Joachim-Felix Leonhard, Direktor der Stiftung Deutsches
Rundfunkarchiv, neuer Generalsekretär des Goethe-Instituts Inter Nationes
Das Präsidium des Vereins Goethe-Institut
Inter Nationes hat im Januar 2001 Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard mit großer Mehrheit
zu seinem neuen Generalsekretär gewählt.
Leonhard wird Sprecher eines insgesamt vierköpfigen
Vorstands und wird sein Amt voraussichtlich im Frühjahr antreten.
Der Präsident des Goethe-Instituts, Hilmar Hoffmann, zeigte sich über die Wahl hoch
erfreut: "Leonhard hat für diesen schwierigen Posten mit seinem doppelten Profil als ausgewiesener
Kulturpolitiker und Manager im öffentlich-rechtlichen Umfeld die idealen
Voraussetzungen. Seine Herkunft aus dem Bibliotheks-
und Medienbereich passt perfekt zum neuen,
fusionierten Institut."
Nach dem Studium (Geschichte, Latein, Philosophie) und bibliothekarischer Ausbildung
war Leonhard, Jahrgang 1946, in verschiedenen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen
in leitender Funktion tätig, so an den
Universitätsbibliotheken Bamberg (1978), Passau (1980)
und Heidelberg (1981). Nach einer Tätigkeit als
Referent bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn (1984) wurde Leonhard 1987
Direktor der Universitätsbibliothek in
Tübingen. Seit 1991 leitet er die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv (DRA) in Frankfurt am Main und Potsdam-Babelsberg, eine von der ARD
getragene Einrichtung, in der Leonhard besonders
mit der Gründung eines neuen Kulturinstituts für
das Programmvermögen des ehemaligen
DDR-Hörfunks und -Fernsehens in
Potsdam-Babelsberg befasst war.
Von 1996 bis 1999 war Leonhard Präsident
der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft (DGI). Daneben übt er zahlreiche
wissenschaftliche Tätigkeiten aus (u. a.
Honorarprofessur an der Berliner
Humboldt-Universität). Außerdem ist er Vorsitzender des deutschen
Nominierungskomitees zum UNESCO-Programm "Memory of the World", Vorsitzender des
Beratungsausschusses im Deutschen Musikrat und stellvertretender Vorsitzender des AsKI.