Bundeskanzler Schröder bringt wertvolle Zeichnungen aus Baku zurück
Bundeskanzler Gerhard Schröder übergab
bei seinem Besuch in Bremen im Januar 2000 zwei wertvolle, gegen Kriegsende verschleppte
Zeichnungen aus dem Bestand der Bremer Kunsthalle den rechtmäßigen Eigentümern. Damit stehen
eine jahrelange Irrfahrt und ein regelrechter
Kunstkrimi vor einem Happyend. Bei der offiziellen Übergabe an die Vertreter der Kunsthalle und
des Kunstvereins bedankte sich Bürgermeister
Dr. Henning Scherf bei Bundeskanzler Gerhard Schröder für die Unterstützung bei der
Rückführung der Kulturgüter. Auch künftig, so der
Präsident des Senats, sei es erklärtes Ziel der
Landesregierung, verschleppte Kulturgüter wieder an
die rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.
Die beiden vom Bundeskanzler nach Bremen zurückgebrachten Zeichnungen gehören zu
einem Konvolut von insgesamt 14 Blättern, die gegen Kriegsende von Soldaten verschleppt
wurden und sich lange in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, befanden. Im Einzelnen
handelt es sich dabei um eine Federzeichnung mit der Darstellung einer Madonna mit Kind (Raffael
zugeschrieben) und eine Zeichnung eines knieenden männlichen Aktes von hinten
(Giovanni Lorenzo Bernini zugeschrieben). Beide
Werke sind durch Prägestempel als Eigentum der
Kunsthalle Bremen ausgewiesen und in deren
Inventarlisten aufgeführt.
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Raffael (alte Zuschreibung)
Madonna mit Kind
Feder
Kunsthalle Bremen
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