Dani Karavan - Ehrung und Ausstellung
Nach der Auszeichnung mit dem Kaiserring von Goslar 1996
wurden nun zwei weitere hochrangige Ehrungen dem israelischen Künstler Dani Karavan
zuteil, der im Auftrag des AsKI im spanischen Portbou den Gedenkort "Passagen"
zur Erinnerung an Walter Benjamin und die Emigranten der Jahre 1933 bis 1945 geschaffen
hat (finanziert durch die Bundesländer und Katalonien). Am 15. Juni dieses Jahres wurde
ihm in Berlin in Anwesenheit des Bundespräsidenten der Orden "Pour le mérite für
Wissenschaften und Künste" verliehen, die Laudatio hielt Hubertus von Pilgrim, und
am 9. Juli erhielt er in München für seine künstlerische Leistung als Bildhauer den
höchstdotierten Kunstpreis der Welt aus der Hand von Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt,
den 1988 in Japan ins Leben gerufenen "Praemium Imperiale", gleichsam der
Nobelpreis für Künstler. Die Laudatio auf ihn und die anderen ausgezeichneten Künstler
- Robert Rauschenberg für Malerei, Alvaro Siza für Architektur, Sofia Gubaidulina für
Musik und Richard Attenborough für Film - hielt Bundespräsident Roman Herzog.
Das international große Interesse an Dani Karavans Hommage
in Portbou ist ungebrochen, gilt dieses Kunstwerk doch singulär als ein gelungenes
Mahnmal zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus.
Die 1994 im Bonner Kunstmuseum präsentierte Ausstellung zum
Gedenkort wird nun im Oktober im Goethe-Institut in Toronto gezeigt im Rahmen eines Walter
Benjamin-Symposiums mit dem Untertitel "Time and Memory". Dr. Ingrid Scheurmann,
Autorin der AsKI-Ausstellung "Grenzüberschreitungen" zu Walter Benjamin und
Mitorganisatorin des Gedenkorts, wird als Referentin in Toronto das Gedenkprojekt
vorstellen und die Ausstellung, die nach Bonn an mehreren Orten in Japan, in Moskau und
Tel Aviv zu sehen war, eröffnen.
