Mehr als 400 Objekte erzählen von der wechselvollen Geschichte des Räuberunwesens. Darunter sind zahlreiche historische Geldstücke aus dem Geldmuseum Frankfurt, Geldkisten und Tresore, aber auch ein Modell eines Kugelpostwagens, mit dessen Entwicklung die Postanstalten auf die vermehrten Überfälle reagierten und die mit ihrer runden Form von Räubern schwer einzunehmen waren. Gemälde gestalten das Thema Postkutschenüberfall immer wieder phantasievoll aus. Aber auch die Realität ist in der Ausstellung eindrucksvoll dokumentiert mit historischen Steckbriefen aus dem 18. u. 19. Jahrhundert, Originalzeitungen sowie einer zeitgenössischen Zeichnung eines Brustharnischs, getragen vom Räuber Johannes Klemm bei einem Postwagenraub 1774. Historische Strafrequisiten wie das Schinderhannes-Fallbeil aus der Landespolizeischule Rheinland-Pfalz oder ein Rad zum Rädern aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg thematisieren die rigiden Strafen des 18. und 19. Jahrhunderts.Ein Fotografiersteg und die Typologie der Fingerabdrücke machen die Systematisierung der Tätersuche anschaulich. Filme und PC-Terminals führen ein in die Gegenwart mit bargeldlosem Zahlungsverkehr, Phishing-Mails und manipulierten EC- und Kreditkarten.
Die Ausstellung wurde vom Münchner Büro "hundb-gestaltet" in Szene gesetzt. Räuberwald, Schafott und Asservatenkammer bilden den Rahmen für die Exponate.


