Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Preisfrage:
Kann Literatur dem Frieden dienen?
Teilnahmeberechtigt sind alle, die sich in Form eines 30 bis 50seitigen,
bisher unveröffentlichten Essays in deutscher Sprache zu diesem Thema äußern möchten.
Eine Jury, die sich aus Mitgliedern der Deutschen Akademie zusammensetzt, bewertet die
eingehenden Arbeiten. Die beste Antwort wird mit 5.000 DM ausgezeichnet und im Wallstein
Verlag (Göttingen) publiziert.
Ausführliche Teilnahmebedingungen werden vom Sekretariat der Deutschen
Akademie, Alexandraweg 23, 64287 Darmstadt verschickt. Die Antwort muß bis 30. Juni 1999
vorliegen.

Drei neue Mitglieder der Deutschen Akademie
Die Deutsche Akademie hat während ihrer Herbsttagung in Darmstadt die
österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek, den israelischen Dichter und
Übersetzer Asher Reich sowie die in Wien lebende Literatur- und
Musikwissenschaftlerin Nike Wagner zu korrespondierenden Mitgliedern (mit Wohnsitz
im Ausland) gewählt.

Johann-Heinrich-Voß-Preis und Friedrich-Gundolf-Preis
Die Jury der Deutschen Akademie hat den Johann-Heinrich-Voß-Preis für
Übersetzung in diesem Jahr dem Übersetzer Harry Rowohlt zuerkannt.
Rowohlt hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein außerordentlich
reichhaltiges und umfangreiches Übersetzerwerk vorgelegt und bedeutende amerikanische
Autoren wie z.B. Kurt Vonnegut übersetzt. Doch ist sein Name vor allem mit der modernen
irischen Literatur aufs engste verbunden, nicht zuletzt mit dem Werk des herausragenden
Autors Flan O'Brien. Rowohlts Kunst der Übertragung auch von weniger phantastischen
Texten bezeugt der große Erfolg von Frank McCourts bitter-komischen Kindheitserinnerungen
Die Asche meiner Mutter" aus dem Jahr 1996.
Den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im
Ausland erhält dieses Jahr der langjährige Präsident des schwedischen PEN Thomas von
Vegesack. Von Vegesack hat als ehemaliger Cheflektor des Stockholmer
Nordstets-Verlages vielen Autoren deutscher Literatur zu öffentlichem Ansehen in Schweden
verholfen und als Feuilleton-Redakteur in seinem Land schon früh auf die deutschsprachige
Nachkriegsliteratur aufmerksam gemacht. Er war überdies der erfolgreiche Mitorganisator
der legendären Sigtuna-Tagung der Gruppe 47 im Jahr 1964.
Die beiden mit je 20.000 DM dotierten Preise werden im Rahmen der
diesjährigen Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die vom
29. April bis zum 1. Mai 1999 in Erfurt stattfindet, überreicht.