Museumsstiftung Post und Telekommunikation



Museum für Kommunikation Berlin
© Foto - Herbert Schlemmer
Die Stiftung
Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation wurde 1995 im Zuge der bundesdeutschen Postreform gegründet. Finanziell getragen wird die Museumsstiftung von der Deutschen Post und der Deutschen Telekom. Als Leitungsorgane fungieren das Kuratorium und der Kurator. In der deutschen Museumsszene gilt die Kooperation zwischen der Museumsstiftung und den beiden Konzernen als herausragend konsequentes Beispiel einer Public-Private-Partnership. Das Kuratorium übernimmt dabei die Rolle eines Verwaltungsrates. Die Rechtsaufsicht über die Museumsstiftung hat das Bundesministerium der Finanzen. Stiftungszweck ist die Sammlung, Erschließung und Darstellung der gesamten Entwicklung der Informationsübermittlung in den Bereichen Post und Telekommunikation. Um diesen öffentlichen Auftrag wahrzunehmen, führt die Stiftung, neben einem Archiv für Philatelie in Bonn, je ein Museum für Kommunikation in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Nürnberg.

Die Museen
Während die Museumsstiftung eine vergleichsweise junge Institution ist, gehen die Ursprünge ihrer Sammlungen und Museen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Sammlungen der Museen richten sich an ein breites Publikum. Ihr Angebot umfasst neben attraktiven Dauer- und Wechselausstellungen auch Vorträge, Führungen, Filme, Workshops, Kinderwerkstätten und Museumsfeste. Zielgruppen sind insbesondere Familien mit Kindern und Schulklassen sowie Fachleute mit Bezug zu den einzelnen Themen. Um all diese Besucher optimal anzusprechen, werden die Themen auf drei Ebenen vermittelt: Auf der spielerischen Ebene können die BesucherInnen durch unterhaltsame, spielerische Tätigkeiten Wissen erwerben. Auf der informativen Ebene werden Fakten und komplexe Zusammenhänge vermittelt. Auf der animierenden Ebene ist das Publikum eingeladen, mit Hilfe eigener Aktivitäten Erfahrungen und Einsichten zu sammeln.

1872 gründete Heinrich von Stephan in Berlin das weltweit erste „Reichspostmuseum". Das 1898 in dem Gebäude an der Leipziger Straße in Berlin-Mitte eröffnete Haus ist heute Sitz des Museums für Kommunikation Berlin. Die Dauerausstellung in Berlin bringt Vergangenheit und Zukunft unter ein Dach: Hier wird die Entwicklung der Informationsgesellschaft erleb- und begreifbar. Im Lichthof des Museums kommunizieren drei einzigartige Roboter mit den BesucherInnen. Kommunikationsgalerien, Themen- und Sammlungssäle führen in zentrale Fragen der Kommunikationsgeschichte ein. In seiner Schatzkammer präsentiert das Haus besondere Kostbarkeiten wie die Blaue Mauritius.


Mit der deutschen Teilung in Folge des Zweiten Weltkriegs baute die damalige Deutsche Bundespost in Frankfurt am Main ein weiteres Postmuseum auf, in das viele Exponate überführt wurden, die im Krieg aus Berlin ausgelagert worden waren. Heute setzt das Museum für Kommunikation Frankfurt Kommunikation „kunstvoll" in Szene: Im mehrfach preisgekrönten Museumsbau des Architekten Peter Behnisch am Frankfurter Museumsufer erhalten die BesucherInnen Einblick in die Geschichte der Kommunikation von ihren Anfängen der Nachrichtenübermittlung bis zur modernen Kommunikationsgesellschaft. Modelle zum Ausprobieren verdeutlichen die wichtigen technischen Erfindungen, ohne die es beispielsweise weder Fernsehen noch Telefon gäbe. Eine Besonderheit des Museums sind die Kunstexponate und die Medienwerkstatt.

Das Museum für Kommunikation Nürnberg gehört, zusammen mit dem DB-Museum der Deutschen Bahn AG, zu den ältesten technikgeschichtlichen Museen Deutschlands. Seit 1902 besteht hier eine eigenständige Post und Telegrafenausstellung. Das Museum zeigt die Geschichte von Post und Nachrichtenübermittlung in Bayern vom Mittelalter bis heute. Filme, Lebensläufe und Inszenierungen erläutern soziale und wirtschaftliche Aspekte. Die BesucherInnen können an vielen Geräten selbst ausprobieren, wie Kommunikation funktioniert, zum Beispiel den eigenen Namen morsen oder Nachrichten per Rohrpost verschicken.

Der besondere Schwerpunkt des Museums für Kommunikation Hamburg liegt auf den speziellen Erfordernissen, die Küste und Meer an die Nachrichtenübermittlung stellen: Wattenpost, Schiffspost, Seekabel und der Seefunk. Telegramme von der Titanic offenbaren die lebenswichtige Bedeutung dieses Kommunikationsweges auf See. Arbeitsplätze von Schiffen und Küstenfunkstationen zeigen die Entwicklung vom Löschfunkensender der Frühzeit über die legendäre Station von Norddeich Radio zur Satelliten gestützten Service heutiger Tage. Weiter sind Hamburger Besonderheiten wie die Straßenbahnpost und der Kaffeeproben-Briefkasten zu sehen, aber auch Exponate von globaler Bedeutung so zum Beispiel die Reproduktion der Bild-Ton-Platte der Raumkapsel Voyager, die wie eine Flaschenpost in anderen Galaxien unterwegs ist.

Alle Museen begreifen sich als Orte der Kommunikation und laden mit einem breit gefächerten museumspädagogischen Programm und einem reichhaltigen Veranstaltungskalender zu einem Besuch ein.

Museumsstiftung Post und Telekommunikation/
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin

Kuratorin der Museumsstiftung und Direktorin des Museums für Kommunikation Berlin:
Dr. Lieselotte Kugler

Telefon +49 (0)30 202 94-0
Fax +49 (0)30 202 94-111
E-Mail mk.berlin@mspt.de

Öffnungszeiten

Eintritt


Verkehrsverbindungen:

U-Bahn: U2 Haltestelle "Mohrenstraße", U2/U6 Haltestelle "Stadtmitte"
Bus: TXL, 148, 200, 348
M = Gebäude Museum für Kommunikation Berlin

Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main

Direktor: Dr. Helmut Gold

Telefon +49 (0)69 606 00
Fax +49 (0)69 606 066 6
E-Mail mk.frankfurt@mspt.de

Öffnungszeiten

Eintritt

Die Preise für Führungen, Kindergeburtstage und Themenprogramme werden zuzüglich zum Eintritt erhoben; das gilt auch für die Kinderwerkstatt: 1,50 €, erw. Begleitpersonen 1 €

Freier Eintritt am „Satourday“ der Stadt Frankfurt ist immer dann, wenn wir uns mit einer Aktion an diesem Programm beteiligen.


Verkehrsverbindungen:

U-Bahn: U4, U5 Haltestelle "Willy-Brandt-Platz"
U1, U2 u. U3 Haltestelle "Schweizer Platz"
S-Bahn: Straßenbahn Linie 16 -Haltestelle "Schweizer Straße./Gartenstraße"
Bus: Linie 46 Haltestelle "Untermainbrücke"
M = Gebäude Museum für Kommunikation Frankfurt

Museum für Kommunikation Hamburg
Gorch-Fock-Wall 1
20354 Hamburg

Direktor: Dr. Oliver Rump

Telefon +49 (0) 40 357 636 0
Fax +49 (0) 40 357 636 20
E-Mail mk.hamburg@mspt.de

Öffnungszeiten

Eintritt


Verkehrsverbindungen:

U-Bahn: U1 Haltestelle "Stephansplatz", U2 Haltestelle "Gänsemarkt"
S-Bahn: S11/ S21/ S31 Haltestelle "Dammtor"
Bus: 4, 5, 109, 112 Haltestelle "Stephansplatz "
Schnellbus: 34, 36 Haltestelle "Stephansplatz"
M = Gebäude Museum für Kommunikation Hamburg

Museum für Kommunikation Nürnberg
Lessingstraße 6
90443 Nürnberg

Direktor: Dr. Stefan Kley

Telefon +49 (0)911 230 88 0
Fax +49 (0)911 230 88 96
E-Mail mk.nuernberg@mspt.de

Öffnungszeiten

Eintritt


Verkehrsverbindungen:

U-Bahn: U2, Haltestelle "Opernhaus"
M = Gebäude Museum für Kommunikation Nürnberg

Archiv für Philatelie
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Telefon +49 (0)228 185-151
Fax +49 (0)228 185-190
E-Mail museumsstiftung@mspt.de


Homepage

http://www.museumsstiftung.de

Revision: 08/05/2007 - 16:30 - © AsKI e.V.