Appartements gebaut, in dem Forscher aus aller Welt wohnen.
Als viertes Gebäude wurde im Juni 2006 das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) eröffnet. Gemeinsam mit dem Archiv schließt das von David Chipperfield Architects entworfene Gebäude den Platz vor dem Schiller-Nationalmuseum ab und vollendet so die Campus - Situation auf der Schillerhöhe. Zugleich hat mit dem LiMo (Projektarchitekt: Alexander Schwarz) das weithin über den Neckar sichtbare, schlossähnliche Gebäude des Schiller-Nationalmuseums ein Gegenstück erhalten. Im Inneren des dreigeschossigen Gebäudes macht die Dauerausstellung zur Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts die reichen Bestände des Deutschen Literaturarchivs einem breiten Publikum zugänglich: Auf rund 600 von 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche führt sie auf innovative und variantenreiche Weise hin zu Texten, Epochen, Strömungen, Motiven und Autoren der Moderne, zu den Strategien literarischer Erfindungen und den Weisen des Schreibens und Lesens. In Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten des kulturellen Lebens werden die zwei größeren Räume der Ausstellung (nexus und stilus) regelmäßig durch Kleinstausstellungen zur Literatur der Gegenwart in einem dritten Dauerausstellungsraum (fluxus) regelmäßig »up to date« gebracht. Wechselausstellungen ergänzen das Marbacher Museumsangebot.
Bis zum Schillerjahr 2009 ist das Schiller-Nationalmuseum wegen Innensanierung geschlossen. Es soll behindertengerecht umgebaut werden, neue Dauerausstellungen, ein Café und einen Shop erhalten. Der Museumsshop bleibt während dieser Zeit jedoch geöffnet. In ihm sind unter anderem die Marbacher Magazine und Kataloge, die Marbachs Jahres- und Kabinettausstellungen begleiteten, sowie die »Spuren«- Hefte erhältlich, die von der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg in Marbach betreut und herausgegeben werden. Beide Reihen können auch im Abonnement über die Deutsche Schillergesellschaft bezogen werden.


