Symposion des AsKI
"Kulturstandort Europa -
Kulturpolitische Kooperation in einer erweiterten europäischen Union"
Am 17./18. September 1997 veranstaltete der AsKI in
Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen
Industrie und der Privatinitiative Kunst in Bonn ein Symposion
zur Europäischen Kulturpolitik. Unter dem Titel "Kulturstandort Europa -
Kulturpolitische Kooperation in einer erweiterten Europäischen Union" diskutierten
Teilnehmer aus verschiedenen Ländern über einzelne Aspekte kulturpolitischer Fragen,
wobei insbesondere Konzepte von Nachbarländern im Mittelpunkt standen.
Schwerpunkt des ersten Tages war die Frage nach einer
Kulturpolitik für die beitrittswilligen Länder Ost-Europas, die nach einleitenden
Vorträgen von Hans Bodo Bertram (Auswärtiges Amt) und Gunilla Hellman (Nordic Cultural
Fund) im Rahmen einer vom Publikum mit lebhaftem Interesse verfolgten Podiumsdiskussion
erörtert wurde, an der unter der Leitung von Dr. Barthold C. Witte außer den Referenten
noch Christine Lieberknecht (Thüringer Ministerin für Bundesangelegenheiten), Dr. Elka
Tschernokoshewa (Sorbisches Institut Bautzen) und Thomas Krüger (Kulturbeauftragter der
SPD, MdB) teilnahmen.
Am zweiten Tag ging es um konkrete Modelle der
Kulturförderung. Prof. Dr. Andreas Wiesand (Zentrum für Kulturforschung, Bonn) und
Rupert Graf Strachwitz (Maecenata Management und Kulturstiftung Haus Europa, München)
stellten hierzu Beispiele aus der Praxis vor. Daran anschließend widmeten sich einige
Vorträge ausgewählten Detailproblemen, wie z. B. Stiftungsrecht (RA Dr. Spiegel,
München, und Peter Schreiber vom Niederländischen Ministerium für Unterricht, Kultur
und Wissenschaften), Folgerecht (Dr. Friedrich Bischoff, Köln) und Sponsoring (Andrew
McIlroy, Brüssel). Im folgenden entwickelte sich unter den zahlreichen Teilnehmern eine
angeregte Diskussion, die deutlich machte, daß der Bedarf an Anregungen und Wissen zu
diesen Themen zweifelsohne groß ist. Dies spiegelte sich auch in der Zahl der Teilnehmer
wider. So waren an beiden Tagen jeweils ca. 80 Gäste der Einladung zum Symposion gefolgt.