Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf



Schloß Gottorf
© Foto: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen
Unter dem Dach der Stiftung "Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf" sind seit 1999 das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte – das frühere Schleswig-Holsteinische Landesmuseum – und das Archäologische Landesmuseum der Christian-Albrechts Universität zu Kiel als weiterhin selbständige Museen zusammengefasst worden.

Das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum ging aus der 1875 der Provinz Schleswig-Holstein geschenkten Sammlung von Schnitzaltären, Möbeln und weiteren kunstgewerblichen Objekten des Kieler Professors Gustav Thaulow hervor. Dem Thaulow-Museum wurde 1878 ein Gebäude in Kiel errichtet. Bereits 1906 konnte ein Erweiterungsbau durchgesetzt werden, der 1911 eingeweiht wurde und die Ausstellungsfläche um das vierfache erweiterte. Nach der Ausweitung der Sammlungsbereiche in die Kunst und Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins insgesamt war es folgerichtig, dies auch im Namen auszudrücken, so dass das Museum vor dem zweiten Weltkrieg in „Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum" umbenannt wurde.

Das Archäologische Landesmuseum führte zunächst den Namen „Schleswig-Holsteinisches Museum vorgeschichtlicher Altertümer" und änderte diesen 1952 in „Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte", bevor ab 1986 der heutige Name eingeführt wurden. In jenem Jahr konnte es auf eine bereits 150-jährige Geschichte zurückblicken, denn 1836 wurde in Kiel für die sogenannte „Sammlung vaterländischer Altertümer" die erste öffentlich zugängliche Schausammlung von 300 Stücken eingerichtet. Als „Museum vaterländischer Altertümer" nahm es 1873 die Bestände Flensburger „Altertumssammlung für das Herzogtum Schleswig" auf und wurde 1878 im alten Kieler Universitätsgebäude neu eingerichtet.

Die Gebäude beider Museen in Kiel waren 1944 zerstört worden. Die ausgelagerten Sammlungen konnten größtenteils gerettet werden und wurden in den Jahren nach dem Krieg im Schleswiger Schloß Gottorf abschnittweise mit der Renovierung der Räume wieder ausgestellt. Darunter befand sich von Anfang an das große Nydamschiff von etwa 320 n.Chr., das noch heute neben den Moorleichen der Eisenzeit ein herausragendes Ausstellungsstück der Archäologie ist. Dort werden die reichen Zeugnisse der vor- und frühgeschichtlichen Kultur Schleswig-Holsteins neben einer Abteilung zu mittelalterlicher Kultur und völkerkundlichen Ausstellungen gezeigt. In der Dependance Wikinger Museum Haithabu wird in Busdorf bei Schleswig die Geschichte dieser frühmittelalterlichen Stadt an ihrem authentischen Standort in Originalen und Rekonstruktionen gezeigt.

Im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sind Schwerpunkte die mittelalterlichen Altäre und eine Cranach-Sammlung, die Gutenbergbibel, Bauernstuben, Volkskunst, Barockgalerie mit niederländischen Gemälden des 17. Jahrhunderts, die große Sammlung von nordeuropäischen Fayencen, eine Kutschensammlung, Jugendstilabteilung mit Kunsthandwerk, Gemälden und Plastiken, dänische und deutsche Freilichtmalerei des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Abteilung mit umfangreichen Beständen zum deutschen Expressionismus und zur Nachkriegskunst sowie modernem Kunsthandwerk und Plastik mit einem Skulpturenpark. Weitere Abteilungen sind das Kupferstichkabinett mit einem Bestand von 85.000 Blatt und das unweit vom Schloß gelegene Volkskunde Museum. Als Dependancen werden das Jüdische Museum im Gebäude einer ehemaligen Synagoge und Talmud-Thoraschule in Rendsburg, das Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf und, für sommerliche Wechselausstellungen, Kloster Cismar bei Grömitz/Ostsee geführt.

Der ehemalige Barockgarten von Schloß Gottorf mit seinem ehemals weltberühmten Riesenglobus in der sogenannten Friedrichsburg wird gegenwärtig wieder hergestellt.

Informationen

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf
24837 Schleswig

Stiftungsratsvorsitzender: Peter Harry Carstensen
Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Kiel
Stiftungsvorstand:
Leitender Direktor: Prof. Dr. Herwig Guratzsch
Direktor: Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Ulrich Schneider

Telefon +49 (0)4621-813 0
Telefon Presse- und Öffentlichkeitsarbeit +49 (0)4621-813 208
Fax +49 (0)4621-813 555
E-Mail info@schloss-gottorf.de

Öffnungszeiten der Museen auf der Schlossinsel


Homepage

http://www.schloss-gottorf.de

Revision: 18/07/2005 - 14:26 - © AsKI e.V.