Hermann Eiselen
Hermann Eiselen erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Der Minister des Staatsministeriums Baden-Württemberg, Christoph Palmer, hat dem
Gründer der Eiselen-Stiftung, Hermann Eiselen,
das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.
"Hermann Eiselen hat sich herausragende Verdienste um Forschung und Lehre in
Baden-Württemberg und die Bekämpfung des Hungers in
der Welt erworben. Mit dem Auf- und Ausbau des Deutschen Brotmuseums in Ulm hat er die
Geschichte und die Bedeutung des Brotes den Menschen näher gebracht", betonte Palmer bei
einem Empfang in der Villa Reitzenstein im September 2001 in Stuttgart.
"Hermann Eiselen", so der Minister weiter,
"hat gezeigt, welche kulturgeschichtliche,
wirtschaftliche und humanitäre Bedeutung das Brot
als Grundnahrungsmittel hat und welche Folgen Missernten oder Krieg und Zerstörung für die
Ernährungslage mit sich bringen."
Eiselen war bereits seit der Gründung des Deutschen Brotmuseums im Jahre 1955
Mitglied des Vorstands bzw. Vorsitzender des
Trägervereins. Später wurde das Museum in die
von ihm gegründete Eiselen-Stiftung integriert.
Der aus Nagold stammende Volkswirt habe mit der Eiselen-Stiftung wissenschaftliche
Nachwuchskräfte nachhaltig gefördert. "Die Stiftung
ist für den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie
zur Unterstützung der Arbeit in den
Entwicklungsländern von großer Bedeutung. Sie hilft mit
einem Förderprogramm für Diplomanden, Preise
für herausragende Veröffentlichungen,
Dissertationen und Habilitationsschriften, sowie durch
Unterstützung von Kongressen, Tagungen und
das Kontaktstudium für Experten aus
Entwicklungsländern an der Universität Hohenheim",
erklärte Minister Palmer. Hermann Eiselen habe sich
dabei tief in die natur- und
agrarwissenschaftlichen Grundlagen der geförderten Projekte
eingearbeitet. Er habe den von der Stiftung geförderten
Programmen immer wieder entscheidende Impulse gegeben.
Als jüngstes Verdienst von Hermann Eiselen hob Christoph Palmer die Einrichtung der
Stiftungsprofessur für
Entwicklungsländerforschung hervor. Die Stiftungsprofessur beschäftige
sich mit dem Innovationstransfer in
Entwicklungsländern und untersuche insbesondere die
strukturellen, institutionellen, soziologischen und
materiellen Bedingungen für die Akzeptanz von
Neuerungen im ländlichen Milieu.
"Mit der Erhaltung des Museums und der Forschungsförderung setzt Hermann Eiselen
eine rund 40-jährige Familientradition fort, die
von seinem Vater begründet wurde", erklärte
Minister Palmer abschließend.