Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt: Neue Mitglieder: Anne Bohnenkamp-Renken, Andreas Gardt und Andreas Steinhöfel

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Anne Bohnenkamp-Renken, geboren 1960, ist seit 2003 Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethehaus, seit 2012 zudem Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Publizistik in Göttingen und Florenz und promovierte 1992 über Goethes „Faust".

Sie lehrte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie sich im Jahr 2000 habilitierte. Im Zentrum des wissenschaftlichen Werks von Anne Bohnenkamp-Renken steht die Goethe-Philologie. 1999 erschien die Edition von Goethes ästhetischen Schriften der Jahre 1824 bis 1832 im Rahmen der Goethe-Ausgabe des Deutschen Klassiker Verlags. Sie hat eine Fülle von Aufsätzen zum Werk Goethes, zu Fragen der literarischen Übersetzung, zur Literaturverfilmung und zur Praxis von Literaturausstellungen vorgelegt.

Andreas Gardt, geboren 1954 in Mainz, ist seit 2001 Professor für germanistische Sprachwissenschaft / Sprachgeschichte an der Universität Kassel. Er studierte Germanistik und Anglistik an den Universitäten Mainz, Heidelberg und Cambridge sowie Comparative Literature in Norwich. Er promovierte in anglistischer Literaturwissenschaft mit einer Arbeit zu den deutschen Übersetzungen von James Joyce und habilitierte sich 1993 in germanistischer Sprachwissenschaft zur Sprachreflexion in Barock und Frühaufklärung. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Geschichte der Sprachtheorie, Text- und Diskursanalyse sowie die Rolle der Sprache in Literatur und Gesellschaft. Er ist Mitglied in mehreren Kommissionen und Beiräten (Deutsches Wörterbuch, Goethe-Wörterbuch), ferner Mitherausgeber der „Studia Linguistica Germanica" und der „Handbücher Sprachwissen". Seit 2016 ist er Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Andreas Steinhöfel, geboren 1962 in Battenberg, ist Schriftsteller, Übersetzer aus dem Englischen und Drehbuchautor. Er studierte Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften an der Universität Marburg. Andreas Steinhöfel zählt zu den anerkanntesten Autoren von Kinder- und Jugendbüchern. Sein Debüt „Dirk und ich" erschien 1991. Ein Jahr darauf folgte sein Buch „Paul Vier und die Schröders", das ihn einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte. Internationale Anerkennung erwarb er mit seinem Roman „Die Mitte der Welt" (1998) und mit seiner Trilogie über Rico und seinen Freund Oskar (2008, 2009, 2011). Zuletzt erschienen sind seine Romane „Anders" (2014) und „Wenn mein Mond deine Sonne wäre" (2015). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter: Buxtehuder Bulle (1999), Erich-Kästner-Preis für Literatur (2009), Deutscher Jugendliteraturpreis (2009), Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk (2013).

Mit diesen Zuwahlen zählt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung 192 Mitglieder.

AsKI KULTUR lebendig 1/2017

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