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Kulturberichte 2/00: Kleine Nachrichten - Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

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Preise

Der Berliner Lyriker, Erzähler und Dramatiker Volker Braun wurde in diesem Jahr mit dem mit 60.000 DM dotierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung traf die Entscheidung bei ihrer Frühjahrstagung in Krakau. Der aus Dresden stammende Autor machte zu DDR-Zeiten mit kritischen Theaterstücken und Romanen immer wieder Missstände der sozialistischen Gesellschaft zum Thema, ohne deren ideologische Grundlagen aber in Frage zu stellen.Zu den bekanntesten Werken des 60-Jährigen gehören die Dramen "Die Kipper", "Übergangsgesellschaft", "Transit Europa" und "Lenins Tod", der "Hinze-Kunze-Roman" (1985) sowie mehrere Gedichtbände wie "Lustgarten Preußen" (1996) oder "Tumulus" (1999).

Den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa erhielt der Historiker Kurt Flasch für seine Darstellung der mittelalterlichen Philosophie. Der ebenfalls von der Akademie vergebene Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ging an die Publizistin Silvia Bovenschen. Beide Preise sind mit je 20.000 DM dotiert.

Neue Mitglieder

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat während der Frühjahrstagung in Krakau zwei ordentliche Mitglieder hinzugewählt: die Schriftstellerin Katja Lange-Müller, die 1951 in Ostberlin geboren wurde und 1984 nach Westberlin übersiedelte, und den 1957 in Bingen geborenen Lyriker Thomas Kling.

 

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