INFO

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Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V.

Hofstatt 19
35578 Wetzlar

Vorsitzender
Georg Schmidt-von Rhein

Mitgliedsbeitrag 20 €

 

Reichskammergerichtsmuseum

Hofstatt 19
www.reichskammergericht.de

Leiterin
Dr. Anja Eichler

Telefon +49 (0)6441 - 99 41 60
Fax +49 (0)6441 - 99 41 64

Öffnungszeiten
Di-So 10-13 Uhr und 14-17 Uhr
Mo geschlossen


Forschungsstelle

Rosengasse 16

Leiterin
Prof. Dr. Anette Baumann

Telefon +49 (0)6441 - 99 41 61
Fax +49 (0)6441 - 99 41 64
E-Mail

Veröffentlichungen

  • Schriftenreihe der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung (1985ff.: Nr 1 ff.)
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Reichskammergerichtsmuseum - Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V., Wetzlar

Audienz am Reichskammergericht Wetzlar, Conspectus Audientiae Camerae imperialis, Kupferstich, Frankfurt/Main 1750, Städtische Sammlung Wetzlar Im Zuge der Reichsreform und Aufrichtung des „Ewigen Landfriedens“ wurde im Jahre 1495 unter Maximilian I. das Reichskammergericht als oberstes Gericht des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gegründet. Es hatte die Aufgabe, anstelle von Fehde, Gewalt und Lösegelderpressung ein geregeltes Streitverfahren vor Gericht zu entwickeln und damit Rechtskonflikte in friedliche Bahnen zu lenken. Nach Aufenthalten in verschiedenen süd- und südwestdeutschen Städten war es ab 1527 in Speyer und nach dessen Zerstörung von 1689 bis zum Ende des Alten Reichs 1806 in Wetzlar ansässig.

Die Entwicklung des 19. Jahrhunderts ließ die Bedeutung des Gerichts weitgehend in Vergessenheit geraten. Dies hat sich seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts entscheidend geändert.

 

Im Jahre 1985 gründeten interessierte Persönlichkeiten aus Justiz, Forschung und Kommunalpolitik die Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. in Wetzlar, die sich die Einrichtung eines Museums und einer Forschungsstelle zur Aufgabe gestellt hat. Die Arbeit wird durch einen wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Das Museum konnte bereits im Jahre 1987 eröffnet werden. Es nutzt ein vom Kammergerichtsassessor Franz von Papius erbautes dreistöckiges Kameralenpalais, das sich vorzüglich für die museale Präsentation eignet. Adelsbrief für den letzten Kammerrichter Heinrich von Reigersberg - Erhebung in den Grafenstand, Wien 3.9.1803 Als historisches Spezialmuseum greift es auf einen beträchtlichen Eigenbesitz und auf Dauerleihgaben zurück. Aufbau, Arbeitsweise, Schwierigkeiten und Behinderungen, doch auch Leistungen und Wirkungen des Reichskammergerichts während der gesamten Zeit seiner Tätigkeit, seine Rolle im Zusammenleben der Reichsorgane und seine Bedeutung für die Entwicklung der Rechtsliteratur und der Sozialund Mentalitätsgeschichte werden im Museum dargestellt. Dazu werden originale Bildwerke, Möbel, Plastiken und zeitgenössische Druckwerke gezeigt. Eine mehrsprachige Tonbildschau sowie Audio-Guides dienen zur Einführung und Vertiefung in das Thema.

 

Plakat Frieden durch Recht Im selben Hause befindet sich die Forschungsstelle. Sie erforscht die Arbeitsgrundlagen und die Wirkungsgeschichte des Reichskammergerichts. Gleichzeitig wird die Rolle des Reichskammergerichts im Verfassungsgefüge des frühneuzeitlichen Reiches untersucht. Schwerpunktmäßig ist auch das Personal des Gerichts, besonders die Anwaltschaft, Gegenstand der Forschung. Die Forschungsstelle begreift sich als Koordinierungsstelle aller Reichsgerichtsforscher und -forscherinnen. Sie spricht auch besonders junge Nachwuchswissenschaftler an. Ein Seminarraum für Tagungen steht zur Verfügung und wurde seit 1987 vielfach für internationale und interdisziplinäre Kolloquien genutzt.

 

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