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Kulturberichte 1/99: Kleine Nachrichten

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Neuerwerbung des Goethe-Museums Düsseldorf

Brief
Johann Wolfgang von Goethe
Eigenhändiger Brief an Friedrich Schiller
(11. December 1800)
Goethe-Museum Düsseldorf

Zu den Besonderheiten der Beziehung zwischen Goethe und Schiller gehört ihre gemeinsame Theaterarbeit, für die sich Goethe eine größere Beteiligung des Freundes wünschte. Sein Brief an Schiller vom 11. Dezember 1800, den das Goethe-Museum Düsseldorf mit Hilfe seines Freundeskreises auf einer Auktion des Berliner Autographenhandels J.A. Stargardt erwerben konnte, ist ein Zeugnis dieser Zusammenarbeit:

„Ich wünschte, wie Sie wissen, Morgen nach Jena zu gehen; nun ist aber Iphigenie von Gluck in der Arbeit und wenn die Representation nicht mit Leben und Geschick arrangirt wird, so möchte wenig davon zu hoffen seyn. Ich ersuche Sie daher sich derselben anzunehmen [ ... ]".

Offensichtlich geht es nicht nur um die Kontrolle einer schon fertigen Inszenierung, sondern auch um die Erarbeitung neuer Rollenauffassungen. Ein Zeugnis des gemeinsamen literarischen Berufs, aber auch ein Zeugnis des Vertrauens. 

 

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