Henri Nannen stiftete seine Sammlung von Gemälden, Graphik und Plastik des deutschen Expressionismus als Grundstock des Bestandes, der durch Spenden, Geschenke von Künstlern und vor allem mit Hilfe des Fördervereins "Freunde der Kunsthalle" um wichtige zeitgenössische Werke ergänzt werden konnte.
Die beispielhafte Initiative Henri und Eske Nannens zieht Kreise: der Münchener Galerist Otto van de Loo hat dem Museum eine umfangreiche Kunstsammlung vorwiegend mit Werken der Gruppen Spur und Cobra gestiftet. Der hierfür erforderliche Erweiterungsbau, der im Jahr 2000 eröffnet wurde, verdoppelt die Ausstellungsfläche und schafft zusätzliche Werkstätten und Depoträume.
Neben dem wertvollen Bestand zieht ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm die Besucher an: während der Sommerferien ist die hauseigene Sammlung zu sehen, wobei eine kleine Sonderschau jeweils einen ausgewählten Aspekt vertieft. Außerhalb der Ferienzeit werden jährlich etwa vier bis fünf große Wechselausstellungen zur Kunst der Klassischen Moderne und zur zeitgenössischen Kunst gezeigt.
Dem Museum angeschlossen ist eine Malschule für Kinder und Jugendliche, in der jährlich ca. 500 Schüler von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region angeleitet werden. Der Kreativ-Service der Malschule bietet aber auch großen und kleinen Urlaubern die Möglichkeit, in Tages- oder Wochenkursen sämtliche künstlerischen Techniken in den Werkstätten kennen zu lernen. Die Einnahmen des Kreativ-Service, z. B. auch aus der Gestaltung von Veranstaltungen und Festen, dienen der Finanzierung der Malschule.
Ebenfalls im Malschulgebäude befinden sich das Restaurant "Museumsstube" und die Cafeteria/Bistro mit Wintergarten und Sommerterrasse am malerischen Stadtgraben. Ein anspruchsvoller Museums-Shop unterstützt mit seinen Einnahmen seit 1992 die Arbeit der Stiftung.
Jährlich an die 80.000 Besucher zählt das Haus, das mehr sein will als ein Container mit Kunst: "ein Haus mit menschlichen Dimensionen", wie Richard von Weizsäcker es nannte.














