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Kulturberichte 1/01: Kleine Nachrichten - Fritz Bauer Institut

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Veränderungen

Zehn Jahre nach den ersten konzeptionellen Vorarbeiten und fünf Jahre nach der offiziellen Gründung begann für das Fritz Bauer Institut im letzten Herbst ein neuer Abschnitt seiner Geschichte. Nachdem der Förderverein auf der Basis einer ausführlichen Diskussion mit großer Mehrheit sein Plazet für eine Reihe tiefgreifender Veränderungen gegeben hatte, trat mit dem 1. Oktober 2000 nicht nur eine veränderte Stiftungsverfassung in Kraft. Förderverein und Stiftungsrat haben sich darüber hinaus einem Plan angeschlossen, den der neugewählte Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Dr. Steinberg, entwickelt hat und der folgende Eckpunkte enthält:

 

Das Fritz Bauer Institut wird bei voller Wahrung seiner Unabhängigkeit, die in einem Kooperationsvertrag festgelegt ist, ein sogenanntes "An-Institut" der Frankfurter Universität. Es wird unentgeltlich von einem amtierenden Professor im Rahmen seiner Dienstpflichten geleitet und im Frühjahr 2001 in angemessene, gänzlich neu ausgestattete Räume im ehemaligen "IG-Farben-Haus" - gelegentlich auch nach seinem Architekten als "Poelzig Bau" bezeichnet - umziehen. Durch diesen Umzug werden jährlich Mittel von beinahe 150.000,- DM eingesparter Miete frei, die der Forschung, Präsentation und Bildungsveranstaltungen zugeführt werden.

Seit Beginn des Jahres 2001 stellt das Land Hessen - einer der Stifter - auf Dauer die finanziellen Mittel einer C4-Professur für historische und interdisziplinäre Forschung zur Verfügung, die für eine rotierende Gastprofessur namhafter in- und ausländischer Gelehrter verwendet werden.

Künftig ist die Universität Frankfurt mit zwei Stimmen im Stiftungsrat vertreten, und zwar durch den Präsidenten der Universität und den Dekan des Fachbereichs, dem der jeweils das Institut leitende Professor angehört.

Die Unabhängigkeit des Instituts ist dadurch garantiert, dass die Bestellung sowohl des Direktors/der Direktorin als auch der Gastgelehrten nicht gegen die Vertreter des Fördervereins als Repräsentanten des bürgerschaftlichen Engagements getroffen werden kann.

Als nächster Direktor, nach dem Gründungsdirektor Dr. Hanno Loewy und der interimistisch leitenden Frau Dr. Irmtrud Wojak, wurde Prof. Dr. Micha Brumlik für die nächsten fünf Jahre bestellt.

Neue Hausadresse:
Fritz Bauer Institut,
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main
Tel. 069/798322-40
Fax 069/798322-41

E-Mail: info@fritz-bauer-institut.de,
Internet: www.fritz-bauer-institut.de

 

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