Die Deutsche Kinemathek e. V. nahm im Februar 1963 offiziell ihre Arbeit auf, seit 1971 ist sie eine Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Deutsche Kinemathek sammelt, archiviert, restauriert und erschließt für die Öffentlichkeit wie für die Fachwelt alles, was zur deutschen Film- und Fernsehgeschichte gehört: Filmkopien, Drehbücher, Fotografien, Plakate, Programme, Geräte, Kostüme, Kostümentwürfe, Dokumente.
Seit dem Jahr 2000 präsentiert sie einen Teil ihrer filmhistorischen Sammlungen im Filmhaus am Potsdamer Platz in der Ständigen Ausstellung Film, die zu einem thematisch-chronologisch gegliederten Gang durch die deutsche Filmgeschichte einlädt. Die im Jahr 2006 eröffnete Ständige Ausstellung zum deutschen Fernsehen erweitert das Haus zu einer in Europa einzigartigen Kombination, dem „Museum für Film und Fernsehen“.
Ergänzend fächern Sonderausstellungen den kulturhistorischen Kontext von Film und Fernsehen auf. Im Filmarchiv sind rund 13.000 Filmtitel archiviert, nationale und internationale Produktionen von 1895 bis heute. Die übrigen Sammlungen umfassen über eine Million Szenen-, Porträt- und Werkfotos, etwa 20.000 Plakate sowie 15.000 Architektur- und Kostümskizzen.
Die in Deutschland bedeutendste Sammlung an Drehbüchern wird hier archiviert, darunter solche von Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau, Rainer Werner Fassbinder und Herbert Reinecker. Einen Schwerpunkt der Sammlungen bilden Dokumente zum deutschen Filmexil, zentral ist der Nachlass der berühmten amerikanischen Agentur Paul Kohner. Ein weiterer Bereich ist die umfangreiche Sammlung zum Thema "Special Effects".
Die Kinemathek bewahrt in der Marlene Dietrich Collection Berlin den umfangreichen Nachlass der großen Künstlerin auf, den das Land Berlin 1993 erworben und den Sammlungen übergeben hat. Die Archive stehen für internationale Ausstellungen und wissenschaftliche Forschung zur Verfügung.
Seit 1977 verantwortet die Deutsche Kinemathek die filmhistorischen Retrospektiven der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Sie gibt kontinuierlich Publikationen zur Filmgeschichte heraus, von denen viele Standardwerke der Filmgeschichtsschreibung geworden sind. Öffentliche Veranstaltungen widmen sich film-, fernseh- und medienpolitischen Themen. Darüber hinaus steht Besuchern eine der größten Fachbibliotheken Europas zur Verfügung.














