Zu ihnen gehören heute neben dem Goethe-Nationalmuseum, dem Schiller-Haus und dem Schiller-Museum achtzehn weitere Literaturmuseen, Schlösser und Erinnerungsstätten, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und das Goethe- und Schiller-Archiv mit ihren reichen und teilweise einmaligen Beständen, fünf Parkanlagen in Weimar und Umgebung sowie zahlreiche andere Objekte. Dieses historisch gewachsene Ensemble von kulturellen Zeugnissen aus der Zeit des klassischen Weimar, aber auch aus seiner "silbernen" Epoche, der Zeit Franz Liszts, und der nachfolgenden Friedrich Nietzsches in seiner Einheit zu bewahren und zu ergänzen ist oberstes Anliegen der Stiftung. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, die überlieferten Schätze zu erhalten und zu vermehren, zu erschließen und zu erforschen und der Öffentlichkeit in ihrer Aktualität und Lebendigkeit auf vielfältige Weise zugänglich zu machen.
Bei alledem ist es auch das Ziel der Stiftung, einen Brückenschlag zwischen dem Erbe und der zeitgenössischen Literatur sowie den Künsten und der Wissenschaft der Gegenwart zu ermöglichen und Raum für die Erörterung von Gegenwartsfragen aus dem Geist der Tradition zu schaffen.
Die reichen Archive und Sammlungen der Stiftung erfordern wissenschaftliche Aufarbeitung und Erschließung. Deshalb ist die Stiftung auch ein Zentrum editorischer Arbeit in Deutschland. Derzeit wird u. a. an der Schiller-Nationalausgabe, an der Heine-Säkularausgabe, an einer Gesamtausgabe der Briefe Herders und einer historisch-kritischen Ausgabe von Goethes Tagebüchern gearbeitet.
Es ist erklärte Absicht der Stiftung, die Arbeit des Wissenschafts- und Forschungsbereiches durch Schwerpunktprogramme zu vertiefen und Weimar zu einem Ort des Wissenschaftleraustausches und des interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurses zu machen. Daneben werden kontinuierlich wissenschaftliche Tagungen, Vorträge und Veranstaltungen durchgeführt. Zur Information erscheinen spezielle Veröffentlichungen.














