Seit längerer Zeit bewegt sich die „Museumspädagogik" in einem Spannungsfeld zwischen Schule und Öffentlichkeitsarbeit, zwischen Unterricht und erlebnisorientiertem „Event". Und längst geht es nicht mehr allein um Museen im traditionellen Sinn und auch nicht mehr allein um kind- und jugendgerechte Aufbereitung zentraler Anliegen musealen Arbeitens. Letzen Endes muß pädagogisches Arbeiten nicht einmal mehr notwendigerweise mit Kindern und Jugendlichen verbunden sein - viele Institutionen entdecken immer mehr andere Zielgruppen wie junge Familien, ausländische Menschen, Senioren, Behinderte.Obwohl vielerorts die museumspädagogische Nachfrage stark steigt, sind die finanziellen Möglichkeiten kommunaler oder staatlicher Museen sehr begrenzt. Alternative Modelle sind daher gefragt. Das Museumszentrum Lorsch hat ein solches Modell entwickelt.
Die Tagung bezweckt eine kritische Bestandsaufnahme zur derzeitigen Situation und eine Annäherung an neue Wege der Museumspädagogik; traditionellen Definitionen und Sichtweisen sollen alternative Möglichkeiten, Erfahrungen, Modelle und Perspektiven gegenübergestellt werden. Ein Blick in die europäischen Nachbarländer bietet nicht nur interessante Vergleichsmöglichkeiten, sondern sicher auch Anregungen für die eigene Praxis.
Die Tagung wird in vier Sektionen mit jeweils zwei Referenten an zwei Tagen stattfinden. Die Tagungsergebnisse werden in einer eigenen Publikation veröffentlicht. Die Referenten diskutieren mit einem interessierten Fachpublikum von 50 -70 Personen
| Donnerstag, 25. April 2002 | |
11:30 - 12:00 Uhr | Begrüßung und Vorstellung des Museumszentrums Lorsch |
| 12:00 - 12:45 Uhr | Akzente in der deutschen Museumspädagogik Monika Hagedorn-Saupe, Berlin Andrea Prehn, Berlin |
| 12.45 - 13.00 Uhr | Diskussion |
13.00 - 15.00 Erste Sequenz | |
13:00 - 13:45 Uhr | Schule und Museum |
| 13:45 - 14:00 Uhr | Diskussion |
| 14:00 - 14:45 Uhr | Schule ist nicht alles. Das Museum als Erlebnisraum und Teil eines pädagogischen Netzwerks |
| 14:45 - 15:00 Uhr | Diskussion |
15:00 - 15:30 Uhr | Kaffeepause |
15.30 - 16.15 Zweite Sequenz | |
15:30 - 16:15 Uhr | Zwischen Bildungsauftrag und Ehrenamt: Bestandsaufnahme zu einem diffusen Berufsbild |
| 16:15 - 16:30 Uhr | Diskussion |
16:30 - 17:15 Uhr | Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit: Wer übernimmt welchen Part? |
| 17:15 - 17:30 Uhr | Diskussion |
| 17:30 - 18:15 Uhr | Service und Vermittlung. Eine notwendige Abgrenzung zur Öffentlichkeitsarbeit im Museum |
| 18:15 - 18:30 Uhr | Diskussion |
| 19:00 | Empfang |
| Freitag, 26. April 2002 | |
9.00 - 13.00 Dritte Sequenz | |
09:00 - 09:45 Uhr | Überlegungen zur Problematik von Kunsterziehung in russischen Museen |
| 09:45 - 10:15 Uhr | Diskussion |
10:15 - 11:00 Uhr | Pädagogik in Burgen, Schlössern oder Palästen Frankreichs |
| 11:00 - 11:30 Uhr | Diskussion |
11:30 - 13:00 Uhr | Mittagspause |
14.00 - 16.00 Vierte Sequenz | |
13:00 - 13:45 Uhr | denkmal aktiv - Ansätze einer Denkmalpädagogik |
| 13:45 - 14:00 Uhr | Diskussion |
14:00 - 14:45 Uhr | Ausgestellte Geschichte. Überlegungen zur Didaktik in kulturhistorischen Ausstellungen und Museen |
14:45 - 15:00 Uhr | Schlussdiskussion und Schlusswort |